Christophs Fantagebuch – Trauerregen über St. Denis

via Sky Sport Austria

Aus und vorbei – der Traum vom Achtelfinale ist gegen Island endgültig geplatzt. Die Enttäuschung sitzt tief, richtig realisiert habe ich es noch nicht. So wie Aleksandar Dragovic am Rasen, saß ich minutenlang noch wie versteinert auf meinem Sitzplatz im Stade de France. Symbolisch für die Trauer begann es unmittelbar mit dem Schlusspfiff auch noch zu regnen. Ein Mann vor mir, der während des gesamten Spiels vor Nervosität nicht sitzen konnte, brach in Tränen aus. Wahrhaben wollte das EM-Aus keiner der österreichischen Fans. Alle verließen das Stadion in St. Denis mit ungläubigen Blicken.

In den Tag sind wir mit viel Hoffnung gestartet. Österreich hatte es im letzten Gruppenspiel selbst in der Hand, mit einem Sieg gegen Island hätte man den Aufstieg fixieren können. Bei strahlendem Sonnenschein und knapp 30 Grad Celsius fuhren wir zum Treffpunkt der österreichischen Fans vor der Kathedrale von St. Denis. Dort versammelten sich Hunderte, wenn nicht sogar Tausende Fans der Elf von Marcel Koller. Gemeinsam wurde gesungen, gehüpft und mit drei Bällen wild durch die Gegend geschossen. Als einer davon auf einem Dach landete spielten sich diese verrückten Szenen ab:

Verrückt! Top-Stimmung in St. Denis. #ISLAUT #euro2016 #SkyEM

Ein von Sky Sport Austria (@skysportaustria) gepostetes Video am

Rund zwei Stunden vor dem Anpfiff bewegte sich die rot-weiß-rote Menschenmasse zum Stadion, das 15 Minuten oder eine U-Bahn-Station von der Kathedrale entfernt liegt. Von Meter zu Meter stieg die Anspannung unter den Fans. Die ersten größeren Gruppen der Anhänger von Island trafen wir erst unmittelbar vor dem Stade de France. Die Isländer waren allesamt sehr freundlich, wünschten uns ein gutes Spiel und wollten auch Fotos mit österreichischen Fans machen.