Formel 1
17.06.2023

Mercedes-Doppel führt 2. Freies Training in Montreal an

Kurzarbeit in Kanada und eine Mercedes-Doppelspitze am ersten Tag: Ein Stromausfall an der Strecke, der die obligatorischen Überwachungskameras lahmlegte, hat die Formel 1 schon in ihrem ersten Training beim Großen Preis von Kanada rigoros ausgebremst. Es sei nicht möglich, die Session weiterzuführen, teilte die Rennleitung mit, zu dem Zeitpunkt hatten die Fahrer und Teams eine Dreiviertelstunde tatenlos in der Boxengasse verbracht.

Die zweite Session konnte dann wie geplant durchgeführt werden, um den Teams entgegenzukommen, wurde sie um 30 Minuten auf anderthalb Stunden verlängert. Rekordweltmeister Lewis Hamilton und sein britischer Teamkollege George Russell stellten die schwarzen Silberpfeile auf die Plätze eins und zwei, für Weltmeister Max Verstappen im Red Bull reichte es vorerst nur für Rang sechs.

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Begonnen hatte der chaotische erste Tag mit dem Ausfall des Franzosen Pierre Gasly im Alpine. Schon nach vier Minuten rollte das blaue Auto aus, er habe, so teilte Gasly der Box mit, „vermutlich die Antriebswelle verloren“. Es ließ sich kein Gang mehr einlegen, der Alpine stand ungünstig in Kurve acht und musste abgeschleppt werden. Doch wer geglaubt hatte, danach gehe es zügig weiter, sah sich getäuscht.

Zunächst war man noch guter Dinge, dass sich die Wartezeit nicht allzu lange hinziehen würde. „Die Fortsetzung der Einheit verzögert sich, weil es technische Probleme mit den Überwachungskameras rund um die Strecke gibt“, ließ die Rennleitung wissen. Man arbeite daran, das Problem so schnell wie möglich zu lösen, das Training könne aber aus Sicherheitsgründen vorerst nicht fortgesetzt werden.

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Und so ging auf einmal Valtteri Bottas im Alfa Romeo als schnellster Mann aus dem ersten Training hervor. Sein Team machte sich einen Spaß aus der Hängepartie. „Die erste Session ist halb rum, und wir stehen immer noch auf P1“, schrieb Alfa in den Sozialen Medien. Verstappen und sein Red-Bull-Kollege Sergio Perez konnten jeweils eine Runde fahren.

In den nächsten beiden Tagen droht weiteres Ungemach. Stimmen die Prognosen, werden sowohl das Qualifying am Samstag (22.00 Uhr/Sky) als auch das Rennen am Sonntag (20.00 Uhr/Sky) im Regen stattfinden. Eine schwarze Wand schluckte Montreal bereits am Freitag, die letzten 15 Minuten des Trainings fanden im strömenden Regen statt.

Nur einer ließ sich davon nicht weiter stören. Ein aufmerksames Murmeltier saß lange reglos am Rand der Strecke und beobachtete das Treiben, ehe es sich in ein Schlupfloch verzog. Die Ile Notre-Dame mitten im mächtigen St. Lorenz-Strom ist eine beliebte Heimat der flauschigen Nager, die auch während der Rennen oft als „Zuschauer“ an der Strecke auftauchen.

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(SID)/Bild: Imago

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