Peruanisches Kartenfestival

via Sky Sport Austria

Im Spiel zwischen Alianza Lima und Real Garcilaso in der ersten peruanischen Liga musste Schiedsrichter Ramón Blanco etwas öfter in die Hosentasche greifen als gewöhnlich. Zu insgesamt fünf roten Karten sah sich der Unparteiische veranlasst – alle für dieselbe Mannschaft sowie vier davon in weniger als drei Minuten.

Nach einem frustrierenden 0-1 Rückstand versuchte Alianza Lima gegen Ende des Spiels alles, um den Ausgleich zu erzielen. Gabriel Costa aber ging überhart zur Sache, woraufhin er des Platzes verwiesen wurde. Wenig später folgte ihm Marcos Miers nach: Nach einem Ellbogenschlag hatte er noch den Ball in Richtung Schiri Blanco geworfen. Nach einem Foul von Pablo Míguez war die Alianza-Mannschaft bereits auf 8 Spieler reduziert. Christian Cueva hatte noch verhindern wollen, dass auch der dritte Mannschaftskollege vom Platz muss. Sein Versuch, den Schiedsrichter physisch zu hindern Rot zu zeigen führte jedoch zu eben jener Aktion – als Zugabe auch für ihn selbst. Und weil das noch nicht genug war, stürmte noch Alianza-Coach Guillermo Sanguinetti das Feld, ehe er postwendend per roter Karte wieder hinausgeschickt wurde.

Das Ergebnis blieb letztlich beim 0-1 für Real Garcilaso. Durch den Sieg übernahmen die Gäste die Tabellenführung, Alianza Lima belegt mit sieben Punkten aus fünf Spielen Platz sieben. Im Anschluss an das Spiel gratulierte die Schiedsrichtervereinigung Schiedsrichter Blanco für sein “korrektes” Handeln. “Sehr gute Leistung, Ramón”, hieß es sinngemäß auf seiner Facebook-Seite.

Das Kartenfestival im Video:

Titelbild: Guardian Sport / Twitter