Dario Maresic beim Sky Podcast DAB | Der Audiobeweis über die Erleichterung nach dem Sieg gegen die Admira: „Von jedem ist eine richtige Last abgefallen“

via Sky Sport Austria
  • Maresic angesprochen auf die Bedeutung des Trainerwechsels: „Viel hat man nicht ändern müssen. Es haben einfach bei allen Dingen ein paar Prozent gefehlt“
  • Maresic über seine Zeit in Frankreich: „Man war nicht ehrlich zu mir, man hat mir viel versprochen, aber nichts davon gehalten“
  • Maresic über die Spiele gegen PSG: „Vor allem beim ersten Mal habe ich mich schon zwicken müssen. Davor habe ich noch in Österreich gespielt und dann plötzlich gegen Neymar und Mbappe“
  • Maresic weiter: „Aber ich möchte auch, dass es alltäglich wird, gegen solche Spieler zu spielen“
  • Maresic über die anstehende Partie gegen Maccabi Tel-Aviv: „Wir wollen so eine Leistung abrufen, wie in der zweiten Halbzeit gegen die Admira und drei Punkte holen“
  • Alfred Tatar über das anstehende Heimspiel gegen Maccabi Tel-Aviv: „Die Israelis bringen auswärts nicht das auf den Platz, was sie Zuhause zu leisten im Stande sind“
  • Der Sky-Experte über das Champions-League-Spiel Salzburg gegen OSC Lille: „Für mich ist Salzburg nicht Favorit“
  • Der Podcast DAB | Der Audiobeweis ist ab sofort frei empfangbar auf skysportaustria.at sowie auf den gängigen Plattformen Spotify, Apple Podcast, Google Podcast, FYEO und Deezer abrufbar

Zu Gast im Sky Sport Austria Podcast DAB | Der Audiobeweis waren Dario Maresic, Abwehrspieler LASK und Sky Experte Alfred Tatar.

Alle Stimmen zu „DAB | Der Audiobeweis“

Dario Maresic (LASK):
…über den wichtigen Erfolg gegen die Admira nach zuletzt sieben sieglosen Runden: „Ein sehr wichtiger Sieg für uns, weil wir vor allem daheim schon lange nicht gewonnen haben. Es hat eigentlich nicht gut angefangen. Wir sind wieder in das Muster der letzten Spiele reingefallen. Uns hat einfach an allen Dingen etwas gefehlt, aber in der zweiten Halbzeit haben wir wirklich gezeigt, wozu wir im Stande sind zu leisten. Im Endeffekt war es dann schon ein verdienter Sieg.“

…über die Erleichterung in der Mannschaft nach dem Sieg: „In der Kabine hat man dann gemerkt, dass von jedem eine richtige Last abgefallen ist. Es war wirklich sehr, sehr wichtig für uns.“

…auf die Frage, was sich unter dem neuen Trainer geändert hat: „Viel hat er nicht ändern können. Er ist Cheftrainer geworden und drei Tage später haben wir schon wieder gespielt. Wir spielen ja fast jeden dritten Tag, da ist es schwer, was Großartiges zu ändern.“

…was der Trainerwechsel für ihn bedeutet: „Für mich persönlich war es natürlich super, weil ich das Vertrauen wieder gespürt habe und ich die Spiele wieder bekommen habe, weil es für mich keine einfache Phase war. In den letzten Spielen davor habe ich vielleicht auch zu Recht nicht von Beginn an gespielt, weil ich noch nicht bei hundert Prozent war und meine Fehler gemacht habe. Umso wichtiger war das Tor in Helsinki für mich persönlich. Wie gesagt: Viel hat man nicht ändern können, aber ich denke, dass man auch nicht viel ändern hat müssen. Es haben einfach bei allen Dingen ein paar Prozent gefehlt. Wir arbeiten aber darauf hin, dass wir überall bei hundert Prozent sind und dann sind wir eine richtig gute Mannschaft.“

…über die Ligue 1 und auf die Frage, warum es dort nur zu wenigen Einsätzen gereicht hat: „In Frankreich war es zu Beginn eine wirklich große Umstellung. Aber das habe ich auch gewusst, es ist ja eine der Top 5 Ligen. Nach acht Monaten habe ich dann mein Debüt gefeiert. Ich habe diese Zeit aber gebraucht, um körperlich auf das Niveau der Liga zu kommen, weil es eine sehr robuste Liga ist. Dann habe ich das Debüt gemacht und danach ist die Liga leider wegen Corona abgebrochen worden. Da hätte ich bis Sommer fast jedes Spiel gemacht, weil sich einer verletzt hat und wir nur zu Dritt waren. Vielleicht kann man da von Pech reden und vielleicht wäre es anders abgelaufen, aber so war es einfach. Nach Corona ist dann sehr schlecht mit mir kommuniziert worden, man war nicht ehrlich zu mir, man hat mir viel versprochen, aber nichts davon gehalten. Man hat mir auch nie ehrlich gesagt, warum ich nicht gespielt habe. Man hat mich immer nur gelobt, man hat mich wegen meiner Einstellung gelobt, aber irgendwann war es auch zu viel für mich. Weil jedes Mal zu hören, dass man super trainiert und eine super Einstellung hat, aber nie die Chance bekommt, hat mich irgendwann genervt. Dann war es richtig, dass man getrennte Wege gegangen ist.“

…angesprochen auf seinen Start beim LASK: „Ich finde, ich habe beim LASK einen super Start gemacht und habe gleich gegen Altach gespielt. Dann ist leider der Fehler gegen Rapid passiert, obwohl ich dann noch ein super Spiel gemacht habe, finde ich. Aber die Spielpraxis hat mir doch mehr gefehlt, als ich mir gedacht habe und das habe ich auch in den ersten Spielen beim LASK selber gesehen. Dann war es auch gut, dass ich die Zeit bekommen habe, körperlich wieder auf hundert Prozent zu kommen und ich denke man sieht, dass ich langsam wieder in die Spur zurückfinde.“

…über sein bisheriges Karriere-Highlight gegen PSG zu spielen: „Ich war vier Mal gegen Paris im Kader und habe ein Mal spielen dürfen. Vor allem beim ersten Mal habe ich mich schon zwicken müssen. Davor habe ich noch in Österreich gespielt und dann plötzlich gegen Neymar und Mbappe. Es war schon ein unglaubliches Gefühl, aber dorthin will ich und ich möchte auch, dass es alltäglich wird, dass ich gegen solche Spieler spielen. Das ist mein Ziel.“

…zur Zielsetzung des LASK in der UEFA Europa Conference League: „Da gibt es keine Zielvorgabe. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Aber natürlich wäre am besten, alle Spiele zu gewinnen und zu überwintern.“

…über die anstehende Partie gegen Maccabi Tel-Aviv: „Ich glaube, dass sie eine spielerisch sehr starke Mannschaft sind. Wir wissen, dass es nicht einfach wird, aber wenn wir unsere Qualität am Platz bringen, dann tut sich sowieso jeder Gegner schwer gegen uns. Wir wollen aber auf jeden Fall gewinnen und hoffen auf drei Punkte.“

…angesprochen auf das Champions-League-Spiel Salzburg gegen OSC Lille: „Lille hat in diesem Jahr auch Probleme. Sie haben den Trainer und ein paar Spieler verloren. Aber im letzten Jahr waren sie eine richtig starke Mannschaft und sind verdient Meister geworden. Aber Salzburg ist in diesem Jahr überragend und so wie sie jetzt drauf sind, sind sie für mich schon die Favoriten im Spiel.“

…über seinen Ex-Klub SK Sturm Graz: „Sturm ist natürlich ein sehr besonderer Verein für mich. Ich war 13 Jahre bei diesem Verein, habe auch noch viel Kontakt mit Mitspielern, die noch bei Sturm sind. Es war schon ein sehr souveräner Sieg in Wien. 3:0 in Wien zu gewinnen, ist nicht so einfach. International wird es natürlich nicht einfach, aber im Fußball ist alles möglich und vor allem in Graz, wenn sie über das Limit gehen, ist gegen jeden Gegner was möglich.“

…angesprochen auf das kommende Liga-Spiel gegen Red Bull Salzburg: „Wir wissen, welche Qualität Salzburg hat, sie schon die beste Mannschaft in der Liga sind und bis jetzt wirklich überragend spielen. Aber wir konzentrieren uns jetzt auf Donnerstag und wollen so eine Leistung abrufen, wie in der zweiten Halbzeit gegen die Admira und drei Punkte holen. Dann können wir auf Salzburg schauen.“

…angesprochen auf seine Zukunft: „Ich schaue von Spiel zu Spiel, muss jetzt wieder in Fahrt kommen, muss wieder zu den Leistungen zukommen, die ich in Graz schon gezeigt habe. Ich will es für mich. Und denke, dass ich der Mannschaft helfen kann und wichtig sein kann. Wir wollen wieder in die Spur kommen und dann können wir im Winter wieder reden.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…zum Sieg des LASK gegen die Admira: „Der LASK war in der ersten Hälfte klar das schwächere Team. Bei weniger Spielglück hätte der LASK in dieser Phase zwei oder drei Treffer kassiert. Dass die Admira in der zweiten Halbzeit dem LASK etwas angeboten hat, was der LASK gerne annimmt, nämlich Ballgewinne im Angriffsdrittel, war der Fehler von der Admira. Da muss man auch ein Dankeschön in die Südstadt schicken, dass man zu Beginn der zweiten Hälfte derart kopflos agiert hat. Von einem verdienten Sieg zu sprechen, ist meiner Meinung nach fragwürdig. Es war ein hart erarbeiteter Sieg.“

…über die Ligue 1: „Eine Liga, die enorme Ansprüche an die Physis stellt. Viele Spieler dort sind Knechte, vor allem in der Verteidigung wird sehr viel Wert auf die Athletik gelegt. Natürlich brauchst du dann als junger Mann aus Graz Zeit, um dich zu adaptieren und in die Mannschaft hineinzurutschen. Wenn du die Zeit bekommst, aber doch nicht hineinrutscht, dann wird es schwierig und genau das war beim Dario der Fall. Daher glaube ich, dass seine Entscheidung, nach Österreich zurückzukommen, die völlig richtige ist.“

…über Dario Maresic und dessen Stärken: „Seine Stärken sehe ich nicht so im physischen Spiel. Er ist ein Verteidiger, der ein Spiel lesen kann und antizipieren kann, wohin Bälle kommen. Eher in der Art und Weise, wie es Trauner gespielt hat. Trauner hat aber noch eine physische Präsenz, die um einiges höher als die vom Dario ist. Dorthin muss der Dario noch kommen, durch viele Spiele am Stück. Vielleicht ist mit Wieland jetzt ein Mann beim LASK, der ihn in diese Richtung führen kann und ihm das Vertrauen gibt, damit der Dario seine Stärken für den LASK ausspielen kann. Dann wird er sich Schritt für Schritt entwickeln.“

…über das anstehende Heimspiel gegen Maccabi Tel-Aviv: „Die Israelis sind eine Mannschaft, die in Heimspielen stärker spielt, als auswärts. Wenn sie auswärts sind, dann bringen sie nicht das auf den Platz, was sie Zuhause zu leisten im Stande sind. Aber trotzdem sind sie ein Team, dass in Israel die Liga dominiert hat. Heuer habe sie aber Probleme und sind nur rund um Platz zehn zu finden. Das ist die Chance für den LASK. Der LASK muss Druck machen, aber man muss auf die Konter aufpassen. Dann werden sie das Spiel auch gewinnen, weil ich denke nicht, dass Maccabi diesen Druck über 90 Minuten standhalten kann.“

…angesprochen auf das Champions-League-Spiel Salzburg gegen OSC Lille und die Favoritenrolle: „Für mich ist Salzburg nicht Favorit. Wir haben die Grenzen von Salzburg gesehen, wenn die Top-Teams aus den großen Ligen kommen. Und Lille ist als Meister in Frankreich auch ein Top-Team. Da werden wir sehen, ob der junge Hasenstall die Goldmedaille schon umgehängt bekommt. Nämlich nur dann, wenn man Lille schlägt.“

DAB | Der Audiobeweis ist der Fußball- und Sport-Podcast von Sky Sport Austria. Hier diskutiert Kommentator Otto Rosenauer mit Moderator Martin Konrad, Sky Experten und Gästen über die ADMIRAL Bundesliga, das ÖFB-Team, Österreichs Legionäre und internationalen Fußball, wie die Deutsche Bundesliga, die Premier League, die UEFA Europa League sowie die UEFA Champions League.