HANOVER, GERMANY - OCTOBER 30: Wout Weghorst (C) of Wolfsburg celebrates with his team mates the final goal during the DFB Cup match between Hannover 96 and VfL Wolfsburg at HDI-Arena on October 30, 2018 in Hanover, Germany. (Photo by Thomas Starke/Bongarts/Getty Images)

DFB-Pokal: Hannover scheitert an Wolfsburg – Düsseldorf und Hertha weiter

via Sky Sport Austria

Bei Hannover 96 zeigt der Trend auch im DFB-Pokal steil nach unten. Nach frustrierenden Wochen in der Fußball-Bundesliga unterlag die Mannschaft von Trainer Andre Breitenreiter in der zweiten Runde dem Niedersachsen-Rivalen VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:1). Das mit zuletzt fünf Pleiten arg gebeutelte Ligaschlusslicht Fortuna Düsseldorf atmete nach dem souveränen 5:1 (4:1) beim Viertligisten SSV Ulm dagegen kräftig durch. Auch Hertha BSC und Paderborn setzen sich durch.

Hannover 96 – Wolfsburg 0:2

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Hannover fehlte in einer wenig ansehnlichen Partie erneut die Durchschlagskraft. Admir Mehmedi brachte den VfL, Pokalsieger von 2015, mit einem strammen Schuss unter die Latte früh in Führung (20.), die Gastgeber hatten den Treffer mit schwachem Defensivverhalten begünstigt – und stellten sich beim 0:2 durch Wout Weghorst (90.+3) nicht viel besser an.

Die Wölfe um Coach Bruno Labbadia sind indes mit ihrer Zwischenbilanz zufrieden. Zehnter in der Liga und nun unter den besten 16 im Pokal – das passt für den letztjährigen Relegationsteilnehmer.

Ulm – Fortuna Düsseldorf 1:5

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Düsseldorf verhinderte in Ulm eine erneute Überraschung des Pokalsiegerbesiegers. Der SSV hatte in der ersten Runde sensationell Eintracht Frankfurt, den Cup-Gewinner der Vorsaison, mit 2:1 ausgeschaltet. Für die Fortuna war es zumindest ein kleiner Schritt aus der Krise.

Ardian Morina hatte zwar den Außenseiter bereits nach rekordverdächtigen 14 Sekunden in Führung gebracht. Für das Team von Trainer Friedhelm Funkel, der trotz der jüngsten Enttäuschungen eine Jobgarantie erhalten hatte, glich der zuletzt glücklose Marvin Ducksch aus (15.). Rouwen Hennings (32.) und der starke Dodi Lukebakio mit zwei Treffern (37. und 43.) sorgten noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Ducksch legte nach dem Wechsel nach (70.).

Der zweimalige Pokalsieger (1979 und 1980) steht damit nach zuletzt fünf vergeblichen Anläufen erstmals wieder im Pokal-Achtelfinale. Am Sonntag will der Aufsteiger im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach auch in der Liga seinen Negativtrend stoppen, muss sich aber steigern.

Darmstadt – Hertha BSC 0:2

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Da die Berliner auf der Autobahn im Stau gestanden hatten, begann die Partie im Stadion am Böllenfalltor vor 15.000 Zuschauern mit einer Verspätung von 15 Minuten. Die Gäste benötigten dann auch Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen, die Mechanismen liefen längst nicht so reibungslos ab wie gewohnt – vielleicht wegen der zahlreichen Umstellungen.

Wie angekündigt hatte Hertha-Coach Pal Dardai kräftig rotiert. Der Ungar änderte seine Formation im Vergleich zum 2:2 bei Borussia Dortmund, das von Gewaltexzessen einiger Ultras überschattet worden war, auf fünf Positionen. Unter anderem nahm Ibisevic zunächst nur auf der Bank Platz, der Stammtorhüter Rune Jarstein stand gar nicht erst im Kader.

Angreifer Davie Selke, der für Ibisevic als einzige Spitze stürmte, gab in der achten Minute zwar den ersten Torschuss ab. Der Gastgeber, der sich nach einer schwierigen Phase im Unterhaus mehr und mehr zu stabilisieren scheint, wirkte insgesamt allerdings entschlossener und gieriger – und das stellte die Berliner vor Probleme.

Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit wurde Hertha jedoch besser, Darmstadts Keeper Daniel Heuer Fernandes musste gegen Salomon Kalou (37./39.) gleich zweimal aus kurzer Distanz das 0:0 retten.

In den zweiten Durchgang starteten die Berliner viel besser, sie waren von Beginn an bereit. U21-Nationalspieler Arne Maier (51.) prüfte Heuer Fernandes erst aus der Distanz und etwas später mit einem verdeckten Schuss (58.).

Der Treffer von Ibisevic hatte sich angedeutet, die Berliner erhöhten nach der schwachen ersten Halbzeit merklich den Druck und engten Darmstadt in deren Hälfte ein. Nach dem Tor war der Favorit um Kontrolle bemüht.

Chemie Leipzig – Paderborn 0:3

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Zweitligist SC Paderborn erledigte seine Pflichtaufgabe beim Fünftligisten BSG Chemie Leipzig mit 3:0 (2:0) und steht wie in der Vorsaison ebenfalls im Achtelfinale. Für Paderborn trafen in Leipzig Babacar Gueye (18., 60.) und Kapitän Uwe Hünemeier (28.) vor 4.999 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark. Leipzig, das in der ersten Runde den Paderborner Liga-Rivalen Jahn Regensburg besiegt hatte, spielte nach der Roten Karte gegen Philipp Wendt wegen groben Foulspiels (55.) lange in Unterzahl.

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