LIVERPOOL, ENGLAND - NOVEMBER 10: Bernardo Silva of Manchester City and Andy Robertson of Liverpool during the Premier League match between Liverpool FC and Manchester City at Anfield on November 10, 2019 in Liverpool, United Kingdom. (Photo by Robbie Jay Barratt - AMA/Getty Images)

Coronavirus: Premier League verlängert Pause bis Ende April

via Sky Sport Austria

Die englische Premier-League verlängert ihre Zwangspause wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 30. April. Diese Entscheidung verkündete die Liga mit Tabellenführer FC Liverpool nach einer Konferenz am Donnerstag.

Die Premier League, der englische Verband FA, die Spielervereinigung (PFA) und weitere Gruppierungen erklärten zudem gemeinsam, dass die Saison 2019/20 “unbegrenzt” ausgedehnt würde. Das heißt: Die aktuelle Spielzeit soll unter allen Umständen zu Ende gebracht werden – egal, wie lange es dauert. Normalerweise sind nach dem 1. Juni keine Ligaspiele mehr angesetzt.

Zunächst hatte die reichste Fußball-Liga der Welt nur bis 3. April aussetzen wollen. Betroffen von der vorübergehenden Einstellung des Spielbetriebs sind auch die unteren Profiligen, der Frauenfußball sowie die Ligen in Schottland, Wales und Nordirland.

Gute Nachrichten für Liverpool

Für den FC Liverpool ist das eine gute Nachricht. Seine Reds führen die Tabelle souverän an, zur ersten Meisterschaft seit 1990 fehlen Liverpool nur noch zwei Siege aus den verbliebenen neun Partien. Zuletzt waren schon Rufe innerhalb der Liga laut geworden, die Saison abzubrechen – und für null und nichtig zu erklären. Klopp muss dies wie die Ankündigung eines Diebstahls vorgekommen sein.

Doch es ist nicht die Zuneigung für Liverpool, die das Fußball-Mutterland zu dieser Entscheidung brachte – es geht, wie überall, ums Geld. Im Falle eines Abbruchs würden der Premier League nach Berechnungen des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs-Unternehmens KPMG zwischen 1,15 und 1,25 Milliarden Euro verloren gehen – mehr als jeder anderen Fußballliga.

EM-Verschiebung begünstigt Terminierung der Ligapartien

Die Tür für die Ausdehnung der Saison bis in den Sommer hatte die UEFA mit der EM-Verschiebung ins Jahr 2021 aufgemacht. Normalerweise sind nach dem 1. Juni keine Klubspiele mehr angesetzt, dann greift sonst die Abstellungspflicht für die Nationalmannschaften – diese aber wurde vom Weltverband FIFA aufgehoben.

Wie genau es in England weitergehen könnte – für Liverpool steht am nächsten Spieltag das Stadtderby beim FC Everton an -, blieb zunächst offen. Dennoch könnte die Entscheidung der Glitzerliga beispielgebend auch für die Bundesliga sein. Allerdings hat der Entschluss eine gewisse Tragweite: Viele Spielerverträge enden am 30. Juni, die kommende Transferperiode müsste daher wohl ebenfalls verschoben werden. Hier wäre erneut die FIFA gefragt.

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(SID)

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