PARIS,FRANCE,28.NOV.18 - SOCCER - UEFA Champions League, group stage, Paris Saint-Germain vs Liverpool FC. Image shows head coach Thomas Tuchel (PSG). Photo: GEPA pictures/ Panoramic/ Gwendoline Le Goff - ATTENTION - COPYRIGHT FOR AUSTRIAN CLIENTS ONLY

PSG-Trainer Tuchel nach Rückschlag bei CL-Auftakt ratlos

via Sky Sport Austria

Paris Saint-Germain hat zum Start der Champions League einen empfindlichen Rückschlag einstecken müssen. Nach der 1:2-Heimniederlage des Finalisten der Vorsaison gegen Manchester United haderte Trainer Thomas Tuchel mit seinem Team. “Wir waren nicht auf unserem Niveau, weder in der Abwehr noch im Angriff”, sagte der Deutsche. Er sprach von einem “harten Auftakt”. PSG hat in der interessanten Gruppe mit RB Leipzig und Außenseiter Basaksehir somit von Beginn an Nachholbedarf.

Während Manchester United am Dienstagabend dank des späten Tores von Marcus Rashford (87.) jubeln durfte, brachte Leipzig die Pflichtaufgabe Basaksehir hinter sich. Das 2:0 von Deutschlands Spitzenreiter sah Marcel Sabitzer von der Bank aus. Für einen Kurzeinsatz reichte es bei Österreichs Internationalen nach seiner Muskelverletzung noch nicht. Herausragend war der Spanier Angelino, der in der 16. und 20. Minute den Sieg gegen den türkischen Meister herausschoss. Ansonsten reichte Leipzig eine Durchschnittsleistung. “Man muss ein wenig Drecksack-Mentalität an den Tagen haben, an denen man kein Top-Spiel macht”, sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann dazu.

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Besonders mit Blick auf das Auswärtsspiel in Manchester kommende Woche war für Leipzig der Sieg wichtig, um im Old Trafford nicht schon unter Druck zu stehen. Die “Red Devils” könnten mit einem Heimsieg einen weiteren Schritt Richtung Achtelfinale machen. “Wir wissen, dass wir zehn Punkte brauchen, um weiterzukommen. Deshalb ist das kommende Spiel sehr wichtig”, sagte United-Coach Ole Gunnar Solskjaer.

Im Prinzenpark war Rashford wieder einmal Matchwinner für Manchester. Englands Teamstürmer hatte bereits das Achtelfinal-Duell mit Paris im Frühjahr 2019 mit einem späten Auswärtstor, damals aus einem Elfmeter, entschieden. “Natürlich ist es ein gutes Gefühl. Wir sind nun in einer guten Position, aber es war erst das erste Gruppenspiel”, meinte Rashford nach Schlusspfiff.

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Auch Solskjaer bremste, Euphorie würde er keine verspüren, meinte der Norweger. “Es ist ein wenig steril ohne Fans. Aber natürlich haben wir hervorragend gespielt und den Sieg verdient”, betonte Solskjaer, der vor allem die Defensivleistung lobte. So waren die PSG-Stars Kylian Mbappe und Neymar meist unter Kontrolle.

PSG lieferte vor allem in der ersten Hälfte eine schwache Vorstellung ab. “Wir haben alles vermissen lassen: Intensität, Aggressivität, wir waren nicht kompakt, wir haben nicht mit Selbstvertrauen gespielt. Ehrlich gesagt weiß ich nicht warum”, analysierte Tuchel. Der Deutsche hoffte, dass die Vorstellung seiner Elf “eine einmalige Angelegenheit” war. “Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein und unsere Leistung hinterfragen”, sagte er. Tuchel berichtete auch, dass er bereits vor Anpfiff ein schlechtes Gefühl gehabt habe. So sei die Stimmung in der Kabine “sehr leise” gewesen.

Haaland-Tor zu wenig! Lazio schlägt den BVB

Ärger gab es auch in Rom nach Dortmunds 1:3-Niederlage bei Lazio. Selbst der eigentlich für seine Zurückhaltung bekannte Lucien Favre verlor die Contenance. Nach dem indiskutablen Auftritt seiner Mannschaft verspürte der BVB-Trainer wenig Lust, seine Profis in Schutz zu nehmen. “Ich habe heute nicht viel Gutes gesehen”, klagte Favre. “Wir waren nicht da und nicht bereit, gemeinsam zu verteidigen. Ich bin sehr enttäuscht.” Dortmund steht in den Partien gegen Zenit St. Petersburg (28. Oktober) und bei Club Brügge (4. November) nun unter Zugzwang.

In Barcelona traf Lionel Messi beim 5:1 der Katalanen gegen Ferencvaros Budapest per Elfer zur Führung. Der Argentinier hat nun in 16 aufeinanderfolgenden Champions-League-Saisonen immer zumindest ein Tor erzielt. Dies gelang vor ihm noch keinem Profi. Der ehemalige Manchester-United-Star Ryan Giggs scorte zwar ebenfalls in 16 Saisonen in der Königsklasse, jedoch nicht in 16 Jahren in Folge. Außerdem hat der 33-jährige Messi in der “Königsklasse” nun gegen 36 Vereine getroffen und ist in dieser Rangliste unerreicht.

Barca-Trainer Ronald Koeman war erfreut, dass sich neben seinem Superstar auch andere Spieler wie die 17-jährigen Ansu Fati und Pedri in die Torschützenliste eintrugen. “Wir haben gezeigt, dass wir gute Leute haben”, lobte der Niederländer.

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(APA/dpa/Reuters)

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