Neue Saison, neues Glück: Die 2. Deutsche Bundesliga startet heute mit 20 Österreichern

via Sky Sport Austria

Am Freitag startet die neue Saison der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga. In den Kadern der 18 Teams befinden sich auch 20 Legionäre aus Österreich – eine bunte Mischung aus absoluten Leistungsträgern, Routiniers, und hoffnungsvollen Talenten.

Bei einigen Aufstiegsanwärtern werden ÖFB-Kicker eine tragende Rolle spielen. Beim Vorjahresvierten Union Berlin sind gleich drei Österreicher unter den Anwärtern für die Startformation: Cristopher Trimmel war letzte Saison bereits unumstritten als rechter Außenverteidiger und der frühere Austria-Angreifer Philipp Hosiner erzielte sechs Tore in 25 Einsätzen. Neuzugang Cristoph Schösswendter (kam für 250 Tausend Euro von Rapid Wien, ist ein Startkandidat für die Innenverteidigung. Als vierter Österreicher komplettiert Tormann-Routinier Michael Gspurnig „Austria“ Berlin. Die Berliner starten die Saison beim Bundesligaabsteiger Ingolstadt (Samstag 13:00 Uhr).

Auch der Fünfte der Vorsaison, Dynamo Dresden, möchte oben ein Wörtchen mitreden und vertraut dabei auf zwei ÖFB-Neuzugänge: Das 20-jährige Spielmachertalent Sascha Horvath kam von Sturm Graz, Mittelfeldallrounder Patrick Möschl von Bundesliga-Absteiger SV Ried. Beim letzten Testspiel der Dresdener gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Samstag standen beide von Beginn an auf dem Platz, dürfen sich also berechtigte Hoffnungen machen auch zum Auftakt gegen den MSV Duisburg (Sonntag, 15:30 Uhr) zu starten.

Der VfL Bochum möchte nach sieben Jahren Zweitklassigkeit ebenfalls endlich wieder in die erste Liga. Sportvorstand Hochstätter träumt vom Aufstieg. Mithelfen bei dieser Mission sollen zwei Österreicher: Mittelfeldstratege Kevin Stöger war bereits in der Vorsaison als Leistungsträger eingeplant, verpasste dann aber beinahe die gesamte Spielzeit aufgrund eines Kreuzbandrisses. ÖFB-Angreifer Lukas Hinterseer kommt von dort, wo der VfL hinmöchte. Die letzten zwei Jahre konnte er beim FC Ingolstadt Erstligaerfahrung sammeln und erzielte dabei neun Treffer. Nach dem Abstieg mit dem FCI schlug Bochum zu und verpflichtete den Mittelstürmer ablösefrei. Der VfL eröffnet die Saison am Freitagabend gegen den FC St. Pauli (20:30 Uhr).

Die „Clubberer“ vom 1.FC Nürnberg wollen ihre Fans für den enttäuschenden 12. Platz in der letzten Saison entschädigen und möglichst wieder oben angreifen – wie 205/2016, als man erst in der Relegation knapp an Eintracht Frankfurt scheiterte. In der vergangenen Spielzeit konnte der Winter-Abgang von ÖFB-Topstürmer Guido Burgstaller (14 Tore in 17 Spielen) zu Schalke 04 nicht verkraftet werden. Co-Kapitän Georg Margreitter sollte dabei weiterhin zum Stammpersonal in der Innenverteidigung gehören, möglicherweise im ÖFB-Duo mit Neuzugang Lukas Jäger (kam aus Altach). Wenige Kilometer von Nürnberg entfernt kämpft der junge Lukas Gugganig (22) ebenfalls um Einsatzzeiten als Innenverteidiger.

In Kaiserslautern spielen die „roten Teufel“ seit Jahren unter ihren Erwartungen. Die beiden Österreicher Philipp Mwene und Stipe Vucur gehören zu zentralen Stützen der Viererkette um die leidenserprobten Fans der Lauterer wieder Besseres zu liefern. Im Duell der zuletzt enttäuschenden Traditionsvereine reist Kaiserslautern zum ersten Spiel nach Nürnberg (Sonntag 13.30 Uhr).

Neu in Deutschland ist Angreifer Nikola Dovedan, den der FC Heidenheim (überraschender 6. der Vorsaison) vom SCR Altach loseisen konnte. Sein Bewerbungsschreiben: Zehn Tore und acht Assists in der tipico-Bundesliga.

Im Kampf um den Klassenerhalt werden sich wohl Innenverteidiger Niklas Hoheneder mit Aufsteiger Holstein Kiel und Dominik Wydra (Erzgebirge Aue) wiederfinden. Auch Arminia Bielefeld mit Manuel Prietl und dem ausgeliehenen Konstantin Kerschbaumer und der SV Sandhausen mit dem österreichischen Routinier und Kapitän Stefan Kulovits (34) und Stamm-Tormann Marco Knaller stehen vor einer schweren Saison.