Make your Move #29: Von der Halle auf die Bühne

von Gerfried Pröll

Wenn Klaus Eckel über seinen Herzensklub spricht, dann sagt er nicht „Dukes“ oder „Klosterneuburg“. Er sagt immer nur „wir“. Und er macht sich Sorgen. Der erfolgreiche Kabarettist befürchtet, dass das Team aus der vergangenen Saison in dieser Form nicht zusammenbleiben kann. „Ich habe Ami Lakoju kurz vor seiner Heimreise getroffen. Er ist sehr verunsichert und weiß nicht, ob er wieder zu den Dukes zurückkehren kann. Künftig werden wohl alle Vereine der BSL Abstriche machen müssen. Vor allem dann, wenn die Meisterschaft wegen der Pandemie verspätet beginnt. Eckel glaubt, dass es Hallensportarten ähnlich ergehen wird wie dem Kabarett, Konzerten, Theater und Oper. „Ich stelle mich darauf ein, dass ich erst im Jänner 2021 wieder auf der Bühne stehen werde. Dann aber vor vollem Saal. Denn bis dahin sollte es ein Medikament gegen die Krankheit geben“, hofft Klaus Eckel.

Sport und Bühne haben für ihn viele Gemeinsamkeiten. Letztlich geht es um Unterhaltung. Und die könne nur in entspannter Atmosphäre stattfinden. „Die Menschen sollen bei uns Zerstreuung finden. Mit einer Maske im Gesicht und zwei Metern Distanz zum nächsten Zuschauer ist das nicht möglich“, bringt es der Publikumsliebling auf den Punkt. Eckel wäre auch heuer wieder in ganz Österreich aufgetreten. Von Freistadt bis Velden, von Dornbirn bis Güssing. Insgesamt waren bereits 60.000 Karten für seine Vorstellungen weg. Alles abgesagt. „Allein im Globe in Wien waren 15 Abende restlos ausverkauft. Das ist schon bitter!“ Stattdessen arbeitet Eckel an einem Drehbuch für eine ORF-Stadtkomödie und er schreibt an seinem nächsten Buch. Eine abstruse Geschichte, die er immer schon zu Papier bringen wollte. Bei 160 Auftritten im Jahr hatte Eckel dazu einfach keine Zeit. „Um zum Sport zurückzukehren: Ich habe beide Dinge von der Ersatzbank aufs Spielfeld geholt.“

Make your Move #28: Der nächste Schritt

Seit der Wiener in Klosterneuburg lebt, geht er regelmäßig zu den Heimspielen der Dukes. Mittlerweile hat er ein Saison-Abo. „Wenn ich am Abend einen Auftritt habe, schaue ich mir die erste Spielhälfte an und fahre dann von der Halle direkt ins Kabarett.“ Dort will er erst dann wieder auftreten, wenn die Leute Schulter an Schulter sitzen können. „Kabarett rechnet sich erst bei einer Auslastung von etwa 80 Prozent. Sonst verdient der Veranstalter nichts“, erklärt Eckel, der schon als Kind mit seinem Großvater Heimspiele der Wiener Austria besucht hat. „Die Veilchen waren lange meine große Leidenschaft. Mittlerweile ist das Ganze eher ein ironisches Projekt“, hat Eckel mit der aktuellen Austria wenig Freude. „Die Violetten waren auf Corona schon bestens vorbereitet. Abstand halten ist in der Generali-Arena kein Problem. Alle fünf Meter ein Zuschauer, das geht sich locker aus“, ist Eckel ganz in seinem Element. Das Thema Corona wird in seinem nächsten Programm kaum eine Rolle spielen. „Es ist ähnlich wie bei der Ibiza-Affäre. Das kann doch bald keiner mehr hören!“ Wie recht er nur hat.

good-boys

Beitragsbild: Imago

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