Albert Vallci beim Sky Podcast DAB | Der Audiobeweis über Ex-Mitspieler Erling Haaland: „Jetzt ist er wirklich ein Kasten. Damals war er körperlich nicht so gut“

via Sky Sport Austria
  • Vallci über das bevorstehende Spitzenspiel gegen den SK Rapid Wien: „Wichtig wird das erste Tor für uns sein”
  • Vallci angesprochen auf seinen besten Mitspieler: „Samassékou – der hat in keiner Situation irgendwie Druck oder Hektik bekommen“
  • Der Salzburg-Profi über seine Zukunft: „Die Serie A wäre eine Traum-Liga für mich“
  • Vallci über seinen Gesundheitszustand: „Mir geht’s sehr, sehr gut. Die Operation ist sehr gut verlaufen”
  • Alfred Tatar über das bevorstehende Spitzenspiel Rapid gegen Salzburg: „Entschieden wird dieses Spiel im Bereich der Defensive“
  • Der Podcast DAB | Der Audiobeweis ist ab sofort frei empfangbar auf skysportaustria.at sowie auf den gängigen Plattformen Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, FYEO und Deezer abrufbar

Zu Gast im Sky Sport Austria Podcast DAB | Der Audiobeweis waren Albert Vallci, Spieler FC Red Bull Salzburg und Sky Experte Alfred Tatar.

Alle Stimmen zu „DAB | Der Audiobeweis“

Albert Vallci (FC Red Bull Salzburg):

…angesprochen auf seinen Achillessehnenriss und über den Heilungsprozess: „Mir geht’s sehr, sehr gut. Die Operation ist sehr gut verlaufen, der Heilungsprozess läuft auch sehr gut, die Wunde heilt gut, es gibt keine Schwellung. Ich habe direkt nach der OP für 14 Tage einen Spaltgips bekommen. Da war ich weitgehend eingeschränkt, durfte mich so wenig wie möglich bewegen und durfte auf keinen Fall schwitzen. Von dem her war es die letzten 10 bis 14 Tage sehr anstrengend. Morgen, am Freitag, kommt er runter und ab dann beginnt meine Reha.“

…über die medizinische Abteilung bei Salzburg: „Das Umfeld – das weiß man ja über Salzburg – mit dem ganzen Betreuerstab, von den Physios bis zu den Ärzten, ist einfach sehr, sehr eng. Da fühl´ ich mich auch wohl und bin auch froh über die Unterstützung, die ich vom Verein bekomme. Ich will natürlich auch meinen Teil dazu beitragen, es so gut wie möglich umzusetzen. Es wird wahrscheinlich nicht vom ersten bis zum letzten Tag so nach oben gehen. Man muss bei so einer Verletzung immer damit rechnen, dass vielleicht einmal ein Rückschlag kommt, aber darauf bin ich eingestellt. Das Gute ist, dass man mit den einzelnen Schritten gut planen kann. Es ist auch für mich im Kopf gut, wenn ich die einzelnen Phasen durchgehen kann. Damit ich auch nicht zu weit nach vorne denke.“

…angesprochen auf seinen Karriereweg und seine jetzige Wirkungsstätte FC Red Bull Salzburg: „Speziell nach meinem ersten Spiel – welches das Rückspiel in der Europa League gegen Brügge war – wo ich diesen extremen Unterschied zu meinen vorherigen Stationen spürte. Es war einfach was ganz Neues für mich. Natürlich war es etwas, was ich so davor noch nicht gesehen hatte und wo ich mir schon oft gedacht habe: Wahnsinn! Und dann war ich dort. Man blendet es aber mit der Zeit aus, denn man will zeigen, dass man nicht irgendeiner ist, der zufällig hergekommen ist und dann wieder von der Bildfläche verschwindet. Es war dann für mich klar, dass ich versuche, mich so schnell wie möglich anzupassen, um dann auch das Niveau zu erreichen und zu halten. Rückblickend betrachtet ist es natürlich ein Wahnsinn.“

…über das kommende Spitzenspiel am Sonntag in Wien gegen den SK Rapid Wien und auf die Frage, ob er seine Mannschaft nach Wien begleiten wird: „Morgen, am Freitag, bekomme ich eben diesen Schuh (Anm. Aircast Walker) und dann hängt es daran, wie gut es mir geht. Die Möglichkeit besteht für mich dann sicher, dass ich am Sonntag mit unserem Athletiktrainer mitfahren könnte. Ich kann es aber jetzt noch nicht genau sagen. Aber ich freue mich auf das Spiel und es wird sicher ein sehr spannendes Spiel werden. (…) Wichtig wird das erste Tor für uns sein. Gegen Rapid waren es vom Gefühl her immer enge Spiele. Es entscheiden Kleinigkeiten. Es kann eine Aktion den Unterschied ausmachen. Wir versuchen natürlich das Tempo hoch zu halten und Rapid wird sicher von Anfang an, da bin ich zu 100 Prozent überzeugt, richtig dagegenhalten und wirklich gleich über die Zweikämpfe versuchen, ins Spiel zu finden. Da gilt es für uns, nicht nur vom Spielerischen her zu überzeugen, sondern auch den Kampf anzunehmen. Ich bin eher der Überzeugung, dass wir Tore sehen werden. Trotzdem glaube ich, dass es in erster Linie in der Defensive entschieden wird. (…) Ich tippe auf ein 2:0 für Salzburg.“

…über das Meisterschaftsrennen und auf die Frage, ob der LASK noch im Rennen ist: „Dabei sind sie sicher. Entschieden ist es noch nicht. Solange es rechnerisch noch möglich ist, kann man nicht sagen, dass es entschieden ist. Natürlich hat der LASK, im Vergleich zum letzten Jahr, nicht mehr diese Form, aber das ist im Fußball auch normal. Wir haben aber gewusst, dass unsere ersten drei Spiele sehr wichtig sind. Das Sturm-Heimspiel, jetzt Rapid auswärts und dann den LASK zuhause. Natürlich wissen wir, dass wir mit drei Siegen einen großen Schritt Richtung Meisterschaft machen können. Das ist unser Ziel, die nächsten beiden Spiele zu gewinnen. Natürlich wird es dann für die anderen Mannschaften schwer, aber die zwei Spiele müssen einmal gespielt werden und auch die acht danach. Und das wichtige Cup-Finale haben wir auch noch im Kopf. Es ist sicher eine Chance für uns.“

…angesprochen auf seine Ziele und Zukunftswünsche und über die Serie A: „Es war für mich schon immer ein Traum, dass ich vielleicht einmal in einer ausländischen Top 5 Liga spielen könnte. Es ist jetzt nicht in meinem Kopf oder so. Ich bin wirklich sehr glücklich und froh, in Salzburg zu sein. Aber natürlich will ich mich weiterentwickeln. Es gibt noch genug Bereiche, wo ich Luft nach oben habe. Wenn man es schon so nennt – dann wäre natürlich die Serie A eine Traum-Liga für mich, welche mich schon immer interessiert hat. Der italienische Fußball ist einfach sehr taktisch orientiert, ist vielleicht nicht der attraktivste, aber für mich einfach sehr, sehr interessant. Von dem her wäre es ein interessantes Ziel, aber es ist nicht so, dass ich jedes halbe Jahr mit dem Gedanken gespielt habe, dorthin wechseln zu können oder die Chance zu bekommen. Es kann auch Salzburg in drei, vier Jahren sein.“

…auf die Frage, was seine Lieblingsposition ist und ob es ihn stört, dass er defensiv auf allen Positionen eingesetzt wird: „Für mich ist vom Gefühl her die Innenverteidiger-Position die, wo ich am meisten Potenzial hätte. Ich habe es auch rechts sehr gut gemacht. Links ist natürlich – ich benutze meinen linken Fuß natürlich und binde ihn nicht nur hinten an, aber es ist natürlich was ganz was anderes. Grundsätzlich ist es daher eine Mischung aus Fluch und Segen. Für mich ist es aber mittlerweile normal.“

…auf die Frage, wer für ihn bisher der beste Mitspieler war: „Die Liste an guten Spielern ist natürlich lang. Für mich war trotzdem der Samassékou (Diadie, Anm.) einer, der mich am Anfang am meisten beeindruckt hat, weil ich davor in keiner Mannschaft einen Spieler gehabt habe, der so viele Lösungen für verschiedene Drucksituationen hatte und der sich mit und gegen den Ball so gut positioniert hat. Er wollte immer den Ball haben und hat in keiner Situation irgendwie Druck oder Hektik bekommen. Das war für mich damals sehr, sehr beeindruckend.“

…über Ex-Mitspieler Erling Haaland: „Wir sind ja zeitgleich im Winter gekommen und bei ihm ist es nicht gleich von Anfang an so gut gelaufen, wie bei mir – sage ich einmal. Man hat schon seine Anlagen gesehen, aber man hat halt wirklich nicht sehen können, dass er so explodiert. Er hat wirklich alles gehabt. Aber er war damals körperlich nicht so gut und weit, wie jetzt – jetzt ist er ja wirklich ein Kasten. Das ist ja nicht normal. Von dem her ist seine Entwicklung wahnsinnig nach oben gegangen. Am Anfang hätte ich nicht damit gerechnet.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…über den Karriereweg von Albert Vallci: „Ich glaube, dass seiner nicht alltäglich ist. Aber jeder Spieler hat eine eigene Geschichte, die höchstinteressant ist. Der Albert reiht sich einfach unter den Spielern ein, die einen ganz besonderen Weg nach ganz oben haben. Das ist fantastisch. Der Fußball limitiert niemanden. Wenn jemand zeigt, dass er Talent hat und auch Arbeitseifer hat und den Willen, nach oben zu kommen, dann ist der Weg möglich. Das ist beim Albert geschehen.“

…über das kommende Spitzenspiel der Salzburger gegen Rapid: „Ich habe gemischte Gefühle, weil meistens sind Spitzenspiele dann Spiele, die das nicht halten, was sie versprechen. Trotzdem überwiegt in mir die Zuversicht, dass wir dieses Mal ein tolles Match erleben werden. Rapid muss gewinnen, wenn man noch einmal um den Meistertitel mitspielen möchte. Salzburg wiederrum möchte den Abstand zu Rapid vergrößern. Es geht eigentlich für beide nur darum, zu gewinnen. An ein Unentschieden glaub ich nicht. Wir werden am Sonntag sicherlich einen Sieger sehen. (…) Ich erwarte aber keine Salzburger Mannschaft, die mit völlig offenem Visier spielt, weil Rapid sehr viel Offensivpotenzial hat. Es wird interessant werden, wie Rapid mit seiner starken Offensive Salzburg gefährden kann. Auf der anderen Seite, wie Rapid, Spieler wie Daka (Patson, Anm.) und andere kontrollieren kann. Daher glaube ich: Entschieden wird dieses Spiel dieses Mal eher im Bereich der Defensive und nicht so sehr im Bereich der Offensive.“

…auf die Frage, ob die Meisterschaft bei einem Sieg der Salzburger schon entschieden ist: „Ja. Sollte Salzburg gewinnen, dann sind es 7 Punkte auf Rapid und man muss abwarten, ob der LASK überhaupt gewinnt. Die sind ja schon 8 Punkte entfernt. Das wäre dann für die restlichen 8 Spiele schon ein sehr großer Vorsprung. Da müsste Salzburg schon einen massiven Einbruch haben und einer der beiden anderen Teams müsste eine Siegesserie über 8 Spiele starten. (…) Würde Rapid verlieren, dann wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Salzburg dieses Meisterrennen macht, 99 Prozent. Bei so einer Tabellenkonstellation würde in 99 von 100 Fällen Salzburg Meister werden. Und ich glaube nicht an die kleinen Wahrscheinlichkeiten. Ich glaube an die großen.“

DAB | Der Audiobeweis ist der Fußball- und Sport-Podcast von Sky Sport Austria. Hier diskutiert Kommentator Otto Rosenauer mit Moderator Martin Konrad, Sky Experten und Gästen über die Tipico Bundesliga, das ÖFB-Team, Österreichs Legionäre und internationalen Fußball, wie die Deutsche Bundesliga, die Premier League, die UEFA Europa League sowie die UEFA Champions League.