Make Your Move #1: Alte Rivalen, neue Stars

von Gerfried Pröll

Es gibt sie fast in jeder Sportart: Die Topduelle derselben Kontrahenten über Jahre hinweg. Federer gegen Nadal, Bayern gegen Dortmund, Golden State vs. Cleveland oder auch Kapfenberg gegen Gmunden! Das Basketball-Jahr 2019 in Österreich ist erneut geprägt von Titelduellen der beiden ewigen Rivalen. Sie haben das Cupfinale im März bestritten, sind in der Finalserie der Meisterschaft im Juni aufeinander getroffen – und sie spielen demzufolge auch um den Supercup 2019! Live zu sehen am kommenden Montag ab 18.55 Uhr auf Sky Sport Austria 2 HD.

Die beiden Klubs mögen immer dieselben sein, die beiden Teams sind es nicht mehr. Vor allem beim Titelhamster aus dem Mürztal ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Stützen wie Finals MVP Elijah Wilson, Defense-Spezialist Marck Coffin oder CupFinal4-MVP Xavier Ford haben den Verein verlassen. Im Gegenzug hat Sportdirektor Michael Schrittwieser vier US-Legionäre engagiert, die bisher durchaus überzeugt haben. Vor allem der 23-jährige Texaner Keenan Gumbs hat das Zeug zum Publikumsliebling. Der größte Star der Bulls bleibt aber auch in dieser Saison Spielmacher Bogic Vujosevic.

„Wir sind um einen Schritt weiter als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres“, gerät Geschäftsführer Oliver Freund ins Schwärmen. Die Mannschaft sei jetzt schon sehr homogen, der Teamgeist spürbar. Zur Qualifikation für die Champions League hat es aber nicht gereicht. 70 starke Minuten waren gegen Kiev Basket am Ende zu wenig. Als Trostpflaster bleibt für den österreichischen Meister immerhin die Gruppenphase des FIBA Europe Cups. Auch eine Möglichkeit, wertvolle internationale Erfahrung zu sammeln.

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Auch bei den Schwänen vom Traunsee hat sich Einiges verändert. Die Legionäre White, Brummit, Murray und Draskovic sind weg, Klette ist nach Wels zurückgekehrt. Dafür wurde die ohnehin schon starke Österreicher-Riege mit der Verpflichtung von Benedikt Güttl zusätzlich aufgewertet. Niemand in der BSL hat so viele österreichische Mannschaftsstützen wie die Gmunden Swans. Dazu kommen die beiden neuen US-Amerikaner Javion Ogunyemi und Jordan Loveridge. Letzterer hat auf dem College gemeinsam mit Jakob Pöltl in Utah gespielt und könnte ein absoluter Glücksfall für die Swans und für die Liga sein.

Der neue Headcoach Anton Mirolybov aus Finnland sorgt für frischen Wind und eine neue Philiosophie. Die Swans wollen in dieser Saison mit höherer Rotation schneller und aggressiver spielen als zuletzt. „Anton ist ein witziger Kerl, aber im Training hört sich der Spaß schnell auf“, schildert Geschäftsführer Richard Poiger. Ziel ist es natürlich, den Bulls am Montag so lange wie möglich Paroli zu bieten. Und wenn möglich ihnen den nächsten Titel vor der Nase wegzuschnappen. Es wäre der achte nationale Titel für die Kapfenberger in Serie.

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