WOLFSBERG,AUSTRIA,22.APR.20 - SOCCER - tipico Bundesliga, WAC Wolfsberg, training after lightening the restrictions due to the SARS-CoV-2 crisis, corona crisis. Image shows Michael Liendl (WAC). Photo: GEPA pictures/ WAC Wolfsberg

Liendl: “Warum dürfen wir unserem Beruf nicht nachgehen?”

via Sky Sport Austria

WAC-Profi Michael Liendl hat im gemeinsamen Podcast “1016” mit Zlatko Junuzovic die Politik kritisiert. Der 34-Jährige sieht die Berufsgruppe Fußballer benachteiligt. “Warum dürfen wir unserem Beruf nicht nachgehen?”, fragt sich der Mittelfeldspieler.

Obwohl es am Montag positive Signale von Sportminister Werner Kogler für eine Fortsetzung der tipico Bundesliga Ende Mai oder Anfang Juni gab, heißt es vorerst weiter bangen um eine Fortsetzung der Saison 2019/20. Wolfsbergs Liendl hat mittlerweile genug vom Warten auf den Liga-Neustart. “Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass das eine Herumeierei ist”, sagt der Grazer bei “1016”.

Liendl kann die Diskussion nicht nachvollziehen, weshalb es ein Privilegium für Fußballer sein soll, Spiele auszutragen. “Wenn ich dann höre, dass der Fußball nicht bevorzugt werden soll, stelle ich mir die Frage, in welcher Form er wirklich bevorzugt wird“, sagt Liendl, der sich im Vergleich zu anderen Berufsgruppen im Nachteil sieht. Deshalb frage er sich, warum er weiter warten müsse, seinen Beruf ausüben zu dürfen, “obwohl wir keine Risikogruppe sind, an der frischen Luft spielen und sportlich sind”.

Der Routinier hofft demnach auf eine möglichst baldige Rückkehr zum Spielbetrieb: “Wenn Deutschland jetzt auch schon anfängt und bei uns die Zahlen ganz gut aussehen, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, dass man mal mit dem Mannschaftstraining startet. Und dann auch dementsprechend bald mit der Saison.”

Junuzovic sieht es im Podcast ähnlich: “Die Vereine kämpfen dafür, dass es so früh wie möglich losgeht. Und ich hoffe auch, dass wir nächste Woche starten können.”

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