MARIA ENZERSDORF,AUSTRIA,09.JAN.17 - SOCCER - tipico Bundesliga, FC Admira Wacker Moedling, training start. Image shows Christoph Mondschein and Maximilian Sax (Admira). Photo: GEPA pictures/ Mario Kneisl

Bei Admira wird jetzt “viel mehr und intensiver trainiert”

via Sky Sport Austria

Wien/Maria Enzersdorf (APA) – Bei Fußball-Bundesligist Admira Wacker Mödling hat sich seit dem Trainerwechsel Anfang Jänner einiges geändert. Das bekamen auch die Kicker um Kapitän Daniel Toth in der Vorbereitung zu spüren. “Es wird viel mehr, viel länger und viel intensiver trainiert, für die Mannschaft ist das eine riesengroße Umstellung”, sagte Admiras Sportdirektor Ernst Baumeister im APA-Gespräch.

Er hofft, dass die Spieler das neue Training so schnell wie möglich verkraften. “Eine super Stimmung ist jedenfalls trotzdem drinnen”, betonte Baumeister. Damir Buric ist mittlerweile einen Monat im Amt. “Ich glaube, dass wir einen ganz guten Griff gemacht haben. Er ist von seiner Art sehr positiv, menschlich in Ordnung und von der Fußball-Philosophie passt er sehr gut zu uns”, sagte Baumeister über den 52-jährigen Kroaten, der “wieder Stabilität und neuen Schwung” reinbringen soll.

Die Trennung von Ex-Coach OIiver Lederer kam aus seiner Sicht nur für die Öffentlichkeit unerwartet. “Intern war es gar keine Überraschung. Es hat schon während der Saison zwei, drei Mal Gespräche gegeben”, erklärte Baumeister. Lederer war seit Sommer 2013 im Trainerstab von Admiras Profiteam, seit dieser Saison durfte er auch offiziell als Chefcoach fungieren. “Die Chemie zwischen ihm und der Mannschaft war nicht mehr so gegeben, wie man sich das vorstellt. Deshalb haben wir einen neuen Weg gehen müssen”, rechtfertigte Baumeister die Entscheidung.

Neu ist bei der Admira auch abseits des Platzes einiges. Mit Flyeralarm-Österreich-Geschäftsführer Gerhard Bügler als Aufsichtsratsvorsitzendem und Amir Shapourzadeh als Manager übernahmen neue Personen tragende Rollen. “Man merkt jetzt, dass Stabilität in den Verein reinkommt, eine Struktur, die es jahrelang nicht gegeben hat. Es ist etwas im Entstehen”, sagte Baumeister.

Hauptsponsor Flyeralarm lässt ab sofort mehr Geld als bisher springen, hat daher auch das größte Mitspracherecht. “Das ist glaube ich sehr gut für den ganzen Verein”, sagte Baumeister. Dadurch sollen die Geldprobleme der vergangenen Jahre der Vergangenheit angehören. “Es war schon unbedingt notwendig, denn ich weiß nicht, wie lange es ohne der jetzigen Konstellation mit der Admira noch weitergegangen wäre”, sprach der Ex-Austrianer Klartext.

Mit dem 34-jährigen Deutsch-Iraner Shapourzadeh arbeitet er mit einem deutlich jüngeren Ex-Kicker zusammen. “Irgendwann muss jeder einmal anfangen. Die Kombination passt sehr gut – ich mit meiner Erfahrung, er mit seiner Power, seinem Schwung und seinen frischen Ideen”, schilderte der 60-Jährige.

Kontakt habe man jeden Tag. “Es gibt auch im Hintergrund viel zu arbeiten. Seit er da ist, sehe ich ihn schon mehr als meine Frau”, witzelte der Sportchef. Shapourzadeh sei nicht sein Vorgesetzter, sondern habe mit ihm grundsätzlich das Sagen im Club. “Uns sind alle Entscheidungen überlassen, wenn es ums Geld geht, spricht aber natürlich Gerhard Bügler mit”, sagte der Wiener.

Flyeralarm ist auch Hauptsponsor des deutschen Zweitligisten Würzburger Kickers, eine offizielle Kooperation mit dem Arbeitgeber von Ex-Admira-Goalie Jörg Siebenhandl gibt es aber nicht. “Wir haben Gespräche miteinander und es ergibt sich automatisch, dass man ein bisschen zusammenarbeitet, aber es gibt keine Vereinbarungen oder Abmachungen mit dem Club”, erläuterte Baumeister. Trotzdem werde der Weg für seine Spieler nach Deutschland dadurch sicher etwas leichter.

Ziel der Admiraner im Frühjahr bleibt ein Platz zwischen fünf und acht. Nach 20 Spielen sind sie mit 23 Punkten Sechster. “Sportlich sind wir dort, wo wir es uns vorstellen. Wir könnten aber auch damit leben, wenn nur einer hinter uns ist. Wichtig ist, nicht abzusteigen”, gab Baumeister Einblick. In Zukunft will man sich damit nicht zufriedengeben. “Nach der Ligareform wollen wir eine Mannschaft haben, die immer unter den ersten sechs ist. Dann ist der Weg auch nicht mehr weit zu einem internationalen Platz, der nicht nur alle zehn Jahre erreicht werden soll”, blickte der 60-Jährige voraus.

Sein Vertrag bei der Admira läuft bis 2018. Sorgen, selbst in die Schusslinie der neuen Clubführung zu geraten, hat er momentan nicht. “Ich bin aber schon lange dabei und weiß, dass im Fußball immer alles passieren kann. Wenn es sportlich nicht läuft, kann es sein, dass auch ich schuld bin”, ist sich Baumeister bewusst. Erster Prüfstein 2017 ist am Samstag (16.00 Uhr) in der BSFZ Arena Leader Altach.

Beitragsbild: GEPA