PADERBORN, GERMANY - SEPTEMBER 28: Robert Lewandowski of Bayern Muenchen celebrates after scoring his team's third goal during the Bundesliga match between SC Paderborn 07 and FC Bayern Muenchen at Benteler Arena on September 28, 2019 in Paderborn, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Bayern neuer Spitzenreiter – Ärger über Chancenwucher

via Sky Sport Austria

Trotz des Sprungs an die Spitze der deutschen Fußball-Bundesliga hat der FC Bayern noch viel Luft nach oben. Da die Offensive schlampig agierte, mussten die Münchner am Samstag beim 3:2 in Paderborn am Ende noch zittern. In der Champions League soll es am Dienstag gegen Tottenham effektiver ablaufen. “Wir müssen, wollen und wir werden uns steigern”, versprach Sportchef Hasan Salihamidzic.

Durch den Sieg beim tapfer kämpfenden Aufsteiger und die Niederlage von RB Leipzig gegen Schalke fielen die vielen vergebenen Chancen am Ende nicht ins Gewicht. Doch Trainer Niko Kovac wollte vor dem Spiel in der “Königsklasse” bei den Spurs dennoch nicht einfach über die Schlampereien hinwegsehen.

Es sei nicht das erste Mal in dieser Saison gewesen, dass man trotz vieler Chancen nur mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit gehe, bemängelte der Kroate. “Und so bleibt ein Spiel dann eben offen. Deshalb mussten wir hier am Ende noch etwas bibbern.”

In Paderborn versuchte der Rekordmeister, bei dem David Alaba nach überstandener Muskelverletzung wieder auf der Bank saß, mit angezogener Handbremse die Pflichtaufgabe zu lösen, was fast nach hinten losgegangen wäre. Dass es schließlich doch zum Sieg reichte, lag aller Nachlässigkeiten zum Trotz an der großen Offensivpower der Bayern. Vor allem Neuzugang Coutinho verzückte die Zuschauer mit Kabinettstückchen. “Vieles sieht wie tanzen bei ihm aus”, sagte Kovac. “Ich weiß nicht, ob es besser geht, wie er den Ball behandelt, wie er sich bewegt, wie er agiert”, lobte Salihamidzic.

Die Führung durch Serge Gnabry bereitete der Brasilianer vor, das 2:0 erzielte er selbst. Und für den dritten Treffer zeichnete dann doch eben wieder Lewandowski verantwortlich. Wie aus dem Nichts war der bis dahin vollkommen wirkungslose Pole auf einmal zur Stelle und lupfte den Ball in Weltklasse-Manier über Paderborns Torwart Jannik Huth.

Es war bereits der zehnte Treffer des Stürmers in dieser Saison, womit er einen Rekord aufstellte. In der Bundesliga-Historie war noch kein Profi nach sechs Runden erfolgreicher. Allerdings ließ Lewandowski auch eine Topchance aus, als er den Ball zehn Meter vor dem leeren Tor vorbeischoss.

(APA)

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