Michael Schrittwieser: “Ich bin sehr glücklich mit dem Potenzial, das wir jetzt haben”

via Sky Sport Austria
  • Chris Chougaz: “Es ist uns gelungen mit Energie ins Spiel zurückzukommen”
  • Andreas Leitner: “Das Cup Final Four wird hochdramatisch”
  • Markus Pargfrieder: “Die Ligareform kommt jedem österreichischen Basketballer entgegen”

Die Oberwart Gunners gewinnen 73:62 gegen die Kapfenberg Bulls. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

…über das Semifinale im Cup gegen Gmunden: „Das ist natürlich eine große Aufgabe, aber alle Teams im Final Four gehören zu den Topteams der Liga, da ist keine Aufgabe leicht. Gmunden ist natürlich immer für mich speziell, weil ich früher dort gespielt habe, das vergesse ich nicht. Gmunden ist mein Lieblingsteam in der ABL – nach den Gunners.“
…über das Spiel: „Wir sind nicht gut in das Spiel gestartet, aber wir haben es dann geschafft mit unserer Defensive die Gegner so unter Druck zu setzen, dass wir aus den Turnovern profitieren können. Das hat uns zu leichten Punkten geführt und so sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Kapfenberg ist so eine routinierte Mannschaft, deswegen ist es gegen sie immer schwer in ein Spiel reinzukommen, sie wissen genau, was sie tun müssen. Aber heute ist es uns wieder gelungen mit Energie ins Spiel zurückzukommen.“
…über die Offensivstärke der Legionäre: „Natürlich ist es ein Vorteil, dass jeder Legionär bei uns über 20 Punkte machen kann, das macht uns unberechenbar. Meine Mannschaft ist wie eine Maschine, jeder soll das tun, was er kann und scoren können die Legionäre einfach besser in der derzeitigen Situation. Aber wir arbeiten daran, dass sich dieses Verhältnis ändert.“
…über das Spiel: „Die deutliche Niederlage, die wir Anfang November kassiert haben, haben wir immer noch im Hinterkopf gehabt und heute haben wir uns ein wenig revanchieren können. Wir sind ganz gut in das Spiel hereingekommen, aber ab Mitte des ersten Viertels ist ein bisschen der Schlendrian im Spiel drin gewesen und unser Coach hat uns auch in der Halbzeit gesagt, dass wir wieder unser Tempo gehen müssen. Dann sind wir ins Laufen gekommen und das war der Schlüssel zum heutigen Erfolg.“
…über das Spiel: „Die Turnover waren das große Problem in der ersten Halbzeit. Die haben wir dann abgestellt und selber von den Turnovern der Kapfenberger profitiert, dann sind wir ins Spiel gekommen.“
…über seine Leistung: „Ich versuche natürlich alles zu geben, was ich habe und wenn es so funktioniert wie heute, dann ist das in Ordnung. Aber die Hauptsache ist, dass das Team funktioniert.“
…über das Cup Final Four: „Die besten vier Mannschaften der bisherigen Saison haben sich qualifiziert, daher wird es sportlich sicher ein hochdramatisches und super Basketballwochenende werden. Die vier Teams liegen komplett auf Augenhöhe, alle vier Teams sind körperlich stark, spielen mit viel Intensität und alle können sich die selben Chancen ausrechnen.“
…über das Semifinalduell gegen die Swans: „Wir wären mit jedem Gegner zufrieden gewesen, vielleicht nicht mit Kapfenberg, aber es ist wirklich egal. Wenn man Cupsieger werden will bei so einem ausgeglichenen Teilnehmerfeld, dann muss man jeden nehmen, wie es kommt. Aber wir nehmen sicher das zweite Spiel des Tages, das soll das Highlight werden als Heimteam. Das haben wir voriges Jahr so gehandhabt, also werden wir es heuer auch so machen.“
…über die Veränderungen der Ligareform: „Das ist ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung und da kann jetzt keiner mehr meckern, das sind Regeln, die jeder Verein, der in einer höchsten Spielklasse in Österreich spielen will, erfüllen können muss.“
…über die Schritte zur Förderung österreichischer Spieler: „Wir werden nächstes Jahr den nächsten Schritt gehen und eine Legionärsposition reduzieren, auf vier Legionäre. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass das schon längst ligaweit nötig wäre, die Ausrede, dass es nicht genug gute Österreicher gibt, lasse ich überhaupt nicht gelten, es gibt genug talentierte Spieler, man muss sie nur zum Zug kommen lassen.“
…über sein Team: „Wir sind sehr zufrieden, nicht nur mit den Legionären, sondern auch wie die Mannschaft jetzt dasteht. Wir werden uns alle Mühe geben den Großteil zu halten, weil wir eine längerfristige Geschichte geplant haben, auch wenn das im Sport schwierig ist. Das hört man selten von mir, aber ich bin sehr glücklich mit dem Potenzial, das wir jetzt haben. Wir haben geplant 80% von dem, was jetzt da ist, zu halten und zu verlängern und nur zwei kleine Veränderungen, die wir dann hoffentlich auch so durchführen können. Wir wissen genau, wo wir hinwollen und der Großteil der Legionäre spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich bin total happy wie es ist mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“
…über das Spiel: „Wir haben 25 Minuten den Rhythmus ganz gut in der Hand gehabt und brav gespielt mit wenig Ballverlusten. Dann sind wir unter dem Druck der Oberwarter in Bedrängnis gekommen und wie wir dann mit der Zone nochmal die Chance gehabt hätten ins Spiel zurückzukommen, haben wir dann zwei Ballverluste gehabt, die mich dann schon ein bisschen erregt haben. In dem Moment hat man natürlich Unverständnis, aber das ist der Sport. Insgesamt sind wir sehr froh mit dem Potenzial, das wir haben und jetzt gilt es das auch über 40 Minuten umzusetzen. Heute waren es 25 Minuten gegen eine sehr gute Oberwarter Mannschaft, die zurecht an der Tabellenspitze steht. Wir sind natürlich nicht zufrieden mit der Niederlage, aber wir haben auch Lichtblicke gesehen.“
…über das Semifinalduell gegen Wels im Cup: „Das ist eine schwere Angelegenheit, aber es gibt keine leichte im Cup Final Four. Wels hat eine Menge Erfahrung, sehr gut gecoacht. Wir werden uns vorbereiten und schauen.“
…über seinen Wechsel zu Kapfenberg: „Ich wusste nicht viel über die österreichische Liga, aber inzwischen habe ich schon einiges gesehen und finde, dass es eine sehr starke Liga mit großartigen Spielern ist. Ich habe mich bei Bogic Vujosevic über den Verein informiert und er hat mir nur positives berichtet, das hat meine Entscheidung natürlich beeinflusst. Er war ein wichtiger Faktor für mich, neben den professionellen Bedingungen in Kapfenberg.“
…über seine Form: „Ich habe natürlich noch einen Trainingsrückstand, das habe ich auch beim Spiel in Wien bemerkt. Aber ich habe alles gegeben und bin überzeugt, dass ich von Woche zu Woche und Spiel zu Spiel besser mit der Mannschaft harmonieren werde.“
…über das Spiel: „Wir haben das Tempo ganz gut kontrolliert am Beginn des Spiels, aber dann haben wir einfache Turnover gehabt und Oberwart ist ins Laufen gekommen, das war der Schlüssel zur Niederlage. Normalerweise spielen wir das besser aus, aber heute war es vielleicht auch ein bisschen eine mentale Geschichte, das wir nicht mehr zurückgekommen sind.“
(Sky Experte):
…über Krstic: „So ein großer Spieler auf der 3 ist eine Seltenheit in der ABL, aber gang und gäbe im internationalen Basketball, deswegen freut es mich, dass wir so einen Spieler jetzt auch mal haben. Er hat noch ein bisschen Rost drauf, weil er ein bisschen Pause gehabt hat, aber man darf sich von ihm einiges erwarten. Ich bin gespannt, wie viel Schub er jetzt noch einmal Kapfenberg bringt, die für mich gar nicht mehr so gewirkt haben, als ob sie das noch brauchen, weil sie sich eh schon ordentlich entwickelt hatten.“
…über die Veränderungen der Ligareform: „Das ist eine Reform, die jedem österreichischen Basketballer entgegenkommt in der langen Sicht. Es sind drei Punkte, die den österreichischen Basketballsport für einen Nachwuchsspieler zeigt, dass Basketball spielen eine Perspektive ist. Das heißt nicht, dass man seinen Lebensabend damit verdienen kann, davon sind wir weit entfernt und das ist auch nicht die Forderung. Aber es ist eine attraktive Perspektive Basketballprofi zu werden, weil man in ein gewisses gesichertes Umfeld kommt – finanziell, den Kollektivvertrag finde ich super, aber auch in ein Umfeld, in dem man zum Zug kommt. Die Vereine sind mehr oder weniger gezwungen österreichische Spieler einzusetzen und dementsprechend bin ich total dafür, dass man das durchzieht. Ich hätte mit der harten Variante auch leben können, aber wenn es die Vereine überfordert, dann muss man sich dem natürlich fügen.“
…über das Spiel: „Oberwart hat sich definitiv anders gezeigt in den zweiten 20 Minuten. Sie waren physisch präsenter und viel mehr Energie gebracht, Kapfenberg hat gleichzeitig weniger gebracht als in den ersten 20 Minuten. In der ersten Hälfte war es eine schiefe Bahn zugunsten von Kapfenberg, in der zweiten dann in die andere Richtung. Der einzige Unterschied ist, dass das dem Spielstil von Oberwart entspricht und dann geht es schneller, deswegen war Kapfenburg nur fünf Punkte vorne, aber wenn es für Oberwart läuft, dann holt man sich schnell mal ein -20 und das war die zweite Halbzeit im Endeffekt aus Sicht der Kapfenberger.“
…über Player of the Game Cumberbatch: „Er hat als Erster mehr Energie, mehr Physis und Athletik gezeigt. Er war der Funke, der das Feuer entfacht hat, und dann sind ihm eh alle nachgerannt, aber es braucht halt jemanden, der das Feuer unter dem Hintern seiner Mitspieler anzündet und das war heute deutlich er.“