KAPFENBERG,AUSTRIA,24.OCT.16 - BASKETBALL - ABL, Admiral Basketball League, bulls Kapfenberg vs Fuerstenfeld Panthers. Image shows the rejoicing of Fuerstenfeld. Photo: GEPA pictures/ Markus Oberlaender

Paul Radakovics: “Mit uns ist heuer zu rechnen”

via Sky Sport Austria
  • Michael Schrittwieser: “Wir müssen den Unterschied zwischen Intensität und Chaos finden”
  • Pit Stahl: “Wir haben noch sehr viel Potenzial”
  • Matthias Zollner: “Fürstenfeld hat mich regelrecht begeistert”

Die Kapfenberg Bulls verlieren mit 68:81 gegen die Fürstenfeld Panthers. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

 

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…über das Spiel: „Es hat heute einfach nicht sein sollen. Die Panthers haben alles getroffen, sie waren zu gut, ich gratuliere ihnen. Wir haben dann auch wieder blöde Entscheidungen getroffen, vor allem in der Offensive, das waren einfach zu wenige Punkte. Aber das braucht einfach noch Zeit, wir sind erst spät als Mannschaft zusammengekommen und das wird schon werden.“

 

(Trainer ):

…über seine Beschränkung auf die Arbeit als Trainer: „Man muss irgendwann einmal erkennen, wenn man vielleicht auch Teil davon ist, dass die Entwicklung nicht ganz so stimmt. Wir haben sehr viel gearbeitet, sehr viel investiert in den letzten Jahren, wir haben gemeinsam sehr viel aufgebaut und eine riesige Organisation geführt und ich habe auch die Folgen und Konsequenzen zu tragen gehabt. Jetzt bin ich wieder dort, wo mein Herz ist, wir haben gemeinsam beschlossen, dass unser Fokus im Basketball liegt und ich glaube das ich auch richtig so.“

…über die Legionäre: „Es ist dieses Jahr auf jeden Fall besser gelaufen als letztes Jahr, wir haben ja nicht so viele. Man sieht ja auch bei anderen Teams, dass es nicht immer so einfach ist und vor allem haben sich ja auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geändert, wir schwimmen auch in einem anderen Teich bei der Legionärsverpflichtung. Wir sind auf Nummer sicher gegangen, Vujosevic ist ein bekannter Spieler in der ABL, er hat noch Luft nach oben, aber wir sind sehr zufrieden mit ihm. Baptiste war für uns am Anfang nicht erschwinglich, dann hat er, Gott sei Dank für uns, kein anderes Angebot bekommen. Mit Jamaar sind wir sehr zufrieden, er ist auch ein junger Bursche.“

…über Marck Coffin: „Wir haben gewusst, dass er als Legionär gilt, was die Beschränkung betrifft, er gilt als Basketballösterreicher, was gewisse finanzielle Dinge betrifft. Aber für uns war das keine Frage, wir haben drei echte Legionäre und wollen diesen Weg gehen. Er entwickelt sich prächtig und wir hoffen, dass er bald auch für die österreichische Nationalmannschaft spielberechtigt ist. Er wäre definitiv in den kommenden Jahren mit seiner Athletik und seiner Cleverness eine wichtige Verstärkung.“

…über seine Mannschaft: „Wir haben eine Mannschaft, die bis auf Stegnjaic und Woschank 25 und darunter ist, das ist super zum Arbeiten. Man kann mit einer anderen Intensität arbeiten, man kann mehr verlangen. Wir trainieren wesentlich mehr, ich habe auch mehr Zeit, das ist wirklich eine schöne Situation.“

…über das Spiel: „Gratulation an Fürstenfeld, sie haben verdient gewonnen, eine hervorragende Wurfleistung geliefert und dann war es auch schwer. Auch für uns ist es schwer ein Spiel zu verlieren, wenn man 23 Würfe mehr hat als der Gegner, da gehört schon was zu.“

…über die Leistung der Mannschaft: „Für uns ist es jetzt wichtig den Unterschied zwischen Intensität und Chaos zu finden. Wir haben teilweise mit guter Intensität gespielt, wir haben 17 Ballverluste forciert, in diese Richtung wollen wir auch, wir sind jünger und haben schnellere Beine. Da passieren natürlich auch Fehler, aber es ist dann ins Chaos ausgeartet.“

…über die Offensivleistung: „Da merkt man natürlich die Erfahrung der Mannschaft, wir haben nur unsere Flucht im Dreipunktewurf gesucht, das ist zu wenig. Da leidet die Offensive, die sollte auf der Basis eines vernünftigen Innenspiels stehen, da haben wir heute nicht gut exekutiert.“

 

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…über den Sieg: „Ich glaube nicht, dass uns vor der Saison viele Leute zugetraut hätten, dass wir so dastehen. Für einen Statement-Sieg ist es noch zu früh in der Saison, aber wir haben bewiesen, dass wir da sind und mit uns heuer zu rechnen ist.“

…über die Offensivleistung: „Wir leben seit dem letzten Spiel schon vom Dreier, wir haben auch heute wieder über unsere Dreier gewonnen, das muss man ganz klar sagen. Ich hoffe das Glück bleibt uns hold.“

…über die Leistung der Bankspieler: „Wir haben talentierte Leute auf der Bank, das muss man nicht auf zwei Leute reduzieren. Wenn von der Bank auch noch Unterstützung kommt, dann sind wir ganz stark.“

 

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…über seine Leistung: „Der Trainer gibt mir seit dem ersten Training das Vertrauen, die Mannschaft gibt mir auch das Vertrauen. Der Ball ist irgendwie immer in meiner Hand gelandet, wenn es sein musste und er ist reingegangen. Ich habe keine Ahnung, warum es so gut funktioniert, aber man muss auch die anderen Spieler loben, das ist eine Teamleistung, das taugt mir.“

…über seinen Wurferfolg: „Mir fehlen ein bisschen die Worte, es freut mich, dass ich so spät in meiner Karriere mein Wurfhändchen wiederfinde. Ich bin stolz, dass ich hier in Fürstenfeld bin, sie haben mich sehr gut aufgenommen und es freut mich, dass der Ball in den Korb fällt.“

 

(Trainer ):

…über das Spiel: „Das ist ein Derby, das ist ein Spiel, das für beide Teams wichtig ist und die Jungs haben sich den Sieg verdient, auch wenn die Leistung für mich nicht über 40 Minuten ok war. Aber unter dem Strich war es ein verdienter Sieg. Es ist völlig klar, dass ein Spiel Ups and Downs hat, aber wenn man die Downs selber verursacht, dann ist es bedenklich und das hat dazu geführt, dass wir im zweiten Viertel den Faden verloren haben und das Spiel nicht so kontrolliert haben, wie es möglich gewesen wäre.“

…über die gute Dreierquote seiner Mannschaft: „Wir haben schon andere Möglichkeiten, nur ist es so: wenn Leute ihren Rhythmus finden und die Würfe machen, dann sollen sie die nehmen. Sie sollen nur, falls es mal nicht so läuft, Plan B exekutieren. Aber im Moment war es noch nicht nötig. Ich habe sicherlich einige Spieler, die werfen können und ich habe ihnen gesagt, dass sie auch dürfen. Ich möchte, dass wir freie Würfe nehmen und das hat dann viel mit Selbstbewusstsein zu tun, sie wissen, dass sie werfen dürfen und im Moment zahlen sie es ganz gut zurück.“

…über die Form seiner Mannschaft: „Wir haben noch sehr viel Potenzial, wir haben noch Luft nach oben, wie alle anderen Mannschaften auch. Wir haben uns beim ersten Spiel gegen Graz mit einem Punkt durchgeschummelt, da kam ein langer Kroate am Tag davor, der hat nicht einen Tag trainiert, da ist es klar, dass man keine Topleistung bringen kann, auch als Mannschaft nicht. Dieses Spiel hat uns den Kick gegeben und jetzt haben wir Selbstvertrauen. Wir werden auch Phasen haben in der Saison, in denen wir mal ein Spiel verlieren und auch da müssen wir einfach dran arbeiten uns weiterzuentwickeln. Und dann schauen wir, was dabei rauskommt.“

 

(Sky Experte):

…über Kapfenberg: „Sie müssen sich noch finden, es ist eine ganz andere Konstellation als in der vergangenen Saison, als die Last auf sehr viele erfahrene Schultern verteilt war. Wenn man es schafft aus den Teilen eine gute Mannschaft zu formen, die konstant auf hohem Niveau spielt, dann ist alles möglich. Die Liga ist sehr ausgeglichen, daher ist auch für Kapfenberg alles möglich.“

…über Fürstenfeld: „Es hat mich regelrecht begeistert, wie Fürstenfeld gespielt hat, das war eine sehr starke Leistung. Wenn sie das konservieren können und so weiterspielen, dann sind sie einer der Kandidaten, die ganz vorne hingehören. Wir reden alle über die Dreierquote, die ist sicher beeindruckend gewesen, aber man darf die Defensivleistung nicht vergessen. Sie verteidigen sehr gut, sie zwingen dem Gegner ihren Spielstil auf und das war viel entscheidender als die Dreierquote.“

…über die Leistung von Kapfenberg: „Sie brauchen noch Zeit und das hat man heute deutlich gesehen. Die Abstimmung stimmt noch nicht, sowohl offensiv als auch defensiv. Im Angriff fehlt noch die Feinabstimmung und man merkt auch, dass die Spieler es noch nicht gewohnt sind so aggressiv zu spielen, sie haben schwere Beine. Aber man muss Fürstenfeld auch loben, sie haben sehr gut verteidigt heute.“

…über Player of the Game Ochsenhofer: „Das war eine wahnsinnig tolle Leistung von ihm, aber nicht nur durch die Dreier. Man hat das ganze Spiel über gespürt, dass er der Leader in der Mannschaft ist, der die jungen Spieler wieder zur Ruhe mahnt, der Ruhe ins Spiel gebracht hat und das Tempo kontrolliert hat.“