Handl kämpft sich zurück: „Gesundheit steht an erster Stelle“
Austria-Verteidiger Johannes Handl hat seit Mitte August mit einer hartnäckigen Viruserkrankung zu kämpfen – keine einfache Zeit für den 27-jährigen Verteidiger.
Am Sonntag war der Steirer bei „Talk und Tore“ zu Gast und sprach offen über seinen Gesundheitszustand, die zurückliegenden Wochen und seinen Optimismus für die Zukunft.
Handl erklärte, dass er sich bewusst keinen Druck macht, so bald wie möglich zurückzukehren: „Ich werde mir keinen Stress machen, weil in so einer Situation die Gesundheit an erster Stelle steht. Ich hoffe, dass ich heuer noch spielen kann. Es ist keine leichte Zeit, weil ich nicht wirklich belasten darf. Aber es geht mir den Umständen entsprechend schon wieder recht gut.“
Schockdiagnose mit Folgen
Besonders belastend war für den Verteidiger die ursprüngliche Fehldiagnose. Ärzte hatten zunächst den Verdacht auf Lymphdrüsenkrebs geäußert. „Am Anfang war das für mich ein schwerer Schock. Ich hätte eigentlich gegen Banik Ostrava spielen sollen, dann rufen mich zu Mittag die Ärzte an und sagen, dass ich nicht spielen darf. Ich musste sofort ins Krankenhaus. Das war ein Schock – für mich und später auch für die Mannschaft.“
Zum Glück bestätigte sich der Verdacht nicht. „Im Endeffekt war es dann aber doch nicht so schlimm wie zuerst angenommen“, so Handl.
Handl: „Es war ein großer Schock für mich“
Handl: „Man lernt zu schätzen, was man hat“
Die vergangenen Wochen haben Handl verändert: „Es ist schwer, wenn man das, was man liebt, nicht mehr machen kann. Bei einer Verletzung weiß man, wann man zurückkommt. Bei mir war das unklar. Aber ich bin positiv, im Winter werde ich wohl wieder in der Vorbereitung dabei sein.“
Die ersten Symptome traten indes im Sommer auf: „Ich war träge, energielos und mir wurde schwindlig. Meine Lymphknoten waren stark angeschwollen, das war der Auslöser für die Untersuchungen. Die Zeit des Wartens war brutal – für mich und meine Familie.“
„Mir war schwarz vor Augen“ – Handl spricht über seine Viruserkrankung
Mittlerweile geht es für Handl wieder bergauf. Der Austria-Verteidiger will Schritt für Schritt zurückkehren – mit neuer Wertschätzung für Gesundheit und Fußball.
(Red.)
Bild: GEPA
