Bildnummer: 05263655  Datum: 23.06.1998  Copyright: imago/WEREK
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ÖFB-Bilanz gegen Italien bei großen Turnieren düster – Letzter Sieg vor mehr als 60 Jahren

via Sky Sport Austria

Die Bilanz der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien ist vor dem EM-Achtelfinalduell am Samstag in London mit 13 Siegen, 8 Unentschieden und 16 Niederlagen nur leicht negativ, das Torverhältnis mit 57:47 sogar positiv. Dennoch setzte es für die ÖFB-Auswahl gegen die “Squadra Azzurra” schon äußerst bittere Niederlagen, so etwa bei vier Weltmeisterschaften.

Die vielleicht schmerzvollste Pleite passierte vor fast genau 87 Jahren, als das WM-Semifinale am 3. Juni 1934 in Mailand unter dubiosen Umständen 0:1 verloren ging. Bei der damaligen Endrunde galt Österreich als Favorit, verfügte man doch über ein “Wunderteam” – auch wenn dessen Ära laut Historiker-Meinung bereits im April 1933 zu Ende gegangen war.

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Trotzdem kamen Matthias Sindelar und Co. nach Siegen über Frankreich und Ungarn bis in die Vorschlussrunde, wo Gastgeber Italien wartete. Diversen Berichten zufolge wurden die Österreicher in diesem Match vom schwedischen Schiedsrichter Ivan Eklind schwer benachteiligt – so dürfte etwa ÖFB-Goalie Peter Platzer beim entscheidenden Tor mit dem Ball in den Händen von Giuseppe Meazza gefoult worden sein, Enrique Guaita bugsierte das Spielgerät ins Netz. Italiens damaliger Diktator Benito Mussolini soll im Vorfeld massiv auf den Referee eingewirkt haben.

Eklind leitete daraufhin noch das Finale und soll in dieser Partie ebenfalls zugunsten der Italiener gepfiffen haben, die sich gegen die Tschechoslowakei mit 2:1 nach Verlängerung durchsetzten. Auch dank dieser Erfolge brachte es die damalige “Squadra” auf 30 ungeschlagene Partien in Folge – ein Landesrekord, der erst jetzt unter Teamchef Roberto Mancini eingestellt wurde.

Das nächste Duell bei einer WM folgte am 18. Juni 1978 in Buenos Aires in der Zweiten Runde des Turniers. Das ÖFB-Team war mit einem 1:5 gegen die Niederlande in diese Phase gestartet, durch das 0:1 gegen Italien war die Chance auf das Finale endgültig dahin. Immerhin folgte drei Tage später zum Turnierabschluss der legendäre 3:2-Sieg über Deutschland in Cordoba.

Auch das darauffolgende Kräftemessen bei einer Weltmeisterschaft endete mit einem 1:0 für Italien. Der damalige Gastgeber gewann am 9. Juni 1990 in Rom hochverdient. Das bisher letzte Duell auf Pflichtspielebene ging bei der WM 1998 in Paris St./Denis über die Bühne, als sich Österreich trotz starker Leistung unglücklich 1:2 geschlagen geben musste und so wie bei der Endrunde acht Jahre davor nach der Gruppenphase Abschied nehmen musste.

Immerhin brachte das jüngste Freundschaftsspiel gegen Italien ein Erfolgserlebnis. Am 20. August 2008 holte die ÖFB-Auswahl gegen den damals regierenden Weltmeister in Nizza ein 2:2. Dieses achtbare Ergebnis ändert aber nichts daran, dass Österreich schon seit dem 10. Dezember 1960, als man sich in einem Test in Neapel 2:1 durchsetzte, auf einen Sieg gegen die Italiener wartet. Danach gab es zehn Niederlagen und drei Remis. Die aus österreichischer Sicht relativ gute Gesamtbilanz ist vor allem dem Abschneiden in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg geschuldet.

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Bisheriger ÖFB-Bilanz gegen Italien

(APA)

Bild: Imago