VIENNA,AUSTRIA,18.AUG.16 - SOCCER - UEFA Europa League, Play-off qualification, FK Austria Wien vs BK Rosenborg Trondheim. Image shows an overview of the Ernst Happel Stadium. Photo: GEPA pictures/ Patrick Leuk

ÖFB erwartet bei Stadion-Causa “ergebnisoffene Diskussion”

via Sky Sport Austria
Wien (APA) – Österreichs Fußball-Bund hat einen Neubau des in die Jahre gekommenen Ernst-Happel-Stadions trotz einer Sinnfrage aus der Wiener Stadtregierung nicht abgeschrieben. Nachdem Sport- und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in einem Zeitungsinterview von einer “Weiterentwicklung des vorhandenen Stadions” sprach, will der ÖFB nun einmal ein noch ausstehendes Studienergebnis abwarten.

“Es gibt bisher keine Absage. Aktueller Stand ist, dass nach Vorliegen des Gutachtens eine ergebnisoffene Diskussion folgen wird”, hieß es vonseiten des Fußball-Bundes. ÖFB-Präsident Leo Windtner habe diesbezüglich am Donnerstag ein Telefonat mit Mailath-Pokorny geführt.

Wiens Stadtrat hatte im “Standard” zuvor ebenfalls auf das Ergebnis einer noch ausstehenden Machbarkeitsstudie verwiesen. “Wir müssen und wollen mit dem Happel-Stadion weitermachen. Es geht um eine Weiterentwicklung des vorhandenen Stadions”, wurde Mailath-Pokorny zitiert. Auf die Frage, ob ein Neubau der in die Jahre gekommenen Arena vom Tisch sei, erklärte er jedoch: “Es gibt ja ein Stadion, das ist denkmalgeschützt.”

Springender Punkt ist wenig überraschend die Kostenfrage. Sollte die Studie – die bis Sommer 2016 fertig sein sollte – ergeben, dass selbst ein Umbau zu teuer sei, könnte laut Mailath-Pokorny “theoretisch” alles wie gehabt bleiben. Ziel sei dennoch eine multifunktional nutzbare, “moderne Arena”.

Der ÖFB hofft, dass mit Unterstützung von Sportminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) noch heuer die Entscheidung zugunsten eines neuen Stadions in der Bundeshauptstadt fällt. Das unter Denkmalschutz stehende und 1931 eröffnete Happel-Stadion entspricht längst nicht mehr modernen Anforderungen. Ein Neubau würde aber bis zu 300 Millionen Euro kosten. Die Hauptlast müssten der Bund und die Stadt Wien tragen.

Beitragsbild: GEPA Pictures