EM 2024: Berlin, du hältst, was du versprichst

EM 2024: Berlin, du hältst, was du versprichst

Persönliche erste Eindrücke Sky Sport Austria-Crew bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland.

Unsere ersten Tage in Berlin sind Geschichte, heute geht’s weiter nach Düsseldorf – an den Ort, an dem Österreich morgen auf Frankreich trifft. Das ÖFB-Team fliegt, wir legen die rund 550 Kilometer mit dem Auto zurück. Also raus aus der Stadt, vorbei an Potsdam und weiter Richtung Magdeburg und Hannover. Genug Zeit also die ersten Tage Revue passieren zu lassen.

Eines fällt sofort auf: Deutschland weiß, wie Großereignis geht. Public Viewings an und um die größten Wahrzeichen der Stadt. Besonders beeindruckend natürlich die riesengroße Vidiwall vor dem Brandenburger Tor inklusive größtem Tor der Welt – 63 Meter breit, 21 Meter hoch, also 49 Mal so groß wie ein reguläres Fußballtor. 130.000 Fans haben Platz, ein Bier kostet 6,50 Euro, 0,3 Liter Früchtebowle kosten satte 8 Euro. Vor dem Reichstag ist ein kleines Fußballstadion aufgebaut, in den meisten Restaurants und Kneipen hängen große Flachbildfernseher.

Den ersten Auftritt der Deutschen am vergangenen Freitag haben wir in einem gemütlichen Biergarten mitten in Berlin verfolgt. Die Stimmung unter den 2000 Fans war natürlich großartig und es war wirklich schön zu sehen wie riesengroß die Euphorie ist und wie freudig sie alle den heiß ersehnten perfekten Auftakt gefeiert haben. So habe ich das selten erlebt, schon gar nicht in Deutschland, die Sehnsucht nach dem nächsten Sommermärchen ist nach der verpatzten Katar-WM verständlich. Jedes Mitglied aus unserem Sky-Euro-Team hat schon Großereignisse erlebt, zum Beispiel die Europameisterschaft in Frankreich im Jahr 2016, und wir alle sind uns einig: Das Turnier hier in Deutschland, das ist von vorne bis hinten perfekt organisiert. Ob bei der Akkreditierungsstelle, beim Parken, in den Stadien oder beim Public Viewing – alles ist durchdacht und funktioniert reibungslos. Außerdem sind die Berliner irrsinnig offen und freundlich.

Samstags ging es so richtig los

Am Samstag gings dann auch in Berlin so richtig los. Spanien gegen Kroatien, gleich ein echter Kracher im Berliner Olympiastadion. Und das hat man auch gespürt. Rund um unser Hotel in Berlin Mitte weit und breit nur rot-weiß-karierte Jerseys. Hunderttausend kroatische Fans, die den Kurfürstendamm schon am Vormittag zu einer Partymeile gemacht haben. Und der Shop des Sportartikelherstellers, der die Dressen der Kroaten produziert, völlig überfüllt. Die Spanier waren sowohl in der Stadt als auch am Abend im Stadion in Unterzahl, haben dann auf dem Platz aber schon in den ersten Minuten gezeigt, dass mit ihnen bei diesem Turnier absolut zu rechnen ist. Nach einem Doppelschlag in den Minuten 29 und 31 wurden die kroatischen Fans klarerweise immer ruhiger. Das erste Spiel in Berlin, im Olympiastadion war aber definitiv ein absolutes Highlight.

Voting: Wie weit kommt Österreich bei der EM?

Ein Großteil des ÖFB-Teams hat die Partie gar nicht oder nur teilweise am Bildschirm verfolgt, denn unsere Kicker waren gestern beim Konzert von Rock-Legende Rod Stewart. Einmal noch abschalten bevor es ernst wird. Das galt aber nicht für alle – Christoph Baumgartner und Michael Gregoritsch zum Beispiel machten lieber „Pärchenabend“.

Nicht nur dieses Video zeigt, dass die Stimmung bei unserem Team passt, das merkt man bei jeder und jedem Einzelnen rund ums ÖFB-Team. Ähnlich wie bei den Deutschen ist die Euphorie groß, die Mannschaft ein „echtes Team“, kein Haufen talentierter Einzelspieler und die Bedingungen optimal. Im kleinen (ca. 50 Zimmer), aber feinen Schlosshotel ist das Team für sich, der Rasen auf dem Hertha BSC-Trainingsgelände könnte nicht besser sein. Außerdem kennen sich die meisten aus, gleich 14 Kicker aus Ralf Rangnicks Team spielen in der kommenden Saison in Deutschland, einige sind ohnehin schon seit vielen, vielen Jahren hier und fühlen sich wie zu Hause.

Die Vorzeichen könnten also nicht besser sein, jetzt brauchts nur noch einen Traumtag gegen den Vizeweltmeister. Düsseldorf wir kommen!

Bin überzeugt, dass wir das schaffen können“: ÖFB-Team vor Frankreich-Duell zuversichtlich

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