Vom Reservist zum Matchwinner: Sturm Graz feiert Sarkaria

In der Winterpause mit einem Bein schon in Linz, ist Manprit Sarkaria plötzlich Sturms Sieggarant. Seinem Doppelpack gegen seinen Ex-Club Austria Wien ließ der Angreifer der Grazer im Finale des ÖFB-Cups erneut zwei Tore folgen. Das 2:0 gegen Rapid am Sonntagabend besorgte der 26-Jährige im Alleingang und schwärmte danach von einem „besonderen Tag“.

Dabei fiel der technisch starke Wiener mit indischen Wurzeln zunächst als Chancentod auf. Eine Großchance unmittelbar nach dem Seitenwechsel ließ Sarkaria aus wenigen Metern noch ungenutzt. „Dass ich dann noch zwei Tore gemacht habe – unbeschreiblich. Ich wollte meine vergebene Chance so schnell wie möglich abhaken“, berichtete der Offensivmann nach der Partie.

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Sarkaria im Herbst häufig nur zweite Wahl

Sarkaria war im Sommer 2021 ablösefrei von der Austria zu Sturm gewechselt, nachdem sich die auch damals von Lizenzsorgen geplagten Wiener bei der Vertragsverlängerung zu lange Zeit gelassen hatten. Zur Austria war er mit 17 Jahren gewechselt, eine Akademieausbildung hat der klassische Käfigkicker nie gehabt.

In seiner ersten Saison in Graz wusste er zu überzeugen, im vergangenen Herbst waren die Leistungen dann durchwachsen. In der ADMIRAL Bundesliga wurde der Angreifer mehrmals nur ein- oder ausgewechselt, in der Europa-League-Gruppenphase spielte er nur einmal von Beginn an. Im Winter wurde über einen Wechsel zum LASK spekuliert, nach Gesprächen mit Trainer Christian Ilzer blieb Sarkaria aber.

Manprit Sarkaria
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Manprit Sarkaria

PositionAngriff
VereinFK Austria Wien

Im Frühjahr steuerte der gebürtige Wiener in der ADMIRAL Bundesliga schon fünf Tore und vier Assists bei. Im ÖFB-Cup-Endspiel legte Sarkaria nochmal einen drauf und avancierte mit zwei Toren zum Matchwinner und wurde mit insgesamt sechs Treffern zum Torschützenkönig des Wettbewerbs.

Ilzer mit „Riesenkompliment“ an Sarkaria

„Er hat kapiert, was nötig ist, damit er wieder in einen Topzustand kommt. Für das gehört ihm ein Riesenkompliment ausgesprochen. Er hat es alleine geschafft, sich aus einer schwierigen Situation herauszuziehen. Er hat sich dem gestellt und jetzt belohnt er sich dafür“, berichtete Ilzer über seinen Matchwinner.

Der bezeichnete den Brasilianer Ronaldinho als sein Vorbild. Mit diesem verbindet Sarkaria seine wohl größte Schwäche: Kritiker merkten oft an, dass die Defensivarbeit zu wünschen übrig lässt. Auch daran hat Sarkaria mittlerweile gearbeitet.

(APA/Red.)

Bild: GEPA