MOENCHENGLADBACH, GERMANY - JANUARY 04: Dieter Hecking, the newly appointed head coach of Borussia Moenchengladbach looks on during a training session on January 4, 2017 in Moenchengladbach, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Hecking mit gutem Gefühl: Einige Maßnahmen greifen

via Sky Sport Austria

Marbella/Mönchengladbach (SID) Als die Mission in Marbella erfolgreich beendet war, stieg Dieter Hecking mit einem guten Gefühl in den Flieger Richtung Heimat. “Es ist vieles gut gelaufen in den Tagen in Marbella. Ich denke, ich bin jetzt gut informiert. Ich als Trainer und mein Team, wir müssen jetzt zusammenfinden. Da helfen natürlich Erfolgserlebnisse, bei denen alle sehen, dass einige Maßnahmen gleich greifen”, sagte Coach Hecking zum Abschluss des Trainingslagers seines neuen Klubs Borussia Mönchengladbach an der Costa del Sol.

Nach den Testspielerfolgen gegen den Zweitligisten Würzburger Kickers (2:0) und den belgischen Erstligisten SV Zulte-Waregem (2:1) bildete eine lockere Regenerationseinheit am Mittwoch den Schlusspunkt des sechstägigen Aufenthalts der Gladbacher in Spanien. Besonders der Erfolg gegen Zulte-Waregem nach einem 0:1-Rückstand lässt Hecking optimistisch in die Zukunft bei seinem neuen Arbeitgeber blicken: “Es ist schön, dass die Mannschaft sich belohnt hat, und wir das Spiel gedreht haben. Das sind dann so die kleinen Dinge, die man in der Vorbereitung gern mitnimmt.”

Hecking: “Wir können gut zusammenpassen”

Die Zeit in Marbella nutzte der 52-Jährige, um seine Spieler besser kennenzulernen. Neben zahlreichen Einzelgesprächen standen auch viele Übungen im taktischen Bereich auf dem Plan. “Es ist wichtig, die Sichtweise der Spieler kennenzulernen, zu wissen, was sie vielleicht bedrückt oder wo sie für sich selbst gute Ansätze sehen”, sagte Hecking. Mit Blick auf das Spiel am 21. Januar bei Schlusslicht Darmstadt 98 testete der Coach verschiedene Systeme. “Ich glaube, es ist gut, wenn wir ein zweites System spielen können. Dann kann man auch mal umstellen, wenn man eben sieht, dass man keinen richtigen Zugriff bekommt”, sagte Hecking, der als Nachfolger von André Schubert einen Vertrag bis 2019 beim fünfmaligen deutschen Meister unterschrieben hat.

Nach einer völlig verkorksten ersten Saisonhälfte hinken die Gladbacher mit nur 16 Punkten aus 16 Spielen ihren eigenen Ansprüchen auf Platz 14 hinterher – auch wenn die Borussia noch im DFB-Pokal (Achtelfinale) und der Europa League (Zwischenrunde) vertreten ist. Jetzt soll ers aufwärts gehen. “Ich bewerte die Tage hier trotz aller positiven Eindrücke nicht über, aber ich denke, dass der viel zitierte Trainereffekt spürbar ist. Alle Spieler ziehen sehr gut mit und wollen sich anbieten”, sagte Hecking.

Hecking: Transfers? “Glaube nicht, dass Gladbach tätig wird”

Personell hat Sportdirektor Max Eberl noch einmal nachgelegt. Abwehrspieler Timothee Kolodziejczak wechselte von Europa-League-Sieger FC Sevilla an den Niederrhein und gab gegen Zulte-Waregem sein Debüt. “Kolo hat schon viele gute Dinge auf den Platz gebracht, auch im Zusammenspiel mit Jannik Vestergaard in der Defensive. Aber er war auch wichtig für unseren Spielaufbau nach vorne”, sagte Hecking. Er hofft darauf, dass auch die in Marbella verletzt fehlenden Patrick Herrmann, Fabian Johnson und Ibrahima Traoré bald wieder zur Mannschaft stoßen: “Sie heizen den Konkurrenzkampf noch einmal an. Ich hoffe, sie sind schnell wieder dabei. Dann sind wir noch flexibler, was die Aufstellung angeht.”

Ihre Generalprobe für die zweite Saisonhälfte bestreiten die Gladbacher am Samstag in Düsseldorf beim Telekom Cup. Dort ist zunächst Liga-Konkurrent FSV Mainz 05 der Gegner.

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