Make Your Move #5: Das Feuer brennt

von Gerfried Pröll

Bereits nach drei Runden sind sich in Sankt Pölten alle einig: Es war die absolut richtige Entscheidung, dem Ruf von ÖBV-Präsident Gerald Martens zu folgen und die Wildcard für die Basketball Superliga anzunehmen. „Bei uns brennt jetzt ein anderes Feuer“, schwärmt Alfred Muschik. Der Obmann des „SKN Basketball“ ist erfreut, wie sehr alle mitziehen: Die Fans, die Stadt, der Dachverein SKN, alle Trainer und Funktionäre, der Nachwuchs und natürlich das Superliga-Team. „Wir wollen etwas bewegen, Begeisterung entfachen“, sagt Headcoach Andreas Worenz. „Aber wir wissen genau, dass die erste Saison ein Lehrjahr wird.“

Teamgeist und Zusammenhalt werden beim SKN groß geschrieben. Die neuen Legionäre Kelvin Lewis, Marko Kolaric und Philip Jalalpoor haben sich gut eingefügt und fühlen sich in Sankt Pölten sehr wohl. Gemeinsam mit Rückkehrer Florian Trmal sind sie die Säulen, an denen sich junge Spieler aufrichten sollen. Vor allem der 31jährige Lewis geht mit gutem Beispiel voran, ist Vollprofi durch und durch. „Am Tag nach einem Spiel ist er als Erster in der Früh wieder im Landessportzentrum und stemmt Gewichte“, erzählt Worenz. Außerdem bringt der Texaner seine Erfahrung ein und liefert wertvolle Inputs. „Mit ihm und Trmal haben wir gleich zwei Go-to-Guys. Wenn der eine von den Gegnern abgeschirmt wird, ist der andere zur Stelle“, freut sich der Headcoach.

Am kommenden Samstag wird Andreas Worenz erstmals von Sky verkabelt werden – wenn der SKN auswärts bei den Raiffeisen Flyers Wels antritt (20 Uhr, Sky Sport Austria 1 HD). Für alle im Verein etwas Besonderes. „Ich bin schon gespannt, wie vor allem die jungen Spieler mit dieser Situation umgehen. Live im Fernsehen waren die meisten noch nie!“, sagt Worenz, der die Welser in Reichweite sieht. Als Aufsteiger möchten die Sankt Pöltner zwar bescheiden bleiben, geben aber zu, die Top 6 im Hinterkopf zu haben. „Das wäre natürlich ein Traum! Oberstes Ziel ist es aber, die Relegation mit allen Mitteln zu vermeiden“, gibt Obmann Muschik als Parole aus.

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Artikelbild: GEPA