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Zu hohe Ablösesummen: Guardiolas 500-Millionen-Euro-Märchen

via Sky Sport Austria

Ausgerechnet Manchester City-Coach Pep Guardiola beklagte sich zuletzt über die zu hohen Transfersummen, die selbst der “Scheich-Klub” nicht bezahlen könne.

Der 47 Jahre alte Spanier sagte vergangene Woche auf einer Pressekonferenz: “Wenn man vier Wettbewerbe erfolgreich bestreiten möchte, benötigt man 22 Top-Spieler. Um heutzutage 22 Top-Spieler im Kader zu haben, braucht man viel Geld, welches wir aber nicht besitzen. Kein Klub könnte so überleben. Selbst für Manchester City sind diese Summen zu hoch. Das ist die Wahrheit”, so Guardiola.

Man City-Trainer Pep Guardiola: “Können solche Ablösesummen nicht bezahlen”

Richtig ist, dass Manchester City bei den ganz großen Transfers bislang keine Rolle gespielt hat. Neymar wechselte für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris St. Germain. Philippe Coutinho kam für 120 Millionen vom FC Liverpool nach Barcelona, genauso wie Dortmunds ehemaliger Flügelstürmer Ousmane Dembele, der 105 Millionen Euro (plus Bonuszahlungen) gekostet hatte.

Betrachtet man aber die jüngsten Transferausgaben, so wird einem die Finanzstärke von ManCity schnell klar. Seit Guardiolas Amtsbeginn zur Saison 2016/2017 haben die Citizens bis dato rund 531 (!) Millionen Euro (Quelle: Transfermarkt.de) in neue Spieler investiert. Der letzte Top-Transfer war Aymeric Laporte, der – so ganz nebenbei – mit einer Ablöse von 65 Millionen Euro zum zweitteuersten Innenverteidiger der Geschichte aufgestiegen ist.

Pep schwärmt von 65 Millionen-Neuzugang Laporte

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Fakt ist: Manchester City zahlt zwar bislang nicht die ganz hohen Transfersummen, dafür investieren sie in die Breite ihres Kaders. Zum Vergleich: PSG hat seit 2016 “nur” 376 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben (davon die 222 Millionen Euro für Neymar). Der FC Barcelona kommt zwar auf stolze 446 Millionen Euro, dafür haben die Katalanen aber auch die Einnahmen vom Neymar-Transfer generiert.

Zieht man den Vergleich zum FC Bayern, werden die Unterschiede noch deutlicher. Der deutsche Rekordmeister hat seit anderthalb Jahren gerade einmal rund 186 Millionen Euro für Transfers ausgegeben. In Anbetracht dieser Zahlen kann man mit Sicherheit über die Aussagen von Pep Guardiola diskutieren.

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