WELS,AUSTRIA,23.SEP.15 - SOCCER - OEFB Samsung Cup, FC Wels vs FK Austria Wien. Image shows Kevin Friesenbichler (A.Wien). Photo: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Nur die Wiener Austria kommt souverän weiter

via APA

Rapid und die Admira haben sich am Mittwoch gegen drittklassige Clubs ins Achtelfinale des österreichischen Fußball-Cups gezittert. Die Hütteldorfer kamen beim Ostligisten SKU Amstetten nach einem 1:1 nach Verlängerung durch ein 4:3 im Elfmeterschießen weiter, die Südstädter hatten ebenfalls im Elferschießen gegen den Regionalliga-Mitte-Vertreter Wallern mit 4:2 das bessere Ende für sich.

Im Duell zweier Bundesligisten gewann die SV Ried vor eigenem Publikum gegen den WAC nach 120 torlosen Minuten mit 5:3 im Elfmeterschießen. Den einzigen souveränen Sieg des Abends feierte die Austria durch ein 7:0 beim viertklassigen FC Wels.

Der Wiener Erzrivale Rapid hingegen tat sich um einiges schwerer, obwohl er einen optimalen Start erwischte. In der 7. Minute legte Louis Schaub für Florian Kainz auf, der mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte für das 1:0 der Gäste sorgte. Der erste Tiefschlag aber folgte schon rund zehn Minuten später. Nach einem Zweikampf mit Mario Sonnleitner ging der Amstettner Patrick Lachmayr im Strafraum zu Boden – Schiedsrichter Alexander Harkam entschied auf Rot für den Rapid-Verteidiger wegen Torraubs und Elfmeter, den Milan Vukovic verwandelte.

Auch in Unterzahl blieb Rapid die tonangebende Mannschaft, wusste jedoch mit dem hohen Ballbesitz-Anteil wenig anzufangen. Brenzlig für den Achten der Regionalliga Ost wurde es nur in der 26. Minute, als Schaub an Goalie Lukas Schwaiger scheiterte, und in der 37. Minute, als ein Treffer von Schaub wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Mate Jelic aberkannt wurde.

Nach dem Seitenwechsel sorgte der neue Rapid-Stürmer mit einem Kopfball an die Außenstange (77.) für die einzige vielversprechende Aktion der Hütteldorfer bis zum Ende der regulären Spielzeit. Die in der Defensive souveränen und im Konter gefährlichen Hausherren kamen dem zweiten Tor schon näher: In der 63. Minute parierte Rapid-Goalie Richard Strebinger einen Kopfball von Lachmayr, in der 71. Minute verzog Vukovic aus guter Position und in der 88. Minute wehrte Strebinger einen “Spitz” von Lachmayr an die Stange.

Nach einer von Kampf und Krampf geprägten Verlängerung, in der Schwaiger in der 104. Minute gerade noch ein Eigentor von Mario Holzer verhinderte, ging es ins Elfmeterschießen. Dort parierte zunächst Goalie Schwaiger den Versuch von Kainz, danach wehrte Strebinger den Penalty von Holzer ab. Die Entscheidung brachte ein von Strebinger entschärfter Lachmayr-Elfer. Davor hatte Dibon getroffen, der Rapid vor einem Jahr in Amstetten in der 117. Minute zum Aufstieg geschossen hatte.

Allerdings dürfte sich bei Coach Zoran Barisic die Freude über das Weiterkommen in Grenzen halten, denn Nutz blieb in der zweiten Hälfte auf dem tiefen Boden hängen und wurde mit Verdacht auf eine schwere Knieblessur vom Platz getragen. Wenig später folgte ihm Schaub, der bei einem Zweikampf mit Holzer offensichtlich eine gröbere Knöchelverletzung erlitt. Die genauen Diagnosen sollten am Donnerstag bekannt sein.

Im Gegensatz zu ihrem Wiener Rivalen gab sich die Austria keine Blöße. Die “Veilchen” gewannen auswärts gegen Wels, den Drittletzten der Oberösterreich-Liga (4. Leistungsstufe) sicher mit 7:0. Die Tore erzielten Rotpuller (1.), Serbest (15.), Friesenbichler (18., 27.), Gorgon (23.), Meilinger (54.) und Vukojevic (82.). Austrias Salamon sah in der 81. Minute wegen Nachschlagens die Rote Karte. Bei den Siegern fehlte unter anderen der erkrankte Kapitän Robert Almer, der allerdings bis zum Wochenende wieder fit werden könnte.

In Ried setzten sich die Gastgeber vor eigenem Publikum gegen den WAC nach einem 0:0 nach 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 5:3 durch. Die Entscheidung brachte der Penalty des Wolfsbergers Dario Baldauf, der an die Latte ging. Davor hatten die Zuschauer in der Keine-Sorgen-Arena eine über weite Strecken ausgeglichene Partie gesehen. Dieter Elsneg (33.) beziehungsweise Philip Hellquist (23.) und Roland Putsche (43.) ließen vor dem Seitenwechsel gute Chancen aus. In der zweiten Hälfte herrschte lange Leerlauf, ehe es gegen Ende der regulären Spielzeit Matchbälle auf beiden Seiten gab.

 

 

Zunächst bugsierte Rieds Clemens Walch den Ball am leeren Tor vorbei (91.), dann schoss Hellquist den Ball aus guter Position genau auf den Innviertler Goalie Thomas Gebauer (92.). In der Verlängerung waren die Oberösterreicher die gefährlichere Mannschaft, doch WAC-Goalie Christian Dobnik zeigte bei Kopfbällen von Thomas Reifeltshammer (103.) und Walch (115.) starke Paraden.

Auch die Admira schaffte den Einzug unter die letzten 16. Eldis Bajrami brachte die bisherige Überraschungsmannschaft der Bundesliga-Saison in der 47. Minute in Führung, den Hausherren gelang in der 62. Minute durch ein Eigentor der Niederösterreicher der Ausgleich. Dominik Starkl sorgte in der 102. Minute für das 2:1 aus der Sicht des Liga-Zweiten, doch Darijo Pecirep rettete Wallern zwei Minuten später in die Verlängerung. Dort hatte dann die Admira mit 4:2 das bessere Ende für sich.

 

Gesammelte Ergebnisse vom 23.09.2015

SV Ried – Wolfsberger AC 0:0 n.V, 5:3 im Elferschießen

SKU Amstetten (Regionalliga Ost) – SK Rapid Wien 1:1 n.V. (1:1,1:1), 3:4 im Elfmeterschießen. Tore: Vukovic (18./Elfmeter) bzw. F. Kainz (7.). Rote Karte: Sonnleitner (17./Rapid/Torraub)

FC Wels (Landesliga Oberösterreich) – Austria Wien 0:7 (0:5). Wels, 2.000. Tore: Rotpuller (1.), Serbest (15.), Friesenbichler (18., 27.), Gorgon (23.), Meilinger (54.), Vukojevic (82.). Rote Karte: Salamon (81./Austria/Nachschlagen)

SV Wallern (Regionalliga Mitte) – Admira Wacker Mödling 2:2 n.V (1:1,0:0), 2:4 im Elferschießen. Tore: Eigentor Admira (62.), Pecirep (104.) bzw. Bajrami (47.), Starkl (102.)