Dietmar Kühbauer: „Mattersburg wollte uns eigentlich nur das Haxl stellen.“

via Sky Sport Austria
  • Klaus Schmidt: „Jetzt muss der große Fußball-Herrgott herunterschauen, wenn wir noch da vorne in dem Konzert mitspielen wollen.“
  • Fredy Bickel: „Wie wir es vorher nicht in der Hand hatten, haben wir es auch jetzt nicht in der Hand.“
  • Walter Kogler: „Natürlich hat der Platz das Seine dazu beigetragen.“

SV Mattersburg gewinnt gegen SK Rapid Wien mit 2:1. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

2:1 (1:1)

Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

(Trainer ):

…über das Spiel: „Ich würde es nicht so sehen, dass wir desorganisiert waren. Ich glaube, dass wir, vor allem zu Beginn des Spiels, besser ins Spiel gekommen sind und Rapid ein wenig überrascht haben, würde ich einmal sagen. Wir waren, so habe ich es gesehen, sehr gut organisiert und haben gegen den Ball hervorragend gespielt, aber dass am Ende dann in der Offensive ein Innenverteidiger aus diesem kollektiven Chaos oder System ausbricht, macht es umso schöner. Das spricht natürlich auch von einem gewissen Selbstvertrauen, wenn der Thorsten Mahrer anschiebt und noch versucht das Tor zu machen. Rapid war trotzdem ein starker Gegner. Sie haben uns nach dem Tor Schmerzen bereitet und waren sicher auch fähig dann ein Tor zu machen. Wir waren aber immer scharf und bereit irgendwo einmal nachzulegen. Im Endeffekt bin ich froh, dass wir die Partie heimgespielt haben.“

…über die Möglichkeiten auf die Meistergruppe: „Mir kommen die Tränen, wenn ich an die Herbstpartien denke, wo wir da in Minute achtzig einen Elfmeter verschossen haben und in Minute vierundneunzig in Salzburg ein Tor bekommen haben. Diese ein, zwei, drei Körner tun uns sehr weh. Jetzt muss der große Fußball-Herrgott herunterschauen, wenn wir noch da vorne in dem Konzert mitspielen wollen. Es wird um jedes Korn gehen. Deswegen bin ich froh, dass wir heute einen Dreier gemacht haben.“

…vor dem Spiel darüber, was er sich heute erwartet: „Wir wollen heute ein Fußballfest haben. Ich hoffe, dass es auch zu dem kommt. Das ist es. Wir wollen natürlich heute das Spiel gewinnen um vielleicht, sage ich einmal, noch einmal vor der letzten Runde rechnerisch irgendwo dabei zu sein.“

(Trainer ):

…über das Spiel und die Chancen auf die Meistergruppe: „Wir sind hierhergefahren um zu gewinnen. Es war einfach, dass das Spiel schon ein bisschen blöd angefangen hat, mit einem Schuss der wahrscheinlich aufgrund des Platzes in Ödenburg aufschlagt. Dann sind wir zurückgekommen, haben erste Hälfte ein gutes Spiel gemacht und dann zum Glück den Ausgleichstreffer erzielt. Ich glaube, dass wir heute nicht die Kompaktheit hatten und Mattersburg hat mit allen Mitteln, die sie hatten, verteidigt. Ich glaube schon, dass wir in einer weitaus besseren Situation als Mattersburg waren. Mattersburg wollte uns eigentlich nur das Haxl stellen. Das ist ihnen gelungen. Ich glaube es war sehr schwierig auf dem Platz hier zu spielen, das soll jetzt keine Ausrede sein. Wir waren nicht so aggressiv wie wir sein müssen. Es ist jetzt sehr schwierig, aber trotzdem werden wir nicht aufgeben.“

…vor dem Spiel darüber, dass Spiele bei Mattersburg für ihn immer besonders sind: „Ich kann ja meine Herkunft nicht verleugnen. Also ich bin ja gerne Mattersburger, aber das ändert nichts daran, dass ich bei Rapid Trainer bin und das ist dieselbe Aufgabe wie damals als ich mit dem WAC da war, mit St. Pölten oder der Admira. Wir wollen dieses Spiel gewinnen.“

…vor dem Spiel darüber, warum Deni Alar nicht im Kader ist: „Er hat Achillessehnenprobleme, das ist der Grund.“

(Geschäftsführer Sport ):

…über das Spiel: „Ich denke wir haben in den letzten zweieinhalb Monaten sehr vieles richtig gemacht. Heute haben wir vieles nicht so richtig gemacht, beziehungsweise hat der Gegner vieles besser gemacht, angefangen bei der Rasenpflege, bei den Spielunterbrechungen, dem Rhythmusrausnehmen oder dem Zeitschinden von der ersten Sekunde an. Das ist kein Vorwurf, im Gegenteil. Sie haben das clever gespielt. Ich sage wir haben im Gegensatz zum Gegner heute einige Dinge weniger gut gemacht als sie.“

…über die Möglichkeiten auf die Meistergruppe: „Wir haben nach jedem Spiel gesagt, dass nichts erreicht ist, auch wenn die Resultate gestimmt haben. Wir haben es nicht in der eigenen Hand. Das war immer so und ist jetzt nicht anders. Wir haben immer gesagt, dass wir alles machen um das Wunder noch schaffen zu können, wir wollten die vier Siege. Das wird sich nicht ausgehen. Wie wir es vorher nicht in der Hand hatten, haben wir es auch jetzt nicht in der Hand. Wir spielen unser letztes Spiel, geben da noch einmal alles und schauen wie es dann aussieht.“

…darüber, dass Rapid nächstes Wochenende Schützenhilfe von der Austria benötigt: „Ich denke das war ja immer das Problem, dass du dich auf andere verlassen musst. Du musst es selbst in der Hand haben, das hatten wir nie. Das haben wir durch die Resultate im letzten Jahr kaputtgemacht. Das ist so. Auch jetzt werde ich mich nie auf andere verlassen. Du musst es immer selbst regeln können. Das können wir nicht und konnten wir das ganze Jahr noch nicht.“

(Sky Experte):

…über den Rasen und das Spiel: „Es ist natürlich für jene Mannschaft, die mehr fürs Spiel machen muss, von Nachteil. Aber, das haben wir jetzt auch von Dietmar Kühbauer gehört, Rapid war heute in der Arbeit gegen den Ball nicht so gut wie zuletzt. Beim 0:1 zum Beispiel auch, da hatte Gruber viel zu viel Platz, ist mit dem Ball zwanzig, dreißig Meter gelaufen und konnte dann schießen. Natürlich hat der Platz das Seine dazu beigetragen. Es hätte genauso auch für Rapid ausgehen können. Es war einfach ein offenes Spiel. Jede Mannschaft hatte ihre Möglichkeiten.“

…darüber, dass Rapid in der nächsten Runde Schützenhilfe von der Austria und eventuell von der Admira brauchen wird: „Das ist das große Problem. Also die Austria ist quasi qualifiziert für die Meistergruppe und spielt in Graz. Es wird schwer, dass die Austria auch Schützenhilfe leisten können wird und im zweiten Spiel spielt der WAC zuhause gegen die Admira. Dem WAC reicht ein Punkt. Also die Chancen sind durch diese Niederlage sehr klein geworden.“

…über Schobesbergers Treffer zum 1:1: „Ausgangslage war, dass Kuster Jano eigentlich überhaupt nicht anspielen darf. Er wird schon attackiert, zugestellt und er spielt auf einem schlechten, holprigen Platz den Ball raus. Da darf man sich nicht wundern, wenn man sich dann ein billiges Gegentor einfängt.“

…vor dem Spiel über die rechnerischen Möglichkeiten von Mattersburg: „Die haben am wenigsten Grund jetzt schon zu rechnen. Die müssen wirklich noch einmal schauen, ob sie heute überhaupt die Möglichkeit haben da in die Nähe zu kommen, dass sie da noch einmal rechnen dürfen.“

(Sky Experte):

…über das Spiel: „Das was ich von Rapid erwartet habe, dass man von der ersten Sekunde an mit Tempo, Feuer und offensivem Spiel versucht Mattersburg an die Wand zu spielen, von dem war weit und breit wenig zu sehen. Da könnte es natürlich der Umstand sein, dass der Platz für so ein Spiel nicht geeignet ist. Man kann natürlich offensiv hin und wieder einmal nicht diese Leistung bringen, aber defensiv war es heute der Knackpunkt. Da waren wieder Sachen dabei, die nicht passieren dürfen. Deshalb glaube ich, dass die Niederlage eben aus dem Umstand verschuldet wurde, dass die Defensive heute versagt hat.“

…über Grubers Tor zum 1:0 unter Mithilfe des Rasens: „Würde er den Ball, wenn er rollt, so spielen können, dann wäre er beim Zirkus angestellt. Das ist faktisch physikalisch nicht möglich, aber weil er eben aufspringt, kann er mit der Innenseite einen Bogenschuss machen. Dieses Tor gehört auch zu fünfzig Prozent dem Platz.“

…vor dem Spiel über die Brisanz dieser Partie: „Es steckt enorm viel Brisanz drinnen. Zum einen wegen der sportlichen Ausgangssituation, dass es beide Mannschaften noch schaffen können. Das ist einmal die eine Seite der Medaille. Die zweite Seite der Medaille ist die persönliche Ebene. Die persönliche Ebene ad personam von Dietmar Kühbauer, weil er eben ein Mattersburger ist, lange dort gespielt hat und als Trainer bei der Admira Mattersburg in den Keller gestoßen hat. Jetzt ist er Trainer bei Rapid und da könnte es umgekehrt sein. Es hat also auf mehreren Ebenen eine Brisanz.“