LONDON, ENGLAND - FEBRUARY 25: Jorginho of Chelsea reacts following defeat during the UEFA Champions League round of 16 first leg match between Chelsea FC and FC Bayern Muenchen at Stamford Bridge on February 25, 2020 in London, United Kingdom. (Photo by Clive Mason/Getty Images)

0:3 und große Personalsorgen: Chelsea braucht das Wunder von München

via Sky Sport Austria

An München hat Frank Lampard nur die allerbesten Erinnerungen. Am 19. Mai 2012 stemmte er in der Allianz-Arena als Kapitän des FC Chelsea den silbernen Champions-League-Pokal jubelnd in die Höhe. Mit einem 4:3 im Elfmeterschießen hatten die Blues dem klar favorisierten FC Bayern das berühmte “Drama dahoam” beschert.

Dass Lampard als Teamchef acht Jahre später das Stadion in Fröttmanning erneut derart beschwingt verlässt, ist eher nicht zu erwarten. Nach dem historischen 0:3 an der heimischen Stamford Bridge im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen die Bayern würde der Einzug von Chelsea ins Finalturnier in Lissabon einem Fußball-Wunder gleichen – zumal die Engländer arg ramponiert anreisen.

Dennoch: “Wir glauben daran. Wir müssen daran glauben. Sonst wären wir nicht hier”, sagte Lampard am Freitagabend eher pflichtbewusst. Vom großen Spiel 2012 werde er seinen Schützlingen nicht erzählen: “Da wären sie bestimmt gelangweilt, wenn ich immer mit meinen Geschichten von früher ankomme”, sagte er.

Die Partie am Samstagabend (21.00 Uhr/live und exklusiv Sky) scheint für die Blues nur noch eine Pflichtaufgabe zu sein. Spätestens seit dem 1:2 im Finale des FA-Cups gegen den FC Arsenal am vergangenen Samstag sehnt sich der Premier-League-Vierte nach Urlaub.

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Nach elf Ligaspielen in 35 Tagen wirkte die Mannschaft schon gegen die Gunners ermattet – in München ist sie erheblich dezimiert: Der ehemalige Dortmunder Christian Pulisic, Cesar Azpilicueta und Pedro ergänzten die Verletztenliste, auf der schon Willian und Billy Gilmour standen. Jorginho und Marcos Alonso sind in München gesperrt.

Die Schuldigen für die Misere hat Lampard bereits ausgemacht: die Verantwortlichen der Premier League. Die hätten seiner Mannschaft zu viel in zu kurzer Zeit zugemutet. Auch der geplante Premier-League-Start am 12. September käme für die Europacup-Teilnehmer “viel zu früh”, klagte Lampard. Er würde “gerne denken, dass die Liga sich ernsthaft damit befasst, uns einen fairen Start in die neue Saison zu ermöglichen. Wir verdienen das als Premier-League-Verein, der in der Champions League spielt”, sagte er.

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(SID)

Bild: Getty