Karl Daxbacher: „Lehrgeld, das wir in der Bundesliga bezahlen müssen“

via Sky Sport Austria
  • Franco Foda: „Meine Mannschaft hat sich dann etwas zurückgezogen, wir hatten aber davor Riesenmöglichkeiten das 3:1 zu erzielen“
  • Sky Experte Heribert Weber: „Es ist für mich ein Rätsel, wie Sturm Graz in diese zweite Hälfte gegangen ist“

 

Im Auftaktspiel der 5. Runde der tipico Bundesliga schlägt der SK Sturm Graz den SKN St. Pölten auswärts mit 3:1. Alle Stimmen zum Spiel von Sky Sport Austria.

 

(Trainer ):

…nach dem Spiel: „Wir waren sehr kompakt, arbeiteten in den richtigen Situationen aktiv gegen den Ball arbeiten, so haben wir auch die Tore erzielt. Wenn du nur 2:0 führst und nicht das 3:0 machst, kann es gefährlich werden. Der Anschlusstreffer gelingt, die andere Mannschaft bekommt die zweite Luft, meine Mannschaft hat sich dann etwas zurückgezogen, wir hatten aber davor Riesenmöglichkeiten das 3:1 zu erzielen. Bis zum Ende war es dann eine Zitterpartie und wenn St. Pölten den Elfmeter verwandelt hätte, wäre es 2:2 ausgegangen. Dass wir nicht zu null spielen ist mir egal – wenn wir jedes Spiel drei Tore erzielen und ein Gegentor erhalten, ist es eigentlich kein Problem.“

 

(Trainer ):

…nach dem Spiel: „Wir haben in der ersten Hälfte versucht mit spielerischen Mitteln durchzukommen, das hat überhaupt nicht funktioniert, Sturm hat uns ausgekontert. In der Pause haben wir komplett umgestellt. Einen Stürmer dazu genommen, nur mehr lange Bälle gespielt, das hat viel besser funktioniert und wir hätten noch den Punkt machen können. Man hat gesehen, dass die Mannschaft daran geglaubt hat das Spiel drehen zu können, es wäre fast gelungen und mit dem 2:2 wäre das Momentum bei uns gewesen und wir hätten vielleicht noch eine Möglichkeit bekommen. Die Mannschaft hat alles in die Waagschale geworfen, alles gegeben was möglich war und natürlich ist es sehr enttäuschend, wenn man dann einen Elfmeter kurz vor Schluss vergibt und keinen Punkt mitnehmen kann. Durch die Systemumstellung hat es dann in der zweiten Halbzeit besser funktioniert, ich denke, dass man meinen Spielern nicht vorwerfen kann, dass sie nicht alles versuchen oder kämpfen. Leider geht es sehr oft knapp für den Gegner aus – Lehrgeld, das wir in der Bundesliga bezahlen müssen und ich hoffe, dass wir uns im Laufe der Saison erfangen können.“

 

(Spieler ):

…nach dem Spiel: „Wir sind selber schuld, haben dann nach der Führung nachgelassen. Das hat wieder gefehlt, wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben, aber müssen daraus lernen, dass wir solche Spiele mit so einem Vorsprung kontrolliert zu Ende spielen und kompakt bleiben.“

…zu seinem Handspiel, das zum Elfmeter für den SKN führte: „Ich habe einen leichten Kontakt von hinten gespürt und bin aus der Balance gekommen – ich kann es mir auch nicht erklären, es war ein Reflex, schwer zu sagen. Gott sei Dank hat der Christian mich gerettet, sonst wäre das Spiel ganz anders ausgegangen.“

 

(Spieler ):

…nach dem Spiel: „Wenn du die letzten beiden Partien verlierst, ist Unruhe in der Mannschaft normal. Es war einfach Pech, letzte Saison habe ich viele wichtige Elfmeter geschossen und jetzt habe ich einen Fehler gemacht und fertig, ich war nicht unruhig. In der zweiten Halbzeit hatten wir nichts mehr zu verloren, haben mit mehr Risiko nach vorne gespielt, ich habe ein Tor geschossen und hatte die Möglichkeit auf das zweite. Der Trainer entscheidet wer spielt, das ist Fußball. Ich bin sehr ruhig, habe vollstes Vertrauen in mich und mein Potential und warte.“

(Spieler ):

…nach dem Spiel: „Das war heute ein sehr wichtiger Sieg für uns, ein großes Lob an Christian Gratzei, der sehr viel dazu beigetragen hat, dass wir heute drei Punkte mitnehmen. Jeder gliedert sich in die Mannschaft ein, wir sind eine sehr homogene Truppe. Jeder Neuzugang zieht mit und wir arbeiten gut und deswegen funktioniert es auch so gut.“

 

(Sky Experte):

…über das Spiel: “Es war überraschend, wie St. Pölten mit dem Mute der Verzweiflung aus der Kabine gekommen ist, um das 0:2 aufzuholen und es wäre beinahe gelungen, hätte Segovia den Elfmeter verwandelt. Auf der andren Seite ist es für mich ein Rätsel, wie Sturm Graz in diese zweite Hälfte gegangen ist – Konterchancen wurden unkonzentriert gespielt und in der Defensive Fehler gemacht. St. Pölten wurde dadurch immer besser und wer weiß was passiert wäre, wenn Segovia den Elfmeter verwandelt hätte.“

…über das Handspiel von Lukas Spendlhofer im Strafraum: „Oft passieren Dinge, die man nicht erklären kann.“

 

(Sky Experte):

…über das Spiel vom SKN St. Pölten: „St. Pölten hat in der zweiten Hälfte, ich denke nach einer Kabinenpredigt von Karl Daxbacher, wirklich anders gespielt und sie sind anders in die Partie hineingegangen. Haben versucht die Zweikämpfe zu gewinnen, Segovia macht ein herrliches Tor, dass sind genau die Bälle, die er im Strafraum braucht.“