Moritz Lanegger: „Es ist das fünfte Spiel der Saison und für das ist es schon sehr gut“

via Sky Sport Austria
  • Werner Sallomon: „Mir kam es manchmal vor als wären wir erst bei zehn Prozent“
  • Sebastian Waser: „Wir haben die 30 restlichen Minuten gewonnen. Von dem her haben wir uns heute eigentlich sehr gut verkauft“
  • Cameron Delaney: „Wir haben uns im ersten Viertel ein Loch gegraben, das schon sehr tief war“
  • Bernd Wimmer über die Einbürgerung von Vujosevic: „Es ist für uns und für Basketball Österreich sehr schön“

 

BK IMMOunited Dukes gewinnt gegen Raiffeisen Flyers Wels mit 76:66. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

BK IMMOunited Dukes – Raiffeisen Flyers Wels 76:66 (40:24)

(Head Coach BK IMMOunited Dukes):
…über das Spiel: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und wir haben eine relativ schwache zweite Halbzeit gespielt. Trotz alledem bin ich nicht unzufrieden, weil wir dann das Spiel doch klar drübergebracht haben. Wir haben zweite Hälfte keinen Rhythmus gefunden, sie haben das clever gemacht, haben klein gespielt und es war für uns nicht leicht, weil unsere großen Leute heute scheinbar nicht so bei der Sache waren. (…) Und Wels ist eine starke Mannschaft. Also ich habe kein Problem, wenn mir jemand sagt: ,Willst du die Welser coachen oder so irgendwas.‘ Mit der Mannschaft kann man schon was machen, das ist kein Thema.“

…auf die Frage, bei wie viel Prozent seine Truppe schon sei: „Mir kam es manchmal vor in der zweiten Halbzeit als wären wir erst bei zehn Prozent. Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit ganz gut gesehen: Wenn wir unsere Intensität aufs Feld bringen und als Mannschaft geschlossen spielen, dann ist das unsere Stärke. Wir haben nicht die individuellen Spieler, die im Eins-gegen-Eins Spiele entscheiden oder einen Dreier nach dem anderen ins Gesicht hauen. Das haben wir nicht, wir haben Teamplay.“

…über etwaige Probleme seiner Mannschaft: „,Momo‘ (Lanegger, Anm.) ist wahrscheinlich unser körperlich stärkster Guard. Die anderen Spieler auf der Guard-Position sind jetzt nicht solche Raketen. Im Eins-gegen-Eins tun wir uns einfach schwer, das wissen wir. Wenn so ein Ami-Boy daherkommt, die sind einfach alle körperlich sehr stark und antrittsschnell und das ist nicht einfach zu verteidigen.“

…über die Leistung von Amineye Lakoju: „Wir hatten dann kein Match-up für ihn. Er ist noch ein sehr junger Spieler, er hat Entwicklungspotenzial. Er hat wirklich auch den Willen etwas leisten und zu tun. Es war halt heute nicht sein Spiel.“

…vor dem Spiel über die Rolle von Benedikt Danek als Ersatzspieler: „Er spielt jetzt 20 Minuten wesentlich intensiver. Ich glaube, dass das für ihn kein Problem war. Er ist von der spielerischen Seite so gut, dass er sich auf jede Situation einstellen kann. Er hat im Nationalteam auch nicht 40 Minuten gespielt. Also für Beni ist das sicher kein Problem.”

(BK IMMOunited Dukes):
…über seine vielen Einsatzminuten: „Heute war es ein Match-up-Problem, das wir hatten. Wels hat klein gespielt und deswegen war die eine oder andere Minute mehr dabei.“

…über das Spiel: „Wir hatten in den ersten zwei Viertel eine super Intensität. Das war auch unser Stärke in den letzten Spielen. Und das muss unsere Stärke die ganze Saison sein. Wir haben im dritten Viertel dann ein bisschen nachgelassen, sie haben Freiwürfe bekommen und auch mehr getroffen. Aber wir sind stark geblieben. Es war nicht zu knapp am Schluss. Wir müssen es souveräner machen, aber es ist das fünfte Spiel der Saison und für das ist es schon sehr gut.“

…über seine starke Freiwurfstatistik in dieser Saison und was er nun anders mache: „Wenn ich das wissen würde, dann hätte ich es schon vor zehn Jahren geändert. Selbstvertrauen, Kopf, ich weiß es nicht. Aber es passt anscheinend.“

(BK IMMOunited Dukes) vor dem Spiel:
…über seine neue Rolle als Ersatzspieler: „Es läuft ganz gut. Ich versuche mich anzupassen, da und da meine Spots zu finden. Ich glaube, es funktioniert am Anfang ganz gut und hoffentlich geht es so weiter.“

(Head Coach Raiffeisen Flyers Wels):
…über das Spiel: „Ich war beeindruckt vom Gegner. Das muss man einfach auch ganz neidlos anerkennen. Die spielen auf einem physischen Level, das einfach unfassbar hoch ist. Wir haben da einfach zu lange gebraucht. Wir sind ins Stocken geraten zu Beginn, haben auch nicht wirklich gut getroffen und auch schlechte Entscheidungen getroffen. Aber wir haben die 30 restlichen Minuten dann gewonnen. Von dem her haben wir uns heute eigentlich sehr gut verkauft. (…) Am Ende haben wir es dann ein bisschen an der Freiwurflinie verspielt. (…) Wenn sie dann einen verworfen haben, haben sie noch eine Chance bekommen – das war dann fast wie in einem U12-Spiel phasenweise. Am Ende des Tages hat Klosterneuburg verdient gewonnen.“

…über die Stärke der Klosterneuburger: „Durch ihre Rotation machen sie unglaublich viel Druck. Sie kommen mit einem extremen Dampf daher. Meine Spieler waren dann müde und waren auch im Kopf müde. Und an dem müssen wir noch arbeiten.“

…über Davor Lamesic: „Er kennt seinen Körper, er weiß ganz genau, was er machen muss. Man sieht es auch in jeder Auszeit: Trotz großem Rückstand, hält er die Mannschaft beisammen, ist immer positiv. Und das ist es, was uns auch extrem weiterhilft. Dass er ein Vorzeigeprofi ist, ist unbestritten.“

…vor dem Spiel über Tilo Klette: „Er wird heute nicht zum Einsatz kommen. Er macht jetzt einmal das Warm-up mit. Es ist wichtig für uns, dass er erstmals in dieser Saison ein Teil der Mannschaft ist. Wir haben gewusst, als wir ihn verpflichtet haben, dass das einfach ein paar Monate dauern wird. Wir sind aber zu 100 Prozent überzeugt, dass er heuer noch einen sehr, sehr guten Ausschlag für uns geben wird. Allgemein wenn dann bei uns alle an Bord sind, alle fit sind und das Training dementsprechend läuft, dann wird sicherlich mit uns zu rechnen sein.“

Cameron Delaney (Raiffeisen Flyers Wels):
…über das Spiel: „Wir haben uns im ersten Viertel ein Loch gegraben, das schon sehr tief war und es hat schon viel Kraft gekostet, dass man da auch immer wieder rankommt. Es war schwierig, wir hatten die Chancen ein, zwei Mal da richtig nah dranzukommen, auch auszugleichen oder dann vielleicht sogar in Führung zu gehen mit der nächsten Offensive. Aber wir haben es einfach nicht geschafft, weil Klosterneuburg auch richtig gut aufgestellt ist.“

(Raiffeisen Flyers Wels) in der Halbzeitpause:
…über die ersten beiden Viertel: „Wir machen uns das Leben etwas zu schwer. Wir versuchen sehr viel von drinnen zu machen. Die Klosterneuburger machen die Zone sehr gut zu, da müssen wir die Kugel eigentlich nur rauspassen und die freien Leuten draußen suchen und es von draußen versuchen. Es hat offensiv von Anfang an nicht wirklich funktioniert. (…) Ich finde, für das, wie schlecht wir treffen, ist es ein solides Ergebnis.“

(Assistant Coach Nationalteam):
…über die Einbürgerung von Bogic Vujosevic: „,Bogi‘ hat mir schon sehr viele Haare und einige Titel gekostet. Ich bin froh, dass er nun auf meine Seite gewechselt ist und ich glaube, es ist für uns und für Basketball Österreich auch sehr schön, dass er jetzt die Chance hat, österreichisches Nationalteam zu spielen.“

…auf die Frage, ob Vujosevic das Stück sei, dass im Nationalteam gefehlt habe: „Mal schauen, wie er jetzt ins Mannschaftsgefüge passt. Wir werden uns das im Februar natürlich sehr genau ansehen. Wir sind jetzt mal sehr froh, dass wir die Chance haben, mit ihm arbeiten zu können und freuen uns schon sehr darauf.“

…auf die Frage, ob dies nun für Enis Murati das Ende im Nationalteam sei, da nur ein eingebürgerter Akteur im Team sein darf: „Das würde ich jetzt nicht so sagen. Es ist schön, dass wir jetzt zwei Spieler dieser Qualität haben. Es ist so, dass nur einer von beiden spielen kann, aber das ist eine Entscheidung, die wir im Februar treffen werden. Und bis dahin ist es schön, dass wir einfach mit zwei solcher Kaliber im österreichischen Nationalteam rechnen dürfen.“

….über die anstehenden Spiele gegen die Ukraine und Slowenien: „Für den österreichischen Basketball gibt es nur harte Brocken. Es ist egal gegen wen wir international spielen. Wir können uns nur gewissenhaft darauf vorbereiten und das werden wir machen.“

…auf die Frage, wie es ihm mit seinem neuen Job gehe und ob er den Schweißgeruch schon vermisse: „Ich weiß nicht, ob jemandem ein Schweißgeruch abgehen kann. Im Moment ist es ganz okay. Ich habe die Halle für einen Bürojob gewechselt. Ich bin jetzt froh, dass ich mir die Spiele mal von außen ansehen kann und zu sehen, wie meine Kollegen schwitzen – das reicht mir im Moment.“

Johanna Mikl-Leitner (Landeshauptfrau Niederösterreich) in der Halbzeitpause:
…über die Tatsache, dass gleich drei niederösterreichische Teams in der höchsten österreichischen Liga spielen: „Wir sind einfach ein Sportland, in dem vor allem der Breitensport, aber auch der Spitzensport Saison hat und in dem wir gut unterwegs sind. Ich glaube, einer der Gründe ist wahrscheinlich eine gute Infrastruktur und vor allem, dass wir den Sport richtig fördern.“

…über die Förderung der Infrastruktur: „Wir versuchen da gerecht vorzugehren und nach prioritären Reihungen vorzugehen: Wo braucht es etwas. Ich glaube, es ist wichtig, dass man Experten ran lässt und die dann genau sagen, was wichtig ist. Und dort fließt auch zuerst das Geld rein.“

…über Klosterneuburg: „Ich würde sagen, in Klosterneuburg haben wir sehr viel reingesteckt, generell ins ,Happyland“. Aber es passt. Das heißt, die Investition hat sich gelohnt.“

…auf die Frage, was sie mit Basketball verbinde: „Als Klosterneuburgerin bin ich natürlich ein Fan von unseren Dukes. Und mein Mann hat in seinen Jugendjahren auch unglaublich gerne und viel Basketball gespielt. Das heißt, mein Mann motiviert mich immer wieder mitzugehen und ich mache das unglaublich gerne. Auch die Mädels sind Fans – die Kleinen haben sogar gespielt. Es ist einfach ein unglaublich spannender Sport, kurzweilig und meine Kinder lieben es.“