GEPA-19101241136 - SEIERSBERG,AUSTRIA,19.OKT.12 - SKI ALPIN - OESV Modenschau, Offizielle Einkleidung des Austria Ski Teams in der Shopping City Seiersberg. Bild zeigt das Ski Austria Logo. Foto: GEPA pictures/ Wolgang Grebien

Ski alpin: ÖSV-Kandidat für WM 2023 wird erst im Juni fixiert

via APA

Innsbruck (APA) – In Innsbruck steigt am Donnerstag die Präsidentenkonferenz des österreichischen Skiverbandes (ÖSV). Einer der Tagesordnungspunkte dabei ist, mit welchem Ort sich der ÖSV um die alpine Ski-WM 2023 oder 2025 bewirbt. Kandidaten sind bekanntlich die WM-Orte von 1991, Saalbach-Hinterglemm, und 2001, St. Anton am Arlberg. Die Entscheidung, wer zum Zug kommt, wird nun aber erst Ende Juni fallen.

Zwar werden bei der Präsidentenkonferenz die Bewerbungen der Kandidaten diskutiert, die Unterlagen der beiden Bewerber müssen aber noch etwas konkreter werden. So können die detaillierten Finanzierungspläne beider Orte bis Ende Mai eingereicht werden. Die Entscheidung, wer für Österreich ins Rennen geht, soll dann am 26./27. Juni bei der Länderkonferenz in Seefeld fallen.

Ursprünglich war vom ÖSV eine Bewerbung schon für 2021 ins Auge gefasst gewesen. Weil sich Cortina d’Ampezzo aber nun doch noch einmal um eine WM bemüht, verzichtet man auf Konkurrenz und probiert es für frühestens 2023.

Salzburgs Skipräsident Bartl Gensbichler vermutete hinter der Vertagung der innerösterreichischen Entscheidung ein taktisches Manöver von St. Anton. Peter Mall, Generalsekretär der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft Skisport Arlberg, wies das jedoch zurück: “Wir haben damit nichts zu tun.”

Nach den spektakulären Speed-Rennen der alpinen Herren im vergangenen Februar macht sich Saalbach-Hinterglemm Hoffnungen, den Zuschlag zu bekommen. Namhafte frühere Athleten wie Michael Walchhofer, Fritz Strobl oder Marlies Schild, allesamt Salzburger, machen sich natürlich für den Ort im Pinzgau stark. Saalbach-Hinterglemm rechnet mit einem Budget für die Großveranstaltung von 40 Millionen Euro. 16 Millionen würde das Land Salzburg zur Verfügung stellen, diesen Betrag soll auch der Bund zu schießen.

In St. Anton wird von einem Infrastruktur-Budget von 21 Millionen Euro ausgegangen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter macht sich für den Ort am Arlberg stark, der damit wirbt “die Wiege des Skisports” zu sein. Im kommenden Jänner gastiert der Weltcup mit Damenrennen wieder in St. Anton. Tirol hat St. Anton bereits sechs Millionen Euro für die Durchführung zugesagt und hofft auf einen gleichen Betrag vom Bund.

“Bei uns ist die komplette Infrastruktur vorhanden”, sieht Mall Vorteile für den Arlberg. Auch sei St. Anton verkehrstechnisch ideal mit dem Auto und auch mit dem Zug perfekt erreichbar.

Für 2021 schickt der ÖSV deshalb keinen Kandidaten ins Rennen, weil sich Cortina d’Ampezzo nach vier gescheiterten Bewerbungen entschlossen hat, doch noch einen fünften Anlauf zu wagen. Die mehrfache WM-Stadt in den Dolomiten war bei ihren Bemühungen für 2013 (Schladming), 2015 (Vail-Beaver Creek), 2017 (St. Moritz/Cortina zog sich vorher zurück) und 2019 (Aare) auf der Strecke geblieben. Über die Vergabe der Alpinski-WM 2021 wird beim FIS-Kongress 2016 in Cancun (Mexiko) entschieden.