Nestor El Maestro: „Wenn ich zehn Prozent davon erzähle, was ich denke und fühle, dann habt ihr Schreibstoff für die nächsten zwei Wochen“

via Sky Sport Austria
  • Alex Pastoor: „Wir haben einfach gut gespielt und Sturm Graz hat nur auf uns gewartet“
  • Sidney Sam: „Es macht einfach Spaß hier mit der Mannschaft“
  • Christian Gebauer: „Das tut einfach der Seele gut“
  • Jakob Jantscher: „Zweite Halbzeit war dann katastrophal“
  • Anton Pfeffer über El Maestro: „Es ist für ihn sehr gescheit, wenn er seinen Gefühlen nicht freien Lauf lässt“

SK Puntigamer Sturm Graz verliert gegen CASHPOINT SCR Altach mit 1:2. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

1:2 (1:0)

Schiedsrichter: Oliver Drachta

(Trainer ):
…über das Spiel: „Wir sind in Führung gegangen, das ist aber das Einzige, das nach Plan gelaufen ist. Wir wirkten von vorne weg platt und müde, die Intensität hat total gefehlt. Es gibt eben solche Spiele, in denen die Mannschaft nicht so wirkt, wie ich das gerne hätte. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das mit totaler Seriosität und Souveränität machen und dann doch ein Ergebnis erzielen. Das ist uns aber nicht gelungen. Der Ausgleich war mit Ansage, die Niederlage dann vielleicht ein bisschen zu viel. (…) Ich habe mir vorgenommen, mich heute ein bisschen zurückzuhalten. Wenn ich zehn Prozent davon erzähle, was ich denke und fühle, dann habt ihr Schreibstoff für die nächsten zwei Wochen und das gönne ich euch nicht.“

…auf die Aussage des Reporters, dass er noch nicht oft nach einer 1:0-Führung verloren habe: „Ich war auch nicht oft Trainer von Sturm Graz.“

…angesprochen darauf, dass ihm dies mit Sofia gegen Kopenhagen einmal passierte: „Es ist für mich sehr selten und wir haben heute nicht gegen Kopenhagen gespielt. Ich muss mich zurückhalten, es ist extrem bitter und extrem enttäuschend. So doof bin ich nicht, ich halte mich einfach zurück. Zu diesem Interview bin ich vertraglich verpflichtet und das mache ich auch.“

…vor dem Spiel über ein mögliches Verleihen von Michael John Lema: „Ich setze auf den Spieler. Es ist eine Vereinsentscheidung. Für einen jungen und sehr talentierten Spieler, wie Michael, ist es wichtig regelmäßig zu spielen. Bei uns ist das zurzeit aufgrund des großen Konkurrenzkampfes nicht der Fall. Wir haben auch andere auf den Flügelpositionen, die zurzeit Woche für Woche Zählbares liefern. Da ist die Idee, Michael zu verleihen, keine verkehrte. Soweit ich weiß, ist da aber noch nichts entschieden.“

…vor dem Spiel über Bekim Balajs Satz, dass er generell zuschlägt, wenn es Angebote gibt: „Das finde ich in Ordnung. Aber ich denke da ein bisschen anders. Ich persönlich bin sehr gerne hier, genauso wie Bekim. Mein Plan ist lange zu bleiben, ein Spieler hat da weniger Zeit. Ich kann ja mit 70 noch meinen Job ausüben, bei einem Spieler ist das schwer.“

():
…über das Spiel: „Ich glaube, dass die ersten 20 bis 25 Minuten sehr ansehnlich waren von uns. Und dann am Ende der ersten Halbzeit waren wir nimmer griffig, wir haben dann sehr viel einfache Fehler gemacht. Und zweite Halbzeit war dann katastrophal.“

…über die zweite Halbzeit: „Wir wollten ganz anders rauskommen, aber sind dann noch lethargischer rausgekommen. Keine Ahnung. Wie gesagt, wir waren dann nimmer so griffig in den Zweikämpfen. Ich weiß es nicht, es ist schwer zu erklären.“

() in einem Videobeitrag vor dem Spiel:
…über seine vielen Vereinswechsel bisher: „Ich habe mich an die Transfers gewöhnt. Es ist mittlerweile sogar eine Stärke, dass ich mich überall sehr schnell anpassen kann. Ich sehe es mittlerweile so: Ich bin stets bereit für eine neue Herausforderung. Wenn es ein Angebot gibt, dann schlage ich zu – warum nicht?“

…darüber, dass er bisher möglicherweise ein bisschen im Schatten von Kiril Despodov stand: „Jeder von uns ist wichtig für die Mannschaft, jeder will sein Bestes geben. Aber es ist natürlich auch so: Jeder will selbst Tore schießen. Ich bin Stürmer, ich will Tore machen – am liebsten in jedem Spiel. Letztlich geht es darum, was ich zu unserem Erfolg beitragen kann.“

(Trainer ):
…über das Spiel: „Eigentlich haben wir gut angefangen die ersten drei Minuten. Und auch danach. Wir haben einfach gut gespielt und Sturm Graz hat nur auf uns gewartet. Wir haben das Spiel dominiert und dann sitzt man auf der Bank und denkt, was soll man machen. Wenn wir so gut spielen, können wir nicht sagen: Gib den Ball an Sturm Graz und man selbst wartet ab.“

…vor dem Spiel über sein Verhältnis zu Mergim Berisha: „Es ist immer eine Balance, die man finden muss: Wie spricht man Spieler an. Ein Spieler muss genau wissen, was von ihm erwartet wird. Und meine Ansprache ist, dass ich das tatsächlich geradeaus sage. (…) Man muss nicht immer auf das Gesicht schauen. Mergim und ich sind Personen, die nicht immer ständig lachen. Unsere Beziehung ist gut und einfach gerade. Er sage, was ich erwarte und er soll das bringen.“

():
…über das Spiel: „Ich freue mich einfach, dass ich jetzt wieder Fußball spielen kann. Es macht einfach Spaß hier mit der Mannschaft. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir heute hier gewinnen wollen. Wir haben uns gegenseitig gepusht und wir haben einfach auch super Fußball gespielt. Wir haben den Ball laufen gelassen und waren die bessere Mannschaft. Es war ein enges Spiel. Ich denke, wir haben uns den Sieg verdient.“

():
…über das Spiel: „Es ist ein schönes Gefühl jetzt einfach mal wieder einen Auswärtssieg einzufahren. Das tut einfach der Seele gut. Der Mannschaft ist es heute relativ egal, dass wir hier Geschichte geschrieben haben. Es geht einfach um die drei Punkte und das haben wir uns heute mehr als verdient.“

(Sportdirektor ):
…über das Spiel: „Man hat auch in der ersten Halbzeit gesehen, wir waren sehr aktiv. Wir haben guten Fußball gespielt. Wir haben einen Fehler gemacht, der wurde leider wieder bestraft. Aber die Reaktion der Jungs finde ich klasse. Und es gefällt mir und macht mich richtig stolz, wenn ich sehe, wie sie bis hinten raus zur 95. Minute gearbeitet, gekämpft und auch Fußball gespielt haben. Wenn man sich dann belohnt, ist das natürlich für einen Fußballer das Allergrößte.“

(Sky Experte):
…über Nestor El Maestro: „Es ist für ihn sehr gescheit, wenn er seinen Gefühlen nicht freien Lauf lässt. Weil sonst hätte er heute wahrscheinlich ähnlich wie in Mattersburg agiert. Und das braucht er nicht.“

…über Sturm Graz: „Wenn du zuhause gegen einen Gegner spielst, der gegen den Abstieg spielt, dann musst du als Sturm den Anspruch haben zu gewinnen. Die zweite Halbzeit war schlecht.“

…vor dem Spiel über Alex Pastoor und Mergim Berisha: „Der Trainer hat sich Berisha hergerichtet – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat ihm jetzt mal so richtig die Leviten gelesen. Auch wenn er zwei Tore schießt, da ist noch immer nicht alles eitel Wonne. Und das sind genau die Feinheiten, die einen Trainer ausmachen. Einen Spieler soweit zu kitzeln, dass er wirklich jetzt so stinkwütig ist auf den Trainer und es ihm beweisen möchte. Und das hat er da gemacht gegen den WAC. (…) Da hat er wirklich alles richtig gemacht und Berisha hat es mit seiner Aktion auch positiv zurückgegeben.”