Dein Verein Digital – spusu SKN St. Pölten – Folge #1

via Sky Sport Austria
INTERVIEW: Robert Ibertsberger im Gespräch mit Dein Verein-Moderator Roland Streinz (geführt am 03.04.)
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Der SKN in Zeiten von Corona

Seit dem letzten Bundesliga-Spiel des SKN St. Pölten (0:0 bei der Wiener Austria) hat sich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt einiges getan. Nachdem die St. Pöltner den Grunddurchgang auf dem zwölften und damit letzten Platz abgeschlossen hatten, wurde Trainer Alexander Schmidt beurlaubt. General Manager Andreas Blumauer begründete diese Maßnahme so: „Unter Alex Schmidt ist es uns leider nicht gelungen, in den letzten Wochen die benötigten Erfolge einzufahren. In Anbetracht der prekären Situation mussten wir deshalb reagieren. Wir haben nach 22 Spielen die wenigsten Punkte und mit -33 das schlechteste Torverhältnis, das ist Fakt. Daher sahen wir uns zu diesem Schritt gezwungen.“

Robert Ibertsberger wurde zwei Tage nach dem 0:0 bei der Austria als neuer Trainer vorgestellt. Der Vertrag des Neo-Trainers läuft vorerst bis Saisonende (noch ist leider fraglich wann die Saison zu Ende ist…) und verlängert sich im Fall des Klassenerhaltes automatisch um ein weiteres Jahr. Das restliche Betreuerteam um Co-Trainer Alexander Marchat, Co-Trainer Marc Schweinshaupt, Tormanntrainer Christoph Eglseer und Athletiktrainer Christian Balga bleibt weiterhin im Amt.

Nur wenige Tage nachdem Ibertsberger als neuer Trainer präsentiert wurde, gingen aber auch im Fußball die Rollläden runter. Dem neuen Cheftrainer blieben somit nur sehr wenige Tage mit der Mannschaft. Seither hält der Coach mittels Whatsapp-Gruppen und Telefonaten Kontakt zu seinen Spielern. Mitte der Woche fand erstmals eine Trainingseinheit mit Athletiktrainer Christian Balga via Videokonferenz statt.

Die Spieler im Home Office (Foto: facebook.com/sknstpoelten)

Der SKN im Umgang mit der Krise

Der SKN St. Pölten nahm geschlossen das Kurzarbeitsmodell der Bundesregierung in Anspruch. General Manager Andreas Blumauer:Ich kann nur DANKE sagen an das gesamte Team, denn es war, getreu unserem Motto #weareone, ein Zusammenrücken und eine Geschlossenheit spürbar, die sehr erfreulich und ermutigend ist. Alle haben dem Modell der Kurzarbeit zugestimmt, wodurch wir nicht nur Arbeitsplätze sichern konnten, sondern auch die finanzielle Belastung des Klubs reduziert haben.”

Ein großes Zeichen setzte auch Dominik Hofbauer. Der Mittelfeldspieler entschied sich, auf sämtliche Bezüge, die über der Höchstbemessungsgrundlage des Kurzarbeits-Modells liegen, freiwillig zu verzichten und dieses Geld der SKN Jugend zugute kommen zu lassen!

Ich möchte mit dieser Aktion dem gesamten Verein etwas zurückgeben. Der Klub ist mir in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen. Deshalb habe ich mich zu diesem Schritt entschieden und möchte unser Rudel in dieser Phase auf diese Weise unterstützen. Ich finde, dass wir derzeit in der gesamten Gesellschaft an einem Strang ziehen sollten und möchte damit meinen Teil dazu beitragen“, begründet der Routinier seine Entscheidung.

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Zusätzlich zu den wirtschaftlichen Herausforderungen plagen den SKN auch noch sportliche Sorgen. Nachdem man den Grunddurchgang der tipico Bundesliga auf dem letzten Platz abgeschlossen hat, stellt sich die Frage, was im Falle eines Meisterschaftsabbruchs passiert. “Meine Meinung ist, dass es keinen Absteiger geben darf, wenn die Liga in der aktuellen Situation nicht fertig gespielt wird. Alles andere hätte mit sportlicher Fairness nichts zu tun”, sagt SKN-Präsident Helmut Schwarzl in einer Aussendung. “Ein Abstieg, noch dazu vor dem Hintergrund dieser Krise, ist für einen Verein absolut existenzbedrohend und wäre die Höchststrafe! Das kann nicht im Interesse der Liga sein.”

Etwas mehr Klarheit könnte die nächste Clubkonferenz am 16. April bringen. Es ist jedenfalls zu hoffen, dass die Saison nicht abgebrochen werden muss und der Abstieg sportlich entschieden wird.

Die Wolfsbrigade hilft

Die Wolfsbrigade – der größte Fanklub des SKN St. Pölten – startete in der Corona-Krise eine schöne Aktion. Die Mitglieder bieten in St. Pölten jenen Menschen die Hilfe benötigen, rasch und unbürokratisch Unterstützung an. Seien es Einkäufe oder andere Besorgungen, die Mitglieder helfen, organisieren und unterstützen. „Ein tolles Zeichen der Solidarität unseres Fanklubs, auf den wir sehr stolz sind“, so General Manager Blumauer.

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Vertragsverlängerung mit Robert Ljubicic

Der SKN St. Pölten hat die vereinsseitige Option auf eine Vertragsverlängerung von Robert Ljubicic gezogen und bindet den Mittelfeldspieler somit bis Sommer 2021. Der 20-jährige Youngster, der vor zwei Jahren aus der St. Pöltner Akademie zum Wolfsrudel stieß, absolvierte seither 57 Pflichtspiele für den SKN.

Für uns war es wichtig, dass schnell Klarheit darüber herrscht, dass Robert auch im kommenden Jahr Teil unseres Teams ist. Er hat sich in den letzten beiden Jahren sehr gut entwickelt und hat aus unserer Sicht noch sehr großes Potenzial in der Zukunft. Deshalb planen wir auch langfristig mit ihm und freuen uns, dass er weiterhin unserem Rudel angehören wird“, kommentiert General Manager Andreas Blumauer die Vertragsverlängerung.