Hirscher Sportler des Jahres

via Sky Sport Austria
(APA) –Der vierte Gesamtweltcupsieg in Folge, zwei kleine Kristallkugeln und drei WM-Medaillen haben Marcel Hirscher die Auszeichnung “Sportler des Jahres 2015” eingebracht. Der Skirennläufer hat beim Saison-Auftakt vergangenen Sonntag in Sölden mit dem dritten Riesentorlauf-Rang unterstrichen, wie ernst es ihm mit der fünften großen Weltcuptrophäe ist. Weiteres großes Ziel ist Olympiagold 2018.

Viermal in Folge den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden, das war vor Hirscher noch keinem Athleten gelungen. Er zog mit seinem Landsmann Hermann Maier, Gustav Thöni (ITA) und Pirmin Zurbriggen (SUI) gleich, voran liegt mit fünf Trophäen nur noch der Luxemburger Marc Girardelli. An kleinen Kristallkugeln hat der Annaberger zwei für die Riesentorlauf- und drei für die Slalomwertung daheim.

31 Weltcuprennen hat der Absolvent der Hotelfachschule Bad Hofgastein bisher in seiner Karriere gewonnen, 16 im Slalom, 14 im Riesentorlauf und einen Parallelbewerb. Er liegt damit im vom Schweden Ingemar Stenmark angeführten Ranking (86) an achter Stelle. Vor ihm sind von seinen Landsleuten noch die bereits zurückgetretenen Hermann Maier (54) und Benjamin Raich (36).

Bei Olympischen Spielen hat Hirscher 2014 in Sotschi/Krasnaja Poljana die Silbermedaille im Slalom erobert, bei Weltmeisterschaften ist er vierfacher Titelträger. Er holte 2013 bei der Heim-WM in Schladming die Goldmedaille im Slalom und 2015 in Vail/Beaver Creek in der Alpinen Kombination, zudem war er 2013 und 2015 mit der ÖSV-Mannschaft Team-Weltmeister. Dazu kommen jeweils Silbermedaillen im Riesentorlauf 2013 und 2015.

Hirscher, dem der Titel Olympiasieger bisher noch verwehrt geblieben ist, befindet sich auf dem Weg zur Legende. Und er beschäftigt sich auch immer mehr mit Rekorden. “Gegenüber noch vor drei Jahren ist jetzt die Zeit gekommen, dass mir Rekorde immer wichtiger werden. Ich schaue auch immer mehr auf Zahlen in der Geschichte des Skisports. Rekorde sind doch das, was von einem bleibt in der Geschichte, wenn man einmal seine Karriere beendet.”

Rund um das 1,73 m große Kraftpaket mit niederländischer Mutter Sylvia wurde im Laufe der Jahre eine eigene Einheit innerhalb der ÖSV-Mannschaft installiert, dazu gehören u.a. Vertrauenstrainer Michael “Mike” Pircher und Physiotherapeut Alexander Fröis. Aus der Familie gibt Vater Ferdinand Hirscher den “Unterstützer und Optimierer”, privater Halt ist Freundin Laura Moisl.

Bild: Gepa-pictures