PONTE VEDRA BEACH, FL - MAY 10:  Bernd Wiesberger of Austria plays a shot during a practice round prior to the THE PLAYERS Championship at the Stadium course at TPC Sawgrass on May 10, 2017 in Ponte Vedra Beach, Florida.  (Photo by Sam Greenwood/Getty Images)

Top-Besetzung plus Wiesberger, Schwab, Brier 2017 in Atzenbrugg

via Sky Sport Austria

Wien/Atzenbrugg/Nashville (Tennessee) (APA) – Einen Monat vor den Lyoness Austrian Open 2017 (8. -11. Juni) stehen neun aktuelle Saisonsieger sowie mit Mike Weir (CAN) ein ehemaliger Masters-Champion plus vier Ryder-Cup-Gewinner bei Österreichs größtem Profigolf-Turnier auf der Nennliste. Die heimische Riege wird in Atzenbrugg von Bernd Wiesberger angeführt. Dazu kommt das Comeback von Markus Brier sowie das Profi-Debüt von Matthias Schwab.

Der 22-jährige Amateur aus der Steiermark hat am 2. Mai die letzte Prüfung seines vierjährigen Wirtschaftsstudiums an der US-Elite-Universität Vanderbilt in Nashville erfolgreich abgelegt und kann sich nun erstmals ohne Lernstress vorbereiten. Unter Schwab hat sich Vanderbilt mit dem Sieg in der Southeast-Conference zur Nummer eins in den USA gemacht und sich für die “Regionals” kommende Woche qualifiziert. Ziel ist, am Ende die prestigeträchtige, nationale College-Meisterschaft auch zu gewinnen.

Danach wechselt Super-Talent Schwab ins Profilager. Der Vierte der Amateur-Weltrangliste tut diesen Schritt nicht zuletzt wegen des Bundesheeres in Europa. Dank Einladungen auf der European- sowie Challenge-Tour hofft Schwab, bis Jahresende 2017 eine Tourkarte zu erobern.

Der junge Österreicher will sich deshalb gleich bei seinem Profi-Einstand im Diamond Country Club gut präsentieren. Die Anlage in der Nähe von Tulln, die schon vier Mal “Golfplatz des Jahres” war und soeben mit der “Best Course Presentation 2016” der European Tour Properties die nächste hochrangige Auszeichnung gewonnen hat, liegt ihm. Bei drei von bisher vier Antreten hat Schwab den Cut geschafft, 2013 wurde er als 18-jähriger Amateur gleichauf mit Wiesberger sogar 14.

Schwab soll dafür sorgen, dass Wiesberger nicht mehr lange der einzige erfolgreiche Österreicher auf der Tour ist. “Mir ist natürlich bewusst, dass manche Leute sich einiges erwarten. Aber das macht mir eigentlich wenig aus, ich habe meine eigenen Ziel, die ich verfolge”, erklärte der junge Schladminger in einem Interview der Turnierveranstalter.

Zu dem diese Woche bei der Players Championship (10,5 Mio. Dollar) in den USA spielenden Wiesberger meinte Schwab: “Bernd macht einen großartigen Job und ist sehr erfolgreich. Und ich werde versuchen, mein eigenes Ding durchzuziehen.” Zu den mit einer Mio. Euro dotierten Lyoness Open meinte er: “Es ist mein erstes Profiturnier und ich möchte es genießen.” Am Schlusstag spielt übrigens seine Lieblingsband Coldplay in Wien. “Ich nehme mir für diesen Tag dennoch was anderes vor”, so Schwab dazu.

Zu den Ryder-Cup-Siegern zählt bei den diesjährigen Lyoness Open Routinier Miguel Angel-Jimenez. Der Spanier hat den bedeutendsten Teambewerb im Golf gleich drei Mal gewonnen. Die anderen erfolgreichen Rydercupper sind Edoardo Molinari (ITA/2010) sowie die beiden Schotten Paul Lawrie (2012) und Stephen Gallacher (2014). Mit dabei ist 2017 auch Titelverteidiger Ashun Wu aus China sowie der Spanier Alvaro Quiros. Der sechsfache Tour-Sieger gilt als einer der weitesten Abschläger der Welt.

Neben Wiesberger, Schwab und Brier teen aus Österreich auch wieder Sepp Straka – er spielt sonst auf der amerikanischen Web.com-Tour – sowie dank Wild Cards Ex-Europameister Manuel Trappel und Clemens Gaster auf. Über die Qualifikation geschafft haben es Christoph Pfau und Felix Schultz.

Der 48-jährige Brier war 2006 Österreichs erster Tour-Sieger überhaupt, agiert derzeit auch als Players Coach für den ÖGV und bereitet sich nach vier Jahren Pause nun auf die Seniorentour vor. “Den Cut würde ich schon gerne schaffen”, so Brier.

Der Wiener hält noch immer die rot-weiß-rote Bestmarke bei einem Grand-Slam-Turnier (12. bei den British Open 2007) sowie große Stücke auf seinen “Nachfolger” Wiesberger. “Für mich gibt es keinen Europäer, der konstanter spielt als Bernd. Ich traue ihm auch die Top Ten sowie einen Major-Titel zu”, ist Brier überzeigt, dass der aktuelle Weltranglisten-29. die besten Jahre noch vor sich hat. “Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis er auf der PGA-Tour abschlägt.”

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