DORNBIRN,AUSTRIA,22.NOV.15 - ICE HOCKEY - EBEL, Erste Bank Eishockey Liga, Dornbirner EC vs HC Innsbruck. Image shows a feature with a puck and a hockey stick. Photo: GEPA pictures/ Oliver Lerch

Innsbruck und KAC haben Playoffs vor Augen

via Sky Sport Austria

Die letzte Woche der Phase Eins des Grunddurchganges wird am Mittwoch mit sechs Spielen eingeläutet. Dabei könnten sich der HC TWK Innsbruck und EC-KAC ihre Playoff-Tickets vor heimischer Kulisse sichern. Das Heimspiel der Klagenfurter gegen Tabellenführer UPC Vienna Capitals wird auf Sky übertragen. Zudem verkündete der EC Red Bull Salzburg die Rückkehr von Dominique Heinrich.
KAC kann gegen Wien die Playoffs fixieren
In der Erste Bank Eishockey Liga ruft am Mittwoch der ewige Klassiker. Die UPC Vienna Capitals müssen auswärts beim EC-KAC ran. Die Klagenfurter haben es nach dem Auswärtssieg in Linz, wo ein 0:3-Rückstand gedreht wurde, weiterhin selbst in der Hand, sich vorzeitig für die Playoffs 2017 zu qualifizieren. Drei Punkte aus den verbleibenden drei Spielen würden für die „Rotjacken“ in jedem Fall die Teilnahme an der Platzierungsrunde bedeuten – erstmals seit 2013. „Aus diesem Spiel müssen wir unsere Lehren ziehen. Es geht darum, auf unserem Weg zu bleiben – auch nach
erzielten oder kassierten Toren“, resümiert Headcoach Mike Pellegrims.

Die bisherigen Partien gegen Wien verliefen sehr knapp: Die ersten beiden Aufeinandertreffen gewannen die Capitals mit 2:1 bzw. 4:2. Die letzte Begegnung endete mit einem Overtime-Sieg des KAC. Auch wenn die Playoff-Teilnahme der Hauptstädter schon längst fixiert ist, präsentierten sich die Wiener auch in den letzten Runde sehr erfolgshungrig und stellten gleich zwei neue Rekorde auf. Mit 32 Saisonsiegen und 94 Punkten im Grunddurchgang schrieb die Aubin-Truppe österreichische Eishockey-Geschichte. „Wir freuen uns natürlich über die Rekorde. So etwas bleibt später immer in Erinnerung.

Wir leben aber im Hier und Jetzt und für uns zählt immer nur das nächste Spiel. Mit dem KAC bekommen wir es mit einem unangenehmen Gegner zu tun. Sie werden und müssen vom Start weg Vollgas geben. Sie können mit einem Sieg vorzeitig die Playoffs fixieren, das wird sie noch
mehr motivieren. Wir werden mit 100 Prozent dagegenhalten müssen. Halten wir uns an unseren Game-Plan, dann funktioniert es auch mit einem Sieg“, ist Taylor Vause, der in den letzten zwei Spielen drei Mal getroffen hat, vom nächsten Dreipunkter überzeugt. Head-Coach Aubin kann, bis auf den verletzten Ali Wukovits, auf seinen ganzen Kader zurückgreifen.

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Innsbruck benötigt einen Punkt zur Playoff-Teilnahme
Der HC TWK Innsbruck hat im Playoff-Rennen alle Trümpfe in der Hand und benötigt aus den letzten drei Spielen nur mehr einen Zähler. Schon im Heimspiel gegen Olimpija können die Tiroler zum ersten Mal nach 2009 in die Playoffs einziehen. Nach acht Jahren könnte dieses Warten nun aber ein Ende finden, dennoch mahnt Verteidiger Lubomir Stach zur Vorsicht: „Wir dürfen nun nicht euphorisch werden. Wir haben ein tolles Wochenende hinter uns und befinden uns kurz vor dem Ziel. Wir dürfen Ljubljana nicht unterschätzen, die Slowenen haben nicht viel zu verlieren. Sie werden kämpfen bis zum Umfallen.“

Bis auf Fabio Schramm (verletzt) stehen Coach Rob Pallin erneut alle Mann zur Verfügung. Die Slowenen beendeten erst am Sonntag gegen Bozen ihre Niederlagenserie und kommen mit neuem Selbstvertrauen nach Tirol. Darüber hinaus sollten bei den Drachen einige zuletzt kranke oder verletzte Spieler ins Lineup zurückkehren. Derzeit fallen nur Sebastjan Hadzic, Kristof Potocnik, Maks Selan und Aljaz Uduc sicher aus. „Es wird wieder ein schwieriges Spiel. Wenn wir uns wie in den letzten beiden Spielen präsentieren, können wir jeden Gegner überraschen und Punkte nach Hause nehmen. Das würde uns vor der Qualification Round einen großen Schub geben“, glaubt Ziga Pesut. Ein Duell mit den Tirolern konnten die Slowenen in dieser Saison auch schon für sich entscheiden.

Salzburg noch ohne Neuzugang Heinrich in Graz
Dominique Heinrich kehrt zum EC Red Bull Salzburg zurück. Der 26-jährige Verteidiger wechselte im vergangenen Sommer nach acht Jahren bei den Red Bulls zum schwedischen Erstligisten Örebro HK, bestritt dort aber nur 22 Spiele und kommt nun wieder nach Salzburg zurück. Der Nationalspieler steht beim bevorstehenden Duell in Graz noch nicht zur Verfügung, könnte aber bereits am Wochenende am Eis stehen.

Die Red Bulls liegen im Moment auf dem zweiten Platz, haben aber nur einen Punkt Vorsprung auf die drittplatzierten Linzer und wollen die vier Bonuspunkte verteidigen. „In Graz wird es für uns sehr schwer, aber wenn wir unser Eishockey über 60 Minuten spielen, haben wir gute Chancen, dort zu bestehen,“ ist Andreas Kristler überzeugt. Brett Olson und Florian Baltram fehlen rekonvaleszent. Die Moser Medical Graz99ers feierten am letzten Wochenende wichtige Siege über die Kärntner Klubs KAC und VSV. Auf die Top Sechs fehlen zwar noch immer acht Punkte, die Steirer kamen den Rängen sieben und acht aber bis auf einen Zähler nahe.

„Wir versuchen jeden Tag an uns zu arbeiten und immer besser zu werden. Sollten sich die Top Sechs nicht mehr ausgehen, wird es sicher ein langer Weg für die Playoffs. Dafür wollen wir aber so viele Bonuspunkte wie möglich holen“, erklärt Verteidiger Robin Weihager. In den bisherigen drei Saisonduellen mussten sich die 99ers zwar zwei Mal geschlagen geben, vor heimischer Kulisse gab es jedoch einen 4:3-Erfolg. Der 32- jährige US-Amerikaner Stephen Werner, der seine Spielerkarriere beendet hat, wird im Zuge des Spiels feierlich verabschiedet.
Linz bestreitet letztes Auswärtsspiel in Villach
Der EC VSV steht derzeit auf Rang 7 in der Tabelle und damit drei Runden vor dem Ende der ersten Meisterschaftsphase mit dem Rücken zur Wand. Die Kärntner haben nach der Niederlage in Graz sieben Punkte Rückstand auf die Top 6, dürfen sich in den restlichen Spielen keinen Ausrutscher leisten und auf Schützenhilfe hoffen. „Wir müssen defensiv gut stehen, das ist das Wichtigste. Gegen Graz sind uns wieder große Fehler vor dem eigenen Tor unterlaufen“, kennt Coach Greg Holst die Problemzone.

Nun wartet auf die Blau-Weißen das Heimspiel gegen Linz. Schon die drei bisherigen Saisonduelle hatten es in sich: alle wurden sie mit nur einem Tor Unterschied entschieden, zwei Mal hatten die Stahlstädter die Nase knapp vorne. Das letzte Match gewannen die Kärntner in Linz nach Verlängerung. Obwohl die Oberösterreicher ihr Playoff-Ticket fix in der Tasche haben, verlief zuletzt nicht viel nach Wunsch: Zwei Mal in Folge haben die LIWEST Black Wings am vergangenen Wochenende verloren und dabei 13 Gegentore kassiert. Dennoch will Trainer Rob Daum das bisher Erreichte auf Grund der beiden Niederlagen der letzten Tage nicht schlecht reden.

„Wir sind weiter als wir es letztes Jahr um diese Zeit waren. Wir sind Erster im Power Play, Erster im Penalty Killing, Erster im Toreschießen – das war letztes Jahr nicht so. Ich denke, dass wir im Vergleich zum Vorjahr etwas weiter sind.“ In Villach konnten die LIWEST Black Wings zwei der letzten drei Duelle gewinnen, beide Male ging es dabei in die Verlängerung. Seit Februar haben die Daum-Schützlinge keine drei Spiele mehr in Folge verloren.

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Znojmo will Auswärtsserie in Bozen prolongieren
Der HCB Südtirol Alperia kassierte am Sonntag bei Schlusslicht Ljubljana die vierte Niederlage in Folge. Das Team von Tom Pokel scheint die erste Phase des Grunddurchgangs somit auf dem vierten Rang beenden zu werden: Vor den drei ausstehenden Runde haben die Füchse sieben Punkte Rückstand auf Linz und liegen sechs Zähler vor Innsbruck. Für das bevorstehende Duell mit Znojmo haben sich die Südtiroler aber einiges vorgenommen, das bestätigt Daniel Frank: „Morgen müssen wir antworten, wir schulden das unseren Fans und uns selber.

Wir müssen auf die Siegerstraße zurückkommen und uns bestmöglich auf die Pick Round vorbereiten.“ Der HC Orli Znojmo blickt hingegen auf ein rabenschwarzes Wochenende zurück. Nach den Heimniederlagen gegen Innsbruck und Dornbirn ist die Pick Round in weite Ferne gerückt. Derzeit fehlen den Adlern, die nun unter Zugzwang stehen und auf Schützenhilfe hoffen müssen, sieben Punkte auf Rang sechs. „Wie so oft in dieser Saison haben wir auch in diesen Spielen einen Vorsprung nicht verteidigen können. Oft wird uns das dritte Drittel zum Verhängnis, wir müssen auch hier kämpfen und Schüsse blocken.

Letzte Saison haben wir die nötigen Tore gemacht und uns die groben Fehler nicht erlaubt“, weiß Goalie Patrik Nechvatal. In den bisherigen drei
Duellen mit dem HCB setzte sich immer die Auswärtsmannschaft durch.

 

Kampf um Bonuspunkte in Dornbirn
Der Dornbirner Eishockey Club ist fast perfekt in das neue Jahr gestartet. In den ersten vier Partien holten die Bulldogs zehn Punkte, die letzten drei Spiele wurden sogar gewonnen. Nun wartet das Heimspiel gegen Fehervar. Mit einem Sieg könnten die Vorarlberger auf die zehntplatzierten Ungarn noch einmal Druck ausüben und einen Bonuspunkt für die Qualification Round anvisieren.

„Wir haben das System geändert, stehen jetzt hinten besser und kommen auch zu besseren Chancen. Die Stimmung in der Kabine ist super. Es spielt sich viel im Kopf ab, wir haben jetzt mehr Selbstvertrauen. Ich erwarte gegen Fehervar eine harte Partie, aber wir müssen ein Zeichen setzen. Denn wir werden in der Zwischenrunde noch zweimal gegeneinander spielen“, ist sich Kevin Macierzynski der Wichtigkeit dieser Begegnung bewusst. Für die Ungarn steht im über 800 Kilometer entfernten Dornbirn die längste Auswärtsreise bevor.

Obwohl die Top Sechs außer Reichweite sind, fehlen den „Teufel“ nur drei Punkte zu Rang sieben und sechs Bonuspunkten. „Wir wissen über die Bedeutung dieser Partie Bescheid, haben in dieser Saison schon einmal in Dornbirn gewonnen. Wir müssen von der ersten Sekunde bereit und diszipliniert sein. Wir haben zuletzt an unserem Powerplay gearbeitet und Kleinigkeiten verändert“, so Coach Benoit Laporte, dessen Vertrag bis zum Ende der Saison 2017/18 verlängert wurdet. Neben der ersten Mannschaft arbeitet er in der Zukunft mit der Gabor Ocskay Akademie zusammen, um den Nachwuchs besser zu entwickeln.
Erste Bank Eishockey Liga, 42. Runde:
Mi, 11.01.2017: HC TWK Innsbruck ‘Die Haie’ – HDD Olimpija Ljubljana (19:15 Uhr)
Referees: K. NIKOLIC, SMETANA, Ettlmayr, Pardatscher

Mi, 11.01.2017: Dornbirner Eishockey Club – Fehervar AV 19 (19:15 Uhr)
Referees: BERNEKER, KELLNER, Schauer, Sparer

Mi, 11.01.2017: EC VSV – EHC Liwest Black Wings Linz (19:15 Uhr)
Referees: BULOVEC, LEMELIN, Kontschieder, Seewald

Mi, 11.01.2017: Moser Medical Graz99ers – EC Red Bull Salzburg (19:15 Uhr)
Referees: BABIC, KINCSES, Krausz, Soos

Mi, 11.01.2017: EC-KAC – UPC Vienna Capitals (19:30 Uhr, Sky live)
Referees: PIRAGIC, ZRNIC, Nothegger, Verworner

Mi, 11.01.2017: HCB Südtirol Alperia – HC Orli Znojmo (19:45 Uhr)
Referees: M. NIKOLIC, STOLC, Rakovic, Zgonc