Inter Milan's head coach Luciano Spalletti shouts instructions during the Italian Serie A football match Inter Milan vs Bologna on February 3, 2019 at the San Siro stadium in Milan. (Photo by Miguel MEDINA / AFP)        (Photo credit should read MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images)

Inter vor EL-Duell mit Rapid in Liga gefordert

via Sky Sport Austria

Inter Mailands Spielraum für eine entspannte Generalprobe für das Fußball-Europa-League-Duell mit Rapid ist begrenzt. Die Meisterschaftspartie am Samstag beim Tabellenzwölften Parma ist nämlich Ernstfall für den Ligadritten, der im Kalenderjahr 2019 in der Serie A noch nicht gewonnen hat. Der Vorsprung auf Lazio Rom schmolz auf zwei Punkte, Stadtrivale Milan lauert zwei weitere Zähler dahinter.

Der Trainerstuhl von Luciano Spalletti wackelt. Sport-Geschäftsführer Giuseppe Marotta hält ihn medial aber ruhig, solange Spallettis Team auf Champions-League-Kurs liegt. Die neuerliche Qualifikation für die Königsklasse gilt als oberstes Club-Ziel. “Wir können nicht sagen, dass Spallettis Job gefährdet ist. In 22 Jahren als Direktor bei Atalanta, Sampdoria und Juventus habe ich nie einen Trainer gefeuert”, meinte der 61-jährige Manager, während in Italiens Gazetten bereits der arbeitslose Ex-Erfolgstrainer Jose Mourinho als Nachfolge-Kandidat genannt wird.

Marotta gibt sich ruhig, doch das Inter-Umfeld brodelt. Die Fans sind angesichts mangelnder Erfolge und Offensivleistungen unruhig. Das jüngste Serie-A-Match, in dem Inter mehr als einen Treffer erzielt hat, datiert vom 2. Dezember 2018. “Wir sind nicht brillant, was unsere Verwertung der Chancen angeht”, sagte Spalletti.

Trubel auch abseits des Platzes

Hinzu kommt ein öffentlich ausgetragener Zwist zwischen dem Club und Wanda Nara (Icardi), der Frau und Managerin des Torjägers Mauro Icardi. Dieser war in den vergangenen vier Saisonen immer Inters Top-Kanonier und klinkte sich nun mit einem Social-Media-Posting ein wenig trotzig in die Debatte ein: Nara werde “für den Rest meiner Karriere” seine Managerin sein.

Mit Erfolgen in Parma, am Donnerstag in Wien und am Sonntag zuhause gegen Sampdoria könnten sich die Mailänder innerhalb von einer Woche viel Druck nehmen. Das Rezept des Trainers klingt einfach: “Wir müssen mehr Herz zeigen. Das kann in unseren nächsten Spielen den Unterschied ausmachen”, sagte Spalletti.

(APA)

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