Formel 1: Vandoorne statt Button 2017 im Renncockpit

via APA

Monza/Woking (APA/dpa) – Zwei Tage nach der Ankündigung des Karriereendes von Felipe Massa rückt eine weitere Formel-1-Größe ins zweite Glied zurück. Ex-Weltmeister Jenson Button ist kommende Saison nicht mehr Stammfahrer bei McLaren. Der 36-jährige Engländer wird durch den Belgier Stoffel Vandoorne ersetzt. Button bleibt dem Team aber erhalten, wie McLaren am Samstag vor dem Grand Prix von Italien in Monza bekannt gab.Vandoorne war zuletzt bereits als Ersatzpilot für McLaren tätig. In der kommenden Saison tauscht der 24-Jährige mit Button die Rollen. Mit einem Karriereende von Button sei dies aber nicht gleichzusetzen. “Vergesst das Wort Rücktritt”, betonte McLaren-Direktor Ron Dennis bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Button hat einen Vertrag für 2017 und 2018. Seine Zukunft als Einsatzpilot ist aber offen.

“Ich werde hart an der Entwicklung des Autos arbeiten und auch sicher wieder selbst ins Cockpit steigen”, meinte Button. “Ich freue mich sehr, ein Schlüsselmitglied des Teams zu bleiben.” Der Weltmeister von 2009 fährt seit 2010 für McLaren. Zuletzt war auch über eine Rückkehr zu seinem Ex-Team Williams als Ersatz für Massa spekuliert worden. Für Williams hatte Button im Jahr 2000 in der Formel 1 debütiert.

Mit fast 300 WM-Rennen ist Button mittlerweile der dienstälteste Pilot in der Königsklasse des Motorsports. Neben seinem WM-Titel mit dem BrawnGP-Team gewann er auch 15 Grand Prix, zuletzt 2012 in Brasilien. Button stand bisher 50-mal auf einem GP-Podest und sicherte sich je acht Pole Positions und schnellste Rennrunden. Er gilt im Fahrerlager als eine der meistgeschätzten Persönlichkeiten.

“Jenson bleibt ein hochrangiges, einflussreiches und engagiertes Mitglied des Teams, mit einer zentralen Rolle in der Entwicklung unserer Autos”, erklärte Dennis. “Er wird auch für Renneinsätze zur Verfügung stehen, sollten die Umstände es erfordern.”

Neben dem zweifachen Weltmeister Fernando Alonso wird 2017 aber Vandoorne im Cockpit des McLaren-Honda sitzen. Der Belgier hatte in diesem Jahr bereits ein Formel-1-Rennen bestritten, als er in Bahrain den verletzten Alonso ersetzen musste und als Zehnter auf Anhieb einen WM-Punkt holte. Seinen Aufstieg hat sich der 24-Jährige in der GP2-Serie verdient, die er nach einem zweiten Gesamtrang 2014 im Vorjahr für sich entschied.

Artikelbild: Getty