Haider-Maurer: Bin auf dem richtigen Weg

via Sky Sport News HD

Andreas Haider-Maurer im exklusiven SSNHD-Interview.

Der Niederösterreicher hat zwei sehr erfolgreiche Wochen auf der ATP-Tour hinter sich. Höhepunkt dabei, der erstmalige Einzug in ein Halbfinale bei einem 500er Turnier. Im Sky Sport News HD-Interview spricht er über Kritiker und das große Ziel unter die Top 50 in der Weltrangliste zu kommen.

 

Über den Erfolgslauf:

“Das Halbfinale in Rio de Janeiro war einer der größten, wenn nicht sogar mein größter Erfolg. Ich freue mich, dass es in der Weltrangliste weiter nach oben geht. Die Top 50 waren immer schon mein großes Ziel. Ich habe mein Carrer High vor zwei Wochen – die Top 70 – endlich unterboten, das war auch einmal fällig, war ja schon 5 Jahre her. Ich bin kurz davor in die Top 50 der Welt zu kommen und ich bin am richtigen Weg. Nach so einem Saisonstart versucht man so weitermachen und dann kann es eine super Saison für mich werden.

 

“Ich habe mich in letzter Zeit schon gut gefühlt, nur leider enge Matches dann verloren. Auf einmal hat sich das gewendet und es ist alles aufgegangen.  Die Zusammenarbeit mit meinem neuen Trainer Daniel Huber ist auch sehr gut, wir haben einen harten Aufbau gemacht und ein paar technische Dinge geändert, wo ich vorher Probleme gehabt habe, speziell in engen Situationen fühle ich mich jetzt wohler.

 

auf die Frage, ob Kritiker jetzt wieder ruhig sind

“Wenn es einmal nicht so lauft wird man schnell abgeschrieben oder ihm eine schwierige Zukunft prophezeit – das kann sich schnell ändern. Für mich ist einfach wichtig zu sehen, dass ich das Zeug dazu habe richtig gut zu spielen und das Potential habe in den ersten 50 mitzuspielen. Falsch wäre aber jetzt zu rechnen und zu spekulieren: was muss ich erreichen, was hereinspielen um dieses Ranking zu schaffen oder zu halten. Ich muss auf mich schauen und auf mein Tennis und das einfach verbessern.

 

auf die Frage, wie viel Potential er noch sieht:

“Wie man sieht, ich habe doch Spieler geschlagen wie Tommy Robredo die Nummer 18 der Welt in zwei Sätzen und da sieht man, dass ich vorne mitspielen kann – vielleicht sogar mehr als das. Jetzt muss ich aber schauen, dass ich solche Leistungen konstant bringen kann.

 

über das Ziel Österreichs Nr 1 zu werden:

“Das ist von mir überhaupt kein Ziel. Ob ich Österreichs Nummer 1, 2 oder 3 bin bedeutet mir überhaupt nichts. Das ist eine Zahl. Mir wäre es lieber ich bin Nummer 5 in Österreich, aber Nummer 20 in der Welt. Dominic Thiem ist so ein guter Spieler, dem die Zukunft gehört und so viel Potential hat. Da kann nicht mein Anspruch sein, dass ich sage ich will die Nummer 1 werden – das ist absolut zweitrangig.