Stenson feiert bei British Open ersten schwedischen Major-Sieg

via Sky Sport HD
Troon (APA/sda/Reuters) – Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Amerikaner Phil Mickelson hat Henrik Stenson als erster Schwede die British Open gewonnen. Im 42. Anlauf triumphierte der 40-Jährige am Sonntag zudem erstmals bei einem Major. Mit 264 Schlägen ließ Stenson am Sonntag den sechs Jahre älteren Kalifornier (267) im schottischen Royal Troon Golf Club hinter sich und erhielt 1,4 Millionen Euro Preisgeld.

Nach nunmehr 441 ausgespielten Majorturnieren seit dem Beginn des British Open 1860 ist Schweden die 18. Nation, die mindestens einen Sieger stellt. “Das wird einige Zeit brauchen, um sich zu setzen”, meinte Stenson. Für Österreichs Ass Bernd Wiesberger war das Turnier bereits am Freitag mit klarem Rückstand auf den Cut zu Ende gegangen.

Stenson behält die Nerven

 

Es war kein Wunder, dass Stenson die Statistiken der Allzeit-Rekorde der Majors durcheinanderbrachte. Mit 20 Schlägen unter Par egalisierte er den Rekord, den der Australier Jason Day bei der letztjährigen US-PGA-Championship aufgestellt hatte. Mit der weniger aussagekräftigen absoluten Schlagzahl von 264 verbesserte er um einen Schlag den 15 Jahre alten, ebenfalls von der US-PGA-Championship stammenden Rekord des Amerikaners David Toms. Stenson egalisierte mit der schier unglaublichen 63er-Schlussrunde auch die seit 1973 von zahlreichen Spielern hingelegte tiefste Runde bei einem Major. Das gleiche Kunststück war Mickelson in Troon in der Auftaktrunde geglückt.

Auch Mickelson hätte in Royal Troon Geschichte schreiben können. Es wäre sein sechster Sieg bei einem Turnier auf Top-Ebene (bisher dreimal US Masters, je einmal US PGA Championship und British Open) gewesen. Er hätte in der Bestenliste unter anderen den Engländer Nick Faldo eingeholt. An der Spitze stehen die herausragenden Amerikaner Jack Nicklaus (18 Titel) und Tiger Woods (14 Titel).

 

Henrik Stenson – er hatte vor den British Open neunmal auf der Europa-PGA-Tour und viermal auf dem amerikanischen Circuit gewonnen – war nur einmal ganz nahe an den Sieg an einem Major herangekommen. Das war bei den British Open 2013. Der damalige Sieger hieß – Phil Mickelson.

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British Open in Troon/Schottland (7,7 Mio. Euro):

Endstand nach 4 Runden (Par 71): 1. Henrik Stenson (SWE) 264 Schläge (68+65+68+63) – 2. Phil Mickelson (USA) 267 (63+69+70+65) – 3. J.B. Holmes (USA) 278 (70+70+69+69) – 4. Steve Stricker (USA) 279 (67+75+68+69) – 5. Sergio Garcia (Spanien) 280 (68+70+73+69), Rory McIlroy (Nordirland) 280 (69+71+73+67) und Tyrrell Hatton (England) 280 (70+71+71+68). U.a. Cut verpasst: Bernd Wiesberger (AUT) 151 (74+77)

Bild: Getty Images