Seefelds Spiel des Lebens Gegner SV Telfs im Portrait

via Sky Sport Austria

Fußball in Tirol ist im Schatten des FC Wacker Innsbruck mit einem Namen untrennbar verbunden: SV Telfs. Der Landesligist hat eine lange Tradition im Tiroler Unterhaus, stand zwei Mal im Tiroler Cup-Finale. In der abgelaufenen Saison wäre dem 1946 gegründeten Verein beinahe die Rückkehr in die Tirol Liga gelungen.

Dass man vom SV Seefeld für das „Spiel des Lebens“ aus Gegner ausgewählt wurde, tröstet über den verpassten Aufstieg hinweg. Obmann Michael Kerschbaum erwartet sich für den 6. September ein „Derby der Freundschaft“ und verspricht: „Wir werden versuchen so viele Zuschauer wie möglich nach Seefeld mitzunehmen.“

Und am Ende die drei Punkte hinunter nach Telfs. „Es ist toll zu sehen, welche Hebel der SK Seefeld für das Spiel in Bewegung setzt, das wird ein großer Tag für den Amateurfußball in Tirol. Aber Geschenke können wir trotzdem keine machen.“

SV Telfs

Denn die Telfer – ganz wichtig: niemals Telfser sagen oder schreiben – wollen wieder um den Aufstieg mitmischen. „Aber das lässt sich mit so einer jungen Mannschaft nicht planen. Unser Ziel ist es, dass wir uns gegenüber der letzten Saison nicht verschlechtern – und da waren wir Vize. Der Meister ist für uns erst dann ein Thema, wenn wir eine ordentliche Serie zusammenbringen. Das ist uns letzte Saison nie gelungen“, gibt Trainer Werner Rott die Marschrichtung vor.

Der Start in die Landesliga-Saison 2014/2015 ist mit zwei Siegen in ebenso vielen Spielen geglückt. Bleibt die weiße Weste gar bis zum „Spiel des Lebens“ sauber? Obmann Kerschbaum: „Wir wollen in erster Linie guten Fußball bieten, unsere Fans sollen mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und den vom Verein eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs mittragen.“

Kurios: in der Kampfmannschaft des SV Telfs stehen gleich vier Brüderpaare, darunter zwei Mal eineiige Zwillinge. „Das ist Taktik, so können wir in der Pause zwei Mal zusätzlich wechseln“, lacht Michael Kerschbaum, der als Aktiver einst selbst gegen Sky-Chefexperte Hans Krankl spielte.

Das war vor 28 Jahren bei einem Hallenturnier in Alterlaa. „Ich war damals ein junger, motivierter Torhüter. Der ‚Goleador‘ ist seinem Spitznamen aber gerecht geworden und hat mir 15 Tore geschossen. Danach hat mir drei Tage alles wehgetan“, freut sich der Telfs-Obmann auf ein Wiedersehen am 6. September beim „Spiel des Lebens“.