Auböck, Maly und Koschischek verpassen EM-Finali

Felix Auböck hat einen Tag nach seinem vierten Rang über 400 m Kraul bei den Schwimm-Europameisterschaften in London über 200 m Kraul den Endlauf verpasst. Der Wahl-Berliner vom Club Spandau 04 musste den Anstrengungen Tribut zollen und belegte in 1:48,85 Minuten den 15. EM-Rang. Den erreichte auch Jakub Maly über 200 m Lagen in 2:02,55. Birgit Koschischek wurde über 100 m Kraul 16.

Auböck war so wie die zwei anderen OSV-Aktiven gerade noch ins Semifinale gerutscht – Koschischek profitierte vom Verzicht einer Konkurrentin. Im Finale war der über diese Distanz bereits für Olympia qualifizierte 19-Jährige auf der drittletzten Länge seines Laufs Fünfter, fiel aber noch zurück. Gegenüber dem Vormittag verbesserte er sich immerhin um 0,04 Sekunden. Der Aufstieg war aber außer Reichweite, 1,23 Sekunden fehlten.

„Ich habe mich einfach nur leer gefühlt. Mehr war nicht drinnen. Vier harte Rennen in zwei Tagen sind einfach zu viel“, erklärte Auböck. Mit der EM durfte er aber vollauf zufrieden sein. „Platz vier habe ich nicht erwartet. Der Aufbau Richtung Olympia stimmt, ich bin voll im Soll“, betonte der Teenager. Er hat noch Einsätze über 100 m und mit der Kraulstaffel. „Da hoffe ist, dass ich Startschwimmer bin und meinen österreichischen Rekord über 200 m angreifen kann.“

Maly und Koschischek blieben im Halbfinale über ihren Vorlauf-Zeiten. „Eigentlich hat es sich schneller angefühlt als am Vormittag. Ich bin es schneller angegangen, leider ist mir ein wenig die Kraft ausgegangen“, meinte Maly zu seiner besten EM-Platzierung. Er startet am Mittwoch über 200 m Delfin.

Koschischek war etwas enttäuscht. „Schade, dass nicht mehr gegangen ist. Aber EM-Semifinale ist schon ein schöner Erfolg.“ Sie ist über 50 m Kraul bereits für Rio qualifiziert. „Mein Fokus liegt in den nächsten drei Monaten voll auf den 50 m. Mein Ziel in Rio ist das Semifinale.“

Die Ungarin Katinka Hosszu holte nach den 400 m Lagen ihren zweiten Titel. Über 200 m Rücken gewann sie in 2:07,01 Minuten. Eine Klasse für sich war Weltrekordler Adam Peaty über 100 m Brust. Der Brite gewann als Weltmeister und Titelverteidiger in 58,36 Sekunden souverän vor seinem Landsmann Ross Murdoch (59,73) und eroberte später auch noch Gold mit der Mixed-Lagenstaffel.

Auch Sarah Sjöström bestätigte über 50 m Delfin ihre Sonderstellung. Die schwedische Weltrekordlerin, die als einzige Frau unter 25,00 Sekunden geschwommen ist, gewann in 24,99.

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