KLAGENFURT,AUSTRIA,27.NOV.21 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, SK Austria Klagenfurt vs Red Bull Salzburg. Image shows the rejoicing of head coach Peter Pacult (A.Klagenfurt). Photo: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Peter Pacult bleibt nach dem Erfolg über Salzburg bodenständig: „Auch gegen Salzburg gibt es nur drei Punkte“

via Sky Sport Austria
  • Turgay Gemicibasi zeigt sich dankbar über den Schiedsrichter: „Der Schiri hat’s heute gut mit mir gemeint“
  • Salzburg-Coach Jaissle über eine Krise: „Tatsächlich haben wir eine Phase, wo wir uns schwerer tun“
  • Sky-Experte Martin Stranzl über Niederlage der Salzburger: „Dass das so zusammenkommt, passt dann irgendwo ins Bild“

SK Austria Klagenfurt besiegt den FC Red Bull Salzburg 2:1. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 16. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.

SK Austria Klagenfurt – FC Red Bull Salzburg 2:1 (1:0)
Schiedsrichter: Gerhard Grobelnik

Peter Pacult (Trainer SK Austria Klagenfurt):
…über den Heimsieg: „Das waren drei Punkte, mit denen wir heute nicht hätten rechnen können, aber wir nehmen sie natürlich gerne mit. Aber dass wir jetzt herumhupfen und Jubel, Jubel..na! Kompliment an die Mannschaft für diese Leistung. Nichtsdestotrotz nehme ich die Punkte mit, wie gegen jeden anderen Gegner.“

…über die Wertigkeit der drei Punkte: „Auch gegen Salzburg gibt es nur drei Punkte. Deswegen jubeln wir jetzt nicht herum, natürlich freue ich mich für die Mannschaft und den Klub. Im Endeffekt sind es drei Punkte, die wir am Konto haben.“

…scherzt über Turgay Gemicibasi’s Aussage über Klagenfurt in der Meistergruppe: „Das muss ich mit ihm nüchtern besprechen. Mit ihm werde ich mich noch unterhalten müssen.“

…über Turgay Gemicibasi’s angekündigte neue Frisur: „Wird er noch schircher als jetzt?“

…über seine Mannschaft und die Ambition auf die Meistergruppe: „Wir brauchen noch nicht über Dinge reden, die noch nicht existieren. Wir müssen Spiel für Spiel schauen und haben gegen einen Gegner gewonnen, mit dem man nicht hätte rechnen können. Es ist eine gute Herbstsaison-Mannschaft, wenn man bedenkt, dass nur drei Spieler die Bundesliga kennen. Der Rest sind Regionalliga- oder Zweitliga-Spieler und das machen sie hervorragend. Da kann man ihnen nur ein Kompliment machen.“

…über die fehlenden Fans: „Es ist schade für den Verein, dass wir heute ohne Zuschauer spielen mussten. Aber vielleicht war das auch der Schlüssel, weil keine Zuschauer da waren. Da wird man auch oft schnell unruhig, wenn es nicht so läuft.“

…vor dem Spiel: „Wir haben eine Formation gefunden, die ganz gut funktioniert. Die Ergebnisse und Leistungen passen. Wir haben auch das Glück, dass wir auf der Bank auch Leute haben, die wir genauso bringen können. Es hat sich in den letzten Spielen nur wenig angeboten, weil wenn was funktioniert, tut man sich als Trainer oft schwer etwas zu wechseln, was eigentlich gut funktioniert.“

Turgay Gemicibasi (SK Austria Klagenfurt):
…nach dem Spiel, was den Unterschied gemacht hat: „Jeder marschiert für den anderen und wir stehen kompakt. Gegen uns spielt man nicht gerne, vor allem, wenn wir in Führung gehen. Man hat heute auch gesehen, man kann auch die beste Mannschaft Österreichs schlagen.“

…über eine Wette mit Markus Pink: „Ich weiß nicht, ob ich mich über den Sieg freuen soll. Gestern habe ich nach dem Abschlusstraining zum Pinki gesagt, wenn wir gewinnen, können sie mir die Haare schneiden, wie sie wollen. Ich glaube, ich werde nächste Woche der dicke Ronaldo sein.“

…über seinen möglichen Ausschluss: „Ich kann mich nicht beklagen. Ich dachte, dass ich schon in der ersten Halbzeit vom Platz fliege. Der Schiri hat’s heute gut mit mir gemeint und wollte, dass wir gewinnen und eine Sensation schaffen.“

Matthias Jaissle (Trainer FC Red Bull Salzburg):
…nach dem Spiel, ob man von einer Krise sprechen kann: „Tatsächlich haben wir eine Phase, wo wir uns schwerer tun. Das war absehbar, wir waren uns dessen bewusst mit der jungen Truppe. Was wir bis dato gespielt haben war auf einem unfassbar konstant hohen Niveau. Jetzt ist es eine Phase, wo ein bisschen die Luft raus ist. Die Jungs bekommen jetzt einmal zwei Tage frei. Wir haben schon in den letzten Tagen gemerkt, dass wir aus den letzten Löchern pfeifen.“

…über die Trainingsgestaltung in den nächsten Tagen: „Jetzt ist die Woche wichtig, dass die Mannschaft ein bisschen durchschnaufen kann. Wir werden jetzt nicht in den Wald gehen und an der Ausdauer feilen. Jetzt sind mal zwei Tage frei. Wir haben dann noch drei Spiele in kürzester Zeit und versuchen die bestmöglich rumzukriegen. Jetzt wird es wichtig sein, dass die Jungs in den Winterurlaub kommen.“

…vor dem Spiel: „Nach der Niederlage in Lille war die Enttäuschung da. Wir haben das Spiel schnell analysiert, danach ging der Fokus auf Klagenfurt. Das wird ein komplett anderes Spiel. Wir wollen heute wieder einen Dreier einfahren.“

…über die aktuelle Schwächephase. „Wir haben eine kleine Schwächephase in der Offensive. Diese Selbstverständlichkeit ist uns abhandengekommen. Das sind Dinge, wo wir anpacken und Nuancen – speziell auf internationaler Ebene – das probieren wir in den nächsten Wochen besser zu machen.“

…über fehlende Trainingseinheiten während der englischen Wochen: „Es ist tatsächlich ein Schlüsselfaktor. Du hast keine Möglichkeit mannschaftstaktisch groß auf dem Platz zu trainieren. Du hast permanente Abschlusstrainingseinheiten und vielleicht nach dem Spiel ein Ersatztraining. Das ist uns bewusst, das ist aber auch geil. Damit müssen wir zufrieden sein und wir haben die Chance alle drei Tage zu spielen. Und das mit so einer jungen Mannschaft, wir sehen das als Belohnung.“

…erklärt die Rotationen vor dem Spiel: „Die Daten haben gezeigt, dass es keinen Leistungsabfall von keinem Spieler gab, ganz im Gegenteil. Trotzdem hatte ich nach dem Lille-Spiel das Gefühl, dass auch der ein oder andere mental eine kleine Pause nach den vielen Spielen braucht. Das ist völlig normal bei so einer jungen Mannschaft, die sind es nicht gewohnt alle drei Tage zu spielen.“

Martin Stranzl (Sky Experte):
…über die Salzburger Niederlage: „Sie sind aktuell in einer schwierigen Phase, das haben die letzten Spiele gezeigt. Sie haben die erste Niederlage in der Liga von einem aggressiven Aufsteiger zugefügt bekommen, der bis dato zuhause auch ungeschlagen war. Dass das so zusammenkommt, passt dann irgendwo ins Bild.“

…über die Wertigkeit des Sieges für die Klagenfurter: „Drei Punkte bleiben drei Punkte, auch gegen Salzburg. Wenn du dir die Tabellenkonstellation anschaust, ist es natürlich wichtig. Wenn du gegen den Tabellenführer gewinnst, ist es schön. Aber im Endeffekt kannst du dir auch nicht mehr davon kaufen.“

…über die Einschätzung der Klagenfurter in der Meistergruppe: „Wenn du den Meister schlägst, werden sie in Zukunft daran gemessen. Ich finde es nicht verwerflich, wenn sich ein Spieler solche Ziele steckt. Mit der Leidenschaft und Aggressivität und auch die Punkte, die sie bis jetzt geholt haben, ist der Anspruch auch gerechtfertigt.“

…vor dem Spiel über die derzeitige Salzburger Form: „Das ist die jüngste Mannschaft, die Salzburg je hatte. Da muss man den jungen Spielern auch mal eingestehen, dass auch mal schwächere Phasen kommen. Das ist völlig normal und es bleibt nicht immer stabil oben, du hast auch mal Einbrüche. Der Salzburger Spielstil ist auch sehr kräftezehrend.“

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Beitragsbild: GEPA.