during the NFL game at the University of Phoenix Stadium on September 25, 2017 in Glendale, Arizona.

Nach Trump-Kritik: US-Sportler zeigen Einigkeit

via Sky Sport Austria

Von den 32 NFL-Klubs haben mittlerweile 28 auf Trumps Aussagen reagiert und dagegen Stellung bezogen. Am Sonntag standen neben Shahid Khan (Jacksonville Jaguars) auch Stephen Ross (Miami Dolphins), Martha Ford (Detroit Lions), Jeffrey Lurie (Philadelphia Eagles), Christopher Johnson (New York Jets) und Dean Spanos (Los Angeles Chargers) bei den Spielern ihrer Mannschaft.

Es scheint, als habe Trump nun den gesamten US-Sport gegen sich aufgebracht. Selbst Star-Quarterback Tom Brady, dem eine gewisse Nähe zu Trump nachgesagt wird, sparte nicht mit Kritik. “Ich bin überhaupt nicht einverstanden mit dem, was er gesagt hat. Das war entzweiend”, sagte Brady in einem Interview mit dem Sport-Radiosender WEEI.

Unterdessen wettert Trump weiter gegen die vereinten Sportler. Auf der Nachrichtenplattform Twitter postete der US-Präsident ein Video in dem der jamaikanische Sprint-Star Usain Bolt ein Interview unterbricht, um der Amerikanischen Nationalhymne “Respekt zu zeigen”. Alex Smith, Quarterback der Kansas City Chiefs, findet die Aussagen von Trump “sehr alarmierend”. Dies sei ja “derselbe Kerl, der es nicht fertigbrachte, gewalttätige Neo-Nazis zu verdammen, aber er verdammt Jungs, die sich bei der Nationalhymne hinknien.” Und es gehe, entgegnete Chargers-Besitzer Spanos Trumps Vorwürfen, ja auch “nicht darum, dass wir die Flagge nicht respektieren”.

Auch die sonst zurückhaltende Basketball-Ikone Michael Jordan, mittlerweile Klubbesitzer der Charlotte Hornets aus der Profiliga NBA, betonte das “Grundrecht der Redefreiheit” und sagte: “Wer das Recht nutzt, sich friedlich auszudrücken, darf nicht dämonisiert oder geächtet werden.”

Auch NBA-Star LeBron James meldete sich zu Wort

Bemerkenswert: Die Pittsburgh Steelers, Seattle Seahawks und Tennessee Titans knieten am Sonntag erst gar nicht – die Spieler kamen zur Nationalhymne einfach nicht aufs Spielfeld, wie es die NFL in ihren Regularien vorschreibt. Die dafür vorgesehene hohe Geldstrafe, ist zu hören, wird die Liga aber nicht einfordern.

Beitragsbild: Getty Images

SID