Markus Schopp: „Niemand hätte es erwarten können, dass wir zu diesem Zeitpunkt unser Ziel erreicht haben“

via Sky Sport Austria
  • Brigitte Annerl: „Der TSV Hartberg steht mit dem kleinsten Budget der Bundesliga in der Meistergruppe und das macht alle stolz“
  • Christian Klem: „So eine Situation hat man nicht oft, dass man so eine richtige ,Watschn‘ kriegt, aber trotzdem was zu feiern hat“
  • Jürgen Heil: „Das Gefühl ist natürlich unbeschreiblich“
  • Marc Janko über Schopp: „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass er in Hartberg bleiben wird“
  • Alfred Tatar über Schopp: „Dieser Mann ist reif für höhere Aufgaben“

LASK gewinnt gegen TSV Prolactal Hartberg mit 5:1. Alle Stimmen zur Partie bei Sky X.

5:1 (0:1)

Schiedsrichter: Christopher Jäger

(Trainer ):
…über das Erreichen der Meistergruppe: „Großartig! Diese Jungs haben nach 21 Runden etwas Großartiges geschafft und ich bin mächtig stolz auf sie. Man verliert 5:1 – eine Niederlage der angenehmeren Art, wenn das Resultat dann das ist. (…) Wir haben nach 21 Runden 29 Punkte – das ist für uns megamäßig. Die Mannschaft hat ganz einfach gewaltiges geleistet über die ganze Saison und ich glaube, dass wir noch richtig hungrig sind und noch mehr wollen. (…) Es ist auch für uns etwas Besonderes. Da kann sich ein jeder mal auf die Schulter klopfen und ein paar Tage darüber nachdenken, was da passiert ist. Und dann geht’s weiter. (…) Wir wollen es genießen. Es ist einfach eine wunderbare Geschichte. Niemand hätte es erwarten können, dass wir zu diesem Zeitpunkt unser Ziel erreicht haben.“

…über die anstehende Meistergruppe: „Wir wollen natürlich nicht nur dabei sein, sondern uns so teuer wie möglich verkaufen und dann schauen was rauskommt.“

…über eine mögliche Vertragsverlängerung: „Es ist auch relativ viel von mir runtergefallen. Aber jeder, der mich kennt, der weiß, dass es weitergehen muss und weitergehen soll. Ich möchte mit dem Verein reden, wie sie sich das alles vorstellen können und dann werden wir weitersehen.“

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…über das Erreichen des oberen PlayOffs: „Es ist ein bisschen ein komisches Gefühl gerade. Natürlich freuen wir uns riesig über das Erreichen des PlayOffs, aber so darf man sich trotzdem nicht präsentieren. So eine Situation hat man, glaube ich, nicht oft, dass man so eine richtige ,Watschn‘ kriegt, aber trotzdem was zu feiern hat.“

…über das Spiel: „Ich hätte dieses Spiel gerne mit Elf-gegen-Elf zu Ende gespielt, da wäre einiges mehr drinnen gewesen. Die rote Karte hat uns ein bisschen gebrochen.“

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…über das Spiel: „Ich tue mich gerade ein bisschen schwer, mich richtig zu freuen. Wenn du fünf Trümmer kriegst… Aber ich glaube, in 10 bis 15 Minuten wird’s ein bisschen anders sein und ich werde auf einem Euphorie-Level wie Jürgen Heil sein.“

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…über das Erreichen des oberen PlayOffs: „So kurz nach einer 5:1-Niederlage ist das zuerst einmal richtig niederschmetternd. Aber in 10 bis 20 Minuten wird das dann kommen. Wir haben während des Spiels nicht gewusst, wie es beim anderen Spiel steht. Deswegen war es jetzt nach dem Match ziemlich kurzfristig, dass wir oben sind. Aber das Gefühl ist natürlich unbeschreiblich. (…) Auch wenn wir Schützenhilfe bekommen haben: Wir haben es uns trotzdem verdient. Nach 21 Runden musst du erst einmal oben sein.“

…über neue Ziele: „Natürlich haben wir Ziele. Wir haben aber gesagt, wir schauen, dass wir ins obere PlayOff kommen und dann werden wir uns zusammensetzen und neue Ziele definieren. Für mich ist das ein Wahnsinn: Ich habe vor drei Jahren mit dem Verein in der Regionalliga gespielt. Es ist wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, dass wir jetzt unter den Top 6 sind.“

(Präsidentin ):
…über das Erreichen des oberen PlayOff: „Unglaublich, es hört sich unglaublich an! Wir freuen uns enorm. Wir haben schon vorher gesagt: Wenn wir hier eine Niederlage haben und die anderen für uns spielen, dann werden wir das erste Mal richtig feiern bei einer Niederlage. (…) Jetzt steht der TSV Hartberg mit dem wirklich kleinsten Budget der Bundesliga in der Meistergruppe und das macht alle stolz.“

…über das Spiel: „Es war wie immer eine Achterbahn der Gefühle mit dem TSV Hartberg. Es war ein bisschen Drama und ein bisschen Spannung drinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein bisschen auf die Schützenhilfe von Sturm verlassen.“

…über Erich Korherr: „Er hat eine unheimlich tolle Art. Er bewahrt immer die Ruhe. Er ist so etwas, wie der Fels in der Brandung im Verein, den wir alle brauchen.“

…vor dem Spiel über die emotionalen Spiele der Hartberger: „Also eine Achterbahn ist eigentlich ein kaum adäquater Vergleich. Denn wenn wir das letzte Woche gesehen haben: Das war von Drama über Spannung und dann am Ende des Tages in der letzten Sekunde doch noch Enttäuschung. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle – jedes einzelne Spiel.“

…vor dem Spiel über den Unterschied der letzten Saison zur heurigen: „Ich glaube, wir sind heuer noch einmal gefestigter. Wir haben eine Kontinuität mit unserem Trainer Markus Schopp, den wir über die Saison mitgehabt haben, zu dem wir immer stehen und den wir uns weiter wünschen an unserer Seite. Ich glaube, dass Kontinuität einfach sehr viel ausmacht in dem Segment.“

…vor dem Spiel über die weitere Entwicklung in Hartberg : „Es wird unsere nächste Aufgabe im Verein sein, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Sei es eine Erweiterung im Stadion oder sei es, das Budget zu festigen und mehr Budget zu lukrieren, um dann dem Trainerteam das ermöglichen zu können, wo wir heute schon stehen.“

…vor dem Spiel über die Zukunft von Markus Schopp und einen möglichen Verbleib: „Ich glaube, dass er begehrt ist – auch von uns. Für uns ist es der größte Wunsch natürlich, dass Markus Schopp mit uns den Weg weiter geht. Und wenn wir unsere Hausaufgaben machen und den nächsten Schritt gehen, dann wird uns – bzw. dem Erich (Korherr, Anm.) – das andere auch gelingen. Da bin ich ganz überzeugt davon.“

(Sportlicher Leiter ) in einem eingespielten Videobeitrag vor dem Spiel:
…über einen Einzug in die Meistergruppe: „Das wäre das Größte, was dem TSV Hartberg jemals passiert wäre.“

…über sein ehrenamtliches Ausüben des sportlichen Leiters in seiner Freizeit: „Ich stehe sehr früh auf, circa um 4.50 Uhr oder 4.30 Uhr und fahre dann in die Firma. Dann schaue ich, dass ich bis 16 Uhr – bis da ist unsere Arbeitszeit – in der Firma bin und nach 16 Uhr kommt der TSV Hartberg dran.“

() in einem eingespielten Videobeitrag vor dem Spiel:
…über den letztjährigen Nicht-Abstieg und diese Saison: „Das ist natürlich ein Wahnsinn und das vergisst man einfach nicht. Und die Rolle, die wir dieses Jahr in der Bundesliga spielen, ist einfach überragend. Solche Sachen, glaube ich, gibt’s einfach nur im Film.“

…über einen frühzeitigen Klassenerhalt mit dem Einziehen in die Meistergruppe: „Das wäre natürlich ein Wahnsinn, wenn man schaut mit welchen Mitteln Hartberg das erreicht hat. Und wenn wer gesagt hätte, wir hätten nach 22 Runden eigentlich schon den Klassenerhalt geschafft, hätten den wahrscheinlich viele ausgelacht vor einem Jahr.“

(Sky Experte):
…über Markus Schopp: „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass er in Hartberg bleiben wird. Wenn man ihn nicht große Perspektiven – auch finanziell – zur Verfügung stellt, dann wird es schwer so einen Trainer zu halten. Dann ist es auch logisch, dass er den nächsten Schritt machen muss.“

…vor dem Spiel über die Chancen des LASK in der Europa League gegen Manchester United: „Ich denke: Sehr, sehr gut. Manchester United ist jetzt nicht mehr die ganz große Top-Mannschaft am internationalen Parkett und deswegen glaube ich, dass der LASK gegen Manchester United Chancen hat.“

…vor dem Spiel über Hartbergs Funktionärsduo Brigitte Annerl und Erich Korherr: „Es hat ein bisschen was von Yin und Yang in Hartberg. Die Präsidentin, die ein bisschen impulsiver ist, und er der geerdete, ruhigere Typ. Es scheint gut zu passen in Hartberg. Die beiden arbeiten gut zusammen.“

(Sky Experte):
…über Markus Schopp: „Dieser Mann ist reif für höhere Aufgaben.“

…vor dem Spiel über die letzte Zeit beim LASK: „Das ist sicherlich ein Märchen. Aber dieses Märchen wäre Hans Christian Andersen oder den Grimm-Brüdern so nicht eingefallen.“