Dietmar Kühbauer: „Ich werde mir die Entwicklung jetzt nicht schlechtreden lassen“

via Sky Sport Austria
  • Richard Strebinger über den Schiedsrichter: „Sie haben halt auf alles eine Antwort“
  • Alexander Schmidt: „Wir waren heute resolut und haben alles angenommen, was gekommen ist”
  • Husein Balic über den Treffer: „Ich glaube, es war schon ein bisschen Glück dabei“
  • Walter Kogler: „Rapid ist in der Lage viel Druck auszuüben, aber vorne drinnen fehlt einer, der daraus Kapital schlägt“

SK Rapid Wien verliert gegen spusu SKN St. Pölten mit 0:1. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

(Trainer ):
…über das Spiel: „Das Spiel hat gut begonnen für uns. Ich glaube, dass wir schon gezeigt haben, dass wir nach vorne spielen wollen. Zweikämpfe gehören zum Spiel dazu und ich glaube, dass das in der Offensive bei uns nicht der Fall war. Und Offensive gewinnt die Spiele, Defensive kann das stabilisieren. Aber ich glaube, dass die Balance heute definitiv nicht gestimmt hat.“

…über den strittigen Gegentreffer: „Ich will mich da gar nicht mehr äußern dazu. Es ist mittlerweile für‘n sogenannten Hugo, wenn ich da jetzt noch was sagen würde. Er hätte ihn auch so nicht gehalten, aber trotzdem stehen zwei vor ihm. Aber hier ist es egal, hier wird für uns nichts gepfiffen bei Spielsituationen, die vielleicht entscheidend sein können. Deswegen nehme ich es mittlerweile hin.“

…auf die Frage, ob Rapids Entwicklung vielleicht doch noch nicht so weit sei: „Ich werde mir die Entwicklung jetzt nicht schlechtreden lassen. Dass das heute natürlich ein harter Dämpfer war und wir uns den selbst zuschreiben müssen, darüber brauchen wir nicht reden. Weil so gut darf St. Pölten nicht verteidigen, dass wir nicht zu einem Tor kommen. Aber ich glaube, dass wir trotzdem auf einem guten Weg sind, nur muss man halt einfach anderes auftreten hier.“

…vor dem Spiel in einem eingespielten Videobeitrag warum er nicht oft lachend gesehen wird: „Weil ich mich freue, wenn ich in der Kabine bin – und das reicht mir. Mir ist wichtig, dass meine Mannschaft zu mir steht, dass ich mit der Mannschaft einen guten Austausch habe. Ich mag meine Mannschaft extrem gerne und es ist nicht wichtig, ob ich jetzt lache. Wichtig ist, wie ich mit meiner Mannschaft agiere und wie ich mit meiner Familie agiere. Und da ist das von meiner Seite aus sehr, sehr, sehr toll.“

…in einem eingespielten Videobeitrag über Unterschiede bei Rapid im Vergleich zu anderen Klubs: „Es ist halt sehr viel Spektakel und sehr viel Interpretation. Und mit dem musst du mal klarkommen. Das habe ich vorher bei den anderen Klubs in der Form nicht gekannt.“

…in einem eingespielten Videobeitrag über den SKN St. Pölten: „Natürlich habe ich auch den Spielern in St. Pölten gesagt, ich kann es ihnen verdanken, dass ich dann Trainer hier (bei Rapid, Anm.) geworden bin. Also der Mannschaft verdanke ich wirklich sehr viel.“

():
…über das Spiel: „Wir haben gut begonnen, haben den Ball gut zirkulieren lassen, konnten dann aber Mitte der ersten Halbzeit den letzten Druck vorne in den Sechzehner nicht mehr erzeugen, damit wir wirklich zu zwingenden Sachen kommen. Wir haben über 90 Minuten wenig zugelassen, aber auch wenig aufs Tor produziert.“

…über das strittige Gegentor: „Ich weiß, dass einer vor mir gestanden ist und dann gehe ich zum Schiedsrichter hin und ja, sie haben halt auf alles eine Antwort, das muss man ehrlich sagen. Er hat es zwar respektvoll gesagt, aber natürlich sagt er, der Spieler war zu weit weg von mir. Das müssen sie sehen. Ich schaue auf den Ball, im ersten Moment habe ich nicht gesehen, ob ein St. Pölten- oder Rapid-Spieler vor mir gestanden ist. (…) Der Schiedsrichter hat gemeint, dass der Stürmer einige Meter von mir weg war. Aber wenn das einige Meter weg sind, dann ist das halt seine Sicht. Ich denke, in der Schule haben wir alle gelernt, wie weit ein Meter ist.“

…über Rapids Entwicklung: „Ich denke, das war heute wirklich das erste Spiel, bei dem wir nicht viel Druck nach vorne erzeugen konnten. Das müssen wir im nächsten Spiel wieder besser machen.“

(Geschäftsführer Sport ) vor dem Spiel:
…über das vorwöchige Spiel gegen Salzburg: „Es ist so, dass wir uns in einer Umbau-, ein einer Umbruchs- und in einer Aufbauphase befinden. Und da tun solche Spiele (wie gegen Salzburg, Anm.) gut. Und wenn man dann sieht, dass wir den Salzburgern im Vergleich zum ersten und zum dritten Spiel immer näher gekommen sind, dann stimmt mich das natürlich zuversichtlich für die Zukunft.“

…auf die Frage, wie gut Rapids sportliche Entwicklung tatsächlich zu beurteilen sei: „Wir müssen mal sehen, wo wir letzte Saison waren. Und wir haben gesagt, dass wir uns verbessern wollen, was die tabellarische Situation betrifft und uns Schritt für Schritt vorne herantasten. Dass das nicht von heute auf morgen passieren kann, glaube ich, wissen wir alle. Ich glaube, dass eine gewisse Entwicklung deutlich erkennbar ist, was unsere Leistungen betrifft und auch die Steigerung diesbezüglich. Und deswegen ist es für mich auch nur eine Frage der Zeit, bis sich die dementsprechenden Ergebnisse dann einstellen werden.“

…darüber, ob die Erwartungshaltung bei Heimspielen die Mannschaft vielleicht hemmt: „Vielleicht fehlte das eine oder andere Mal die Lockerheit. (…) Es ist schon so, dass wir unsere Heimbilanz aufbessern wollen, dass wir wieder unsere Heimstärke zurückgewinnen wollen. Das ist natürlich ein erklärtes Ziel. (…) Diese Lockerheit muss man sich schon erarbeiten, die bekommt man nicht geschenkt. Das ist etwas, was man sich in kleinen Schritten erspielen und erarbeiten muss. Es kann förderlich sein, vor so einer Kulisse zu spielen, auf der anderen Seite kann es auch hemmend sein.“

…auf die Frage, was er von der Initiative einiger Rapid-Legenden bezüglich der Präsidentenwahl halte: „Das kann und will ich nicht beurteilen oder bewerten. Es ist so, dass jeder von uns seinen Job ausüben muss. Glauben Sie mir, wir haben eh genug zu tun und ich bin weit davon entfernt, mich in diese Belange einzumischen. Denn jeder von uns muss seinen Job so gut wie möglich ausüben.“

(Trainer ):
…über das Spiel: „Ich finde, dass wir ein sehr gutes Zweikampfverhalten hatten, was wir in den ersten Runden nicht so gezeigt haben. Heute hat sich jeder richtig reingebissen, jeder war hungrig und alle haben gearbeitet und gekämpft. Das war einfach der Unterschied und dass wir auch diese Leichtsinnsfehler mal weggelassen haben.“

…über die verbesserte Defensivleistung: „Wir waren heute resolut und haben alles angenommen, was gekommen ist. Man hat einfach gemerkt, die Mannschaft ist hungrig und dafür sind wir belohnt worden.“

():
…über das Spiel und seinen Treffer: „Es ist natürlich extrem super. Gerade jetzt in unserer Situation, in unserer Phase. Das ist ein ganz wichtiger Sieg. Ich denke, jeder Spieler hat heute bis aufs Letzte gekämpft. Die Mannschaftsleistung war extrem gut, wir haben es Rapid ziemlich schwer gemacht.“

…über seinen Treffer und ein mögliches Abseits: „Rene steht vor ihm. Ich weiß nicht, ob er zum Ball geht. Aber ich glaube, es war schon ein bisschen ein Glück dabei.“

…über einen möglichen Transfer: „Ich bin hier bis Sommer 2020. So wird es auch bleiben.“

(Sky Experte):
…über das Spiel von Rapid: „Man hat sich beim Chancen herausspielen schwer getan und man hat niemanden im Strafraum, der eine ähnliche Gefahr wie Haaland bei Salzburg oder Weissman beim WAC ist. Rapid hat, wenn eine Mannschaft tief steht und giftig ist, keine Kreativität, um da durchzukommen.“

(Sky Experte):
…über das Spiel: „Rapid hat heute einen sehr, sehr hohen Aufwand betrieben, um in diesem Spiel dominant zu sein. Aber nach vorne hin – im Sechzehner oder drumherum – hat Rapid der ein oder andere Spieler gefehlt, der in der Lage ist, alleine eine Chance zu kreieren und abzuschließen. Rapid ist in der Mannschaft geschlossen in der Lage viel Druck auszuüben, aber vorne drinnen im finalisieren, da fehlt der ein oder andere Spieler, der daraus Kapital schlägt.“

…über den Treffer: „Das darf nicht zählen, abseits. Auch wenn er den Schuss, wenn kein Spieler dort gewesen wäre, nicht gehalten hätte.“

…in der Halbzeitpause über die drei strittigen Szenen im Strafraum: „Der Schiedsrichter ist dreimal falsch gelegen und relativ klar falsch. Für mich war keine Situation dabei, bei der man jetzt wirklich sagen kann: Das ist ganz knapp. Also für mich ganz klar dreimal Elfmeter zu pfeifen.“