Lukas Josef Podolski of Galatasarayduring the Turkish Spor Toto Super Lig football match between Galatasaray and Antalyaspor on October 2, 2016 at the TT Arena in Istanbul, Turkey . Galatasaray v Antalyaspor Turkish Spor Toto Super Lig 2016/2017 xVIxGerritxvanxKeulenxIVx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxPOLxJPNxONLY 6338790

Lukas Joseph Podolski of  The Turkish Spor Toto Super Lig Football Match between Galatasaray and Antalyaspor ON October 2 2016 AT The TT Arena in Istanbul Turkey Galatasaray v Antalyaspor Turkish Spor Toto Super Lig 2016 2017 xVIxGerritxvanxKeulenxIVx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxPOLxJPNxONLY

Podolski-Transfer nach China “in der Abschlussphase”

via Sky Sport Austria

Weltmeister Lukas Podolski zieht es offenbar nach China. Sein Wechsel zu Beijing Guoan steht laut Galatasaray Istanbul vor dem Abschluss.

Antalya/München (SID) Jetzt auch der “Prinz”: Im Spätherbst seiner Karriere scheint Lukas Podolski als erster deutscher Top-Star den Verlockungen der chinesischen Milliarden-Liga zu erliegen. Der Wechsel des Weltmeisters von Galatasaray Istanbul zu Beijing Guoan sei “in der Abschlussphase”, sagte Gala-Vorstandsmitglied Levent Nazifoglu im Trainingslager des Rekordmeisters in Antalya.

Podolski selbst weiß aber angeblich nichts von einem Interesse aus China. “Gerüchte gibt es immer. Die wird es auch in den nächsten Jahren geben. Ich weiß von nichts, trainiere morgen wieder bei Istanbul und dann geht es weiter”, sagte der frühere Bundesligaprofi Sky Sport News HD.

Podolski, der am Bosporus noch einen Vertrag bis 2018 besitzt, soll in Peking neun Millionen Euro netto im Jahr verdienen. Nazifoglu betonte zwar, dass Galatasaray den 31-Jährigen eigentlich gar nicht verkaufen wolle, aber “der Spieler selbst scheint einen Wechsel zu favorisieren”, fügte er an. Weil Gala Planungssicherheit haben wolle, solle die Entscheidung möglichst schnell fallen. “Entweder passiert der Transfer innerhalb einer Woche oder gar nicht”, sagte Nazifoglu.

Vertreter von Guoan weilen Medienberichten zufolge bereits in der Türkei, um den Wechsel klar zu machen. Der ehemalige Bundesliga-Profi Podolski (1. FC Köln, Bayern München) hatte das Angebot nach seiner Ankunft im Trainingslager bei NTV Spor bestätigt, aber betont: “Ich habe mich noch nicht entschieden.”

Podolski war im Sommer 2015 vom FC Arsenal an den Bosporus gewechselt. In seiner ersten Saison war er mit 17 Pflichtspieltoren und neun Vorlagen Topscorer, und auch aktuell zählt der 129-malige Nationalspieler (48 Tore) trotz verschiedener Verletzungen mit sechs Toren in zwölf Pflichtspielen zu den Leistungsträgern.

In Peking würde er auf seinen ehemaligen Klubkollegen Burak Yilmaz treffen, der neben den brasilianischen Nationalspielern Renato Augusto (ehemals Bayer Leverkusen) und Ralf einer der drei ausländischen Stars beim Meister von 2009 ist. Guoan gehört der CITIC-Group, einem staatlichen Finanz- und Investmentunternehmen, Sportdirektor ist der frühere Bundesliga-Spieler Shao

Jiayi. Die “kaiserliche Garde” spielt in Pekings Arbeiterstadion (Kapazität: 66.000) und ist laut Forbes nach Guangzhou Evergrande das wertvollste Team der Super League. In der abgelaufenen Saison war Guoan als Fünfter aber so schlecht wie seit 2010 nicht mehr.

Podolskis angedachter Wechsel geht nicht ohne Nebengeräusche über die Bühne. Der Stürmer wetterte auf Twitter über das türkische Massenblatt Hürriyet, das ein angebliches Zitat von ihm in Umlauf gebracht hatte. Er fühle sich in der Türkei wohl und sei bei Gala zufrieden, wurde Podolski von Sabah-Kolumnist Levent Tuzemen zitiert, “aber wenn man mir einen Vertrag mit einem Gehalt von zehn Millionen Euro pro Jahr anbietet, würde ich gehen”.

Podolski nannte dies “komplett falsch” und rief seinen Fans zu: “Glaubt diesen Lügen nicht!” Hürriyet verwies in einer Antwort darauf, nur Tuzemen wiedergegeben zu haben, und schloss seinen Tweet an den “lieben Lukas Podolski” mit den Worten: “Auf Wiedersehen”.

Podolski würde mit dem Transfer zahlreichen internationalen Stars folgen, die sich in den vergangenen Wochen von den Millionen-Offerten ins Reich der Mitte hatten locken lassen. Vor allem die viele Millionen schweren Wechsel von Oscar vom FC Chelsea und Carlos Tevez (Boca Juniors) nach China hatten für Wirbel gesorgt – bis in höchste Regierungskreise. Die Klubs hätten “Geld verbrannt”, ließ ein Sprecher wissen und kündigte an, dem Irrsinn Einhalt gebieten zu wollen.

SID

Beitragsbild: Imago