ANALYSE SV Mattersburg: Spielanlage im Spiel #SKNSVM

via Sky Sport Austria

Der SV Mattersburg startete als erster LASK-Jäger in die Frühjahrssaison. Durch den Sieg gegen Hartberg im ersten Spiel konnte der Herbstmeister gleich von der Spitze abgelöst werden. Auch im zweiten Spiel konnte sich der SVM gegen gut eingestellte St. Pöltner durchsetzen. In der aktuellen Runde treffen die Burgenländer daher mit einem Punkt Vorsprung auf den Titelaspiranten Nummer Eins aus Linz.

Mattersburg zeigt, dass sich die Mannschaft im Vergleich zur vorigen Saison stabilisiert hat. Dies unterstreichen die drittmeisten gespielten Pässe in der Liga. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei der Spanier Jano, der sich oft in den Spielaufbau einbindet und das Mattersburger Angriffsspiel lenkt. St. Pölten ließ sich letzte Woche dagegen allerdings etwas einfallen. Vergleicht man die Pässe  von Jano aus dem Spiel gegen Hartberg mit jenen gegen St. Pölten (jeweils 1. Halbzeit) fällt folgendes auf: Während Jano gegen Hartberg seine gewohnte Position im Zentrum einnehmen konnte, musste er gegen St. Pölten oft auf die linke Seite ausweichen. Generell konnte er nicht solche Akzente setzen wie sonst.

 

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St. Pölten erwies sich für Mattersburg generell als schwer zu bespielender Gegner mit klarem Defensivkonzept. Die beiden gut abgestimmten Thürauer und Schibany stellten Jano konsequent zu und zwangen somit die anderen Mattersburger den Spielaufbau in die Hand zu nehmen. In der ersten Halbzeit hatte Mattersburg damit große Probleme und kam nur zu 3 Abschlüssen.

Grundsätzlich lenkte St. Pölten das Mattersburger Angriffsspiel früh nach außen, attackierte dort aggressiv, verengte den Raum und verhinderte so gefährliche Angriffe. Wenn sich die Mattersburger trotzdem für einen Angriff durch die Mitte entschieden, wie in der folgenden Analyseszene, konnte St. Pölten umso mehr seine Stärken ausspielen. Für die Niederösterreicher stand es zu diesem Zeitpunkt 1:0. Nach dem starken Ballgewinn und einem exzellenten Umschaltverhalten verabsäumt Schibany das Spiel womöglich frühzeitig zu entscheiden.

 

Fazit: Mattersburg zeigte sich auf die gesamte Spieldistanz gesehen als die reifere Mannschaft, war bei Standards sehr gefährlich und konnte durch eine starke Aktion gegen Ende des Spiels noch die Entscheidung erzwingen.

Gegen den LASK wartet jetzt eine Mannschaft mit einer anderen Spielanlage und mit höherer offensiv spielerischer Klasse als die Gegner in den ersten beiden Begegnungen. Man darf gespannt sein, ob sich Ivica Vastic  für dieses Spitzenspiel taktisch etwas Spezielles einfallen lässt oder auf die bisher gezeigte Spielanlage vertraut.