Die Sky-Saisonvorschau: Red Bull Salzburg
Ab Freitag rollt der Ball wieder in der ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem SkyX-Traumpass kannst du bereits ab 15 Euro pro Monat live dabei sein)! Vor dem Saisonauftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über Red Bull Salzburg, zusammengestellt von Sky-Reporter Gerhard Krabath.
Budget
80 Mio Euro
Saisonziel
Meister Cupsieger, international so weit wie möglich
Vorbereitung
Trainingslager in Bramberg musste zur Halbzeit wegen Schlechtwetter abgebrochen werden; Schien- und Wadenbeinbruch bei Samson Tijani im Test gegen Feyenoord
Transfers
Zugänge: Pavlovic (AS Monaco/war verliehen an FC Basel), Fernando (Shakhtar Donezk), Gourna-Douath (St. Etienne), Dedic (WAC/war verliehen), Diarra (Hartberg/war verliehen), Simic, Kameri, Omoregie, Baidoo, Stejskal (alle FC Liefering)
Abgänge: Adeyemi (Dortmund), Aaronson, Kristensen (beide Leeds), Onguéné (Frankfurt), Junuzovic (Co-Trainer Liefering), Guindo (verliehen zu St. Gallen)
Mögliche Abgänge: Camara, Adamu
Durchschnittsalter Kader + Kadergröße
22,2 Jahre / 32 Spieler
„Rising Stars“ für Manager-Spiel „Ankick“:
Pavlovic, Kameri
Mögliche Startelf: 4-4-2 (Mittelfeld-Raute)

Spielanlage
Jung, dynamisch, aggressiv und attraktiv. Dafür steht Red Bull Salzburg seit Jahren. Die aktive und intensive Offensiv-Ausrichtung mit Pressing und Gegenpressing, die den Verein seit Jahren aus- und kennzeichnet, hat sich schließlich in Titeln in Serie, sportlichen Ausrufezeichen in der Champions League sowie regelmäßigen Millionen-Verkäufen von Spielern niedergeschlagen. Gemeinschaftliches Anlaufen und Attackieren des Gegners mit Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte sind die Basis für kurze Wege zum gegnerischen Tor.
Der Ball soll so rasch wie möglich in den Strafraum zum Verwerten kommen. Sieger-Mentalität, Sprint- und Zweikampfstärke jedes Einzelnen sind im Kollektiv gefragt. Um die Vorgaben auf höchstem Niveau umzusetzen, muss ein Rädchen ins andere greifen. In der Liga sieht man sich sehr oft mit Gegnern, die speziell das Zentrum verdichten, konfrontiert. Es müssen Lösungen auf engstem Raum (u.a. schnelles Direktspiel nach vorne, Steil-Klatsch-Steil-Varianten sowie der „Chip“ über die Abwehr) und mit Verlagerungen über die Außenbahnen gefunden werden.
Das Hochhalten des Pass- und Spiel-Tempos ist wichtig, um Stress und Müdigkeit beim Gegner zu verursachen und etwaige Unordnung ausnutzen zu können. Die unter Jaissle gefundene defensive Stabilität soll bestehen bleiben. Vom System her setzt der Trainer wie gehabt auf ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute, dazu haben die Bullen ein 3-5-2 eingespielt. Jaissle will das Thema Dreier- oder Viererkette aber nicht zu hoch hängen: „Unsere Muster bleiben immer gleich, es sind wirklich nur Nuancen, die den Unterschied machen.“
Prognose Vereinsredakteur
Salzburg dominiert die Liga seit Jahren nach Belieben. Daran wird sich nichts ändern, auch wenn Trainer Jaissle einen „engeren“ Wettbewerb als in seiner ersten Saison erwartet. Zu stabil ist das eingeschliffene Erfolgsmodell der Bullen. Kaum ein Verein hat so viel Erfahrung mit personellen Umbrüchen. Diesen Sommer haben einige Stammspieler den viel zitierten „nächsten Schritt“ in stärkere Ligen gemacht und die Klubkasse wie selten zuvor klingeln lassen. Geschäftsführer Reiter fliegen die Millionen nur so um die Ohren.
Dank der vorausschauenden und strategischen Kader-Planung von Sportchef Freund und seinem Team stehen die nächsten nachstoßenden Talente bereit. Abgänge müssen sogar sein, damit die „Talente-Pipeline“ und die gelebte Durchlässigkeit von Akademie über Liefering nicht ins Stocken gerät. Mit Camara könnte eine zentrale Säule noch abhanden kommen, mit Aaronson und Kristensen haben bereits weitere Mentalitätsspieler den Verein verlassen. Die auch intern gestellte Frage, wer die zwei Führungsspieler ersetzen soll, wird zur Gänze erst in den kommenden Wochen und Monaten beantwortet werden. Kristensen war in der Kabine ganz wichtig und auf dem Feld mit Einsatz und Körperlichkeit ein echter Leader.
In den Testspielen ist aufgefallen, dass speziell bei Rückständen noch keiner so recht das Heft in die Hand genommen hat. „Und Aaronson hatte zwar mit dem Ball nicht die besten Werte (Tore, Assists) aber gegen den Ball war er europaweit einer der besten Zehner was Analysen in Sachen Laufstärke und Anlaufen zeigen“, sagt Jaissle, der also auf der Suche nach neuen „Leadertypen“ ist. Neuzugang Pavlovic könnte einer werden, der serbische Innenverteidiger hat sich rasant eingelebt und aufgrund seiner kernigen Zweikampfführung das Zeug zum „aggressive Leader“. Dazu gibt es mehr Verantwortung für Wöber, der nicht nur im ÖFB-Team unter Rangnick, sondern auch in Salzburg unter Jaissle eine starke Option für die linke Außenverteidiger-Position geworden ist und im Cupspiel als Kapitän voran ging.
Es wird spannend, wie Routinier und Dauerläufer Ulmer mit der neuen (Konkurrenz-)Situation umgeht. In der Offensive ist Salzburg (Okafor, Sesko, Fernando, Adamu, Koita, Simic) so stark und breit aufgestellt wie schon lange nicht, auch wenn ein möglicher Abgang von Adamu den brutalen Konkurrenzkampf ein wenig entschärfen könnte. Im Mittelfeld müssen die Vorjahres-Aufsteiger Sucic und Seiwald ihre Leistungen bestätigen. Und mit dem französischen U19-Teamkapitän Gourna-Douath, der für St. Etienne bereits über 60 Einsätze in der Ligue 1 zu Buche stehen hat, ist der potentielle Camara-Nachfolger schon da. Für den Hoffnungsträger ist Salzburg finanziell so weit gegangen wie noch nie: 15 Millionen Euro – Rekordtransfer! Der Budget-Krösus und Champions-League-Teilnehmer spielt nicht nur sportlich, sondern auch finanziell in einer eigenen Liga.
