1:2 in Bremen: Gladbachs historischer Fehlstart perfekt

via Sky Sport Austria

(SID) Als der historische Fehlstart perfekt war, verließen die Serien-Verlierer von Borussia Mönchengladbach fluchtartig den Rasen. Nach dem 1:2 (1:1) bei Werder Bremen wollten die Profis des Champions-League-Teilnehmers nur noch weg. “Es wird langsam schwierig, da unten rauszukommen”, gab Mittelfeldspieler Granit Xhaka zu, nachdem der fünfmalige Meister erstmals in seiner Vereinsgeschichte mit drei Niederlagen in die Bundesliga-Saison gestartet war.

Nach dem Einzug in die Königsklasse ist Gladbach innerhalb kürzester Zeit ganz unten angelangt: kein einziger Punkt, 2:8 Tore, 18. Platz. “In der letzten Saison in der Rückrunde wurden wir von einer fantastischen Leichtigkeit getragen”, meinte Manager Max Eberl, “das müssen wir uns jetzt wieder hart erarbeiten, das wird schwer. Im Moment wird jeder Fehler brutal bestraft.”

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion gerieten die Gladbacher durch einen nicht unumstrittenen Foulelfmeter, den US-Nationalspieler Aron Johannsson in der 39. Minute verwandelte, in Rückstand. Sekunden vor dem Pausenpfiff glich der Ex-Hannoveraner Lars Stindl aus. Für die Entscheidung zugunsten der Bremer, die ihren ersten Saisonsieg feierten, sorgte ein Kopfball von Jannik Vestergaard in der 53. Minute nach Eckball von Zlatko Junuzovic. Kurz vor Schluss verschoss der eingewechselte Felix Kroos den zweiten Foulelfmeter für Werder (88.).

Die letzten Gladbacher Bemühungen, doch noch den Ausgleich zu schaffen, verfolgte Xhaka als Zuschauer: Wegen wiederholten Foulspiels musste der Schweizer mit Gelb-Rot vom Platz (87.). “Die zweite Gelbe Karte kann man geben”, sagte Xhaka, “aber die erste war absolut lächerlich. Da müssen die Schiedsrichter doch einfach mehr die Augen aufmachen.”

Insbesondere in der ersten Halbzeit merkte man der Mannschaft von Trainer Lucien Favre die Verunsicherung deutlich an. Die Westdeutschen agierten sehr vorsichtig, scheuten das Risiko und wurden eigentlich nur dann gefährlich, wenn die Platzherren sich in der Defensive Fehler leisteten – so auch beim 1:1-Ausgleichstreffer.

Aber auch die Bremer waren nach saisonübergreifend fünf Spielen ohne Sieg kein Ausbund an Selbstvertrauen. Werder-Coach Viktor Skripnik forderte seine Schützlinge mehrfach lautstark zu beherzteren Aktionen auf. Zunächst war Werder nur bei Standards gefährlich, in der 21. Minute entschärfte Gladbachs Torhüter Yann Sommer einen Freistoß von Vestergaard.

Nach dem Seitenwechsel und dem 2:1-Führungstreffer agierten die Hanseaten druckvoller und verpassten mehrfach weitere Torerfolge. In dieser Phase wirkte die Gladbacher Deckung sehr unaufgeräumt, immer wieder taten sich Lücken auf. Das mögliche 2:2 verpasste Patrick Herrmann nach einem der wenigen Gladbacher Konter (61.). Die große Chance zur Entscheidung ließ der eingewechselte Fin Bartels aus, der alleine auf Torhüter Sommer zulief, aber scheiterte (84.).

Der fleißige Philipp Bargfrede im Mittelfeld sowie der bei Kopfballduellen kaum zu besiegende Vestergaard waren die stärksten Akteure bei den Gastgeber. Bei der Borussia verdiente sich neben Torschütze Lars Stindl Oscar Wendt eine gute Note.

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