Sky90: Calmund bestätigt: Beiersdorfer beim HSV entmachtet

via Sky Sport Austria

• Calmund sieht Bruchhagen als Nachfolger: „Er scheint interessiert“
• Alvaro Dominguez: „Habe keine Karriere und keine Gesundheit mehr“
• Eberl bietet Dominguez Hilfe an und stellt sich vor medizinische Abteilung

• Schalkes Heidel unglücklich: „Tut mir leid für die Mannschaft“


Unterföhring, 11. Dezember 2016 – In Sky90 – die KIA Fußballdebatte sprachen u.a. der frühere Bayer-Manager Reiner Calmund und Ex-Profi Markus Happe über das Geschehen am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

 

 

Reiner Calmund (früherer Manager Bayer Leverkusen) …

… zu einem möglichen Engagement von Heribert Bruchhagen beim Hamburger SV: „Ich kenne den Heribert seit vielen Jahren und habe mit ihm gesprochen. Er macht mir den Eindruck, dass er interessiert ist.“

… zur offensichtlichen Entmachtung von Dietmar Beiersdorfer beim Hamburger SV: „Vor der Sendung habe ich aus der obersten Reihe des HSV eine Information bekommen, dass Didi Beiersdorfer seines Posten enthoben ist. Man hätte ihm das mündlich bereits vor dem Darmstadt-Spiel und schriftlich vor dem Augsburg-Spiel mitgeteilt. Ich habe Didi dann angerufen, und er hat mir diesen Tatbestand bestätigt. Er hat also mitgeteilt bekommen, dass er als Vorstandsvorsitzender enthoben ist.“

… zu den Vorwürfen von Alvaro Dominguez gegen Borussia Mönchengladbach: „Ich kenne die handelnden Personen und würde sagen, dass Borussia Mönchengladbach alles für den Jungen machen wird. Natürlich geht es dabei jetzt auch ums Geld.“

 

 

Markus Happe  (Ex-Profi Bayer Leverkusen) …

… zur Situation beim Hamburger SV: „Man kann froh sein, dass der Verein endlich mal eine Entscheidung getroffen hat. Die Außendarstellung in den letzten Jahren war schlecht. Schlimmer geht’s nimmer.“

… zu den Vorwürfen von Alvaro Dominguez gegen Borussia Mönchengladbach: „Ich kann den Spieler verstehen, dass er es so darstellt. Der Verein kommt dort sehr schlecht weg. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Borussia Mönchengladbach seinen Spieler so im Regen stehen lässt und bin gespannt, was die Gegenseite sagt.“

… zu Bayer Leverkusen: „Die Lage ist äußerst angespannt. Man ist sehr euphorisch in die Saison gegangen. Die Mannschaft ist verunsichert und die Leichtigkeit fehlt. Die drei Punkte gegen Schalke waren enorm wichtig, um den Anschluss nicht zu verlieren. Obwohl der Sieg nicht verdient war.“

 

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach) …

… zu den Vorwürfen von Alvaro Dominguez gegen Borussia Mönchengladbach: „Mir geht das mit Alvaro nahe. Ich bin seit seiner ersten OP im intensiven Austausch mit ihm. Wir haben mittlerweile acht, neun oder zehn Meetings und Gespräche gehabt. In den letzten acht Wochen, seit seine Invalidität feststeht, haben wir zweimal zusammengesessen. Ich, als Verantwortlicher des Vereins, habe gesagt, „Alvaro, wir werden dir jede Hilfe zuteil werden lassen. Sei es monetär oder für deine Zukunft. Wie können wir dir helfen?“ Wir sind kein Verein, der einen Spieler seinem Schicksal überlässt oder auf spanische Weise in den Tod schickt. Wir haben alles getan, was wir konnten und durften. Wir durften ihn teilweise gar nicht behandeln. Er wollte nicht mehr von uns behandelt werden, er wollte nicht auf uns hören und nicht mehr mit unserem Doktor sprechen. Dann wird es natürlich schwierig, dass wir ihm helfen können. Ich will diese Diskussion nicht in der Öffentlichkeit haben, ich will das mit Alvaro klären. Er hat es jetzt so Kund getan. Ich respektiere und akzeptiere das, aber ich möchte klarstellen, dass unsere Ärzte und Physios alles Mögliche getan haben. Ich stelle mich zu einhundert Prozent vor meine medizinische Abteilung.“

 

 

Alvaro Dominguez  (Borussia Mönchengladbach, offenbar Sport-Invalide) …

… zur aktuellen Situation: „Die Mannschaft hat mich gebraucht, und ich war für die Mannschaft da. Ich habe meine Gesundheit für die Mannschaft gegeben. In dieser Zeit, in der ich mit vielen Schmerzen gespielt habe, habe ich viele Tabletten genommen. Ich habe alleine zuhause geweint, und sie haben mir Anti-Depressiva gegeben. Das war eine schwere Zeit für mich. Jetzt habe ich keine Karriere und keine Gesundheit mehr. Auch menschlich habe ich bis jetzt nicht viel bekommen.“

 

Die wichtigsten Stimmen zum zweiten Sonntagsspiel des 14. Spieltages der Fußball-Bundesliga zwischen Schalke 04 und Bayer Leverkusen (0:1) bei Sky.

 

Christian Heidel (Sport-Vorstand Schalke 04): „Insgesamt ist es natürlich sehr unglücklich. Wir haben 90 Minuten mit zehn Mann und einer völlig neu zusammengestellten Abwehr gespielt. Die Abwehr hat das hervorragend gemacht, und wir waren immer gefährlich nach vorne. Wir verlieren dann durch so einen Lucky Punch bei einer Standardsituation. Es tut mir ein bisschen leid für die Mannschaft.“

 

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): „Wir können auch mal als glücklicher Sieger vom Platz gehen. Wir haben in dieser Saison schon sehr viel Pech gehabt. Heute haben wir Glück gehabt und deshalb drei Punkte mitgenommen.“

 

Hakan Calhanoglu (Bayer Leverkusen): „Es ist einfach geil, wenn du gegen Monaco 3:0 gewinnst und dann hier auf Schalke die drei Punkte mitnimmst. Besser geht es nicht.“

 

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): „Es war nicht gut. Mund abputzen. Wir haben hier drei Punkte in einer sehr schwierigen Phase mitgenommen.“